Erik Breiningers – Mein Weg nach Jannah

Anfang Mai wurde in eingen deutschsprachigen Jihadisten Foren der Tod von Erik Breininger (Abdul Ghaffar al-Almani) und drei weiteren Mitgliedern seiner Gruppe bekanntgegeben.Kurz darauf wurden seine Memoiren in den selben Foren als PDf-Datei zum download bereitgestellt.

Breininger wurde auch der breiten deutschen Öffentlichkeit bekannt weil er in einigen Videos mit Ansschlägen in Deutschland drohte und dazu aufrief sich dem Jihad in Afghanistan anzuschließen oder ihn “zumindest” finanziell zu unterstützen. Das BKA ließ öffentlich nach ihm verhanden und außerdem wurde er immer wieder mit der “Sauerlandgruppe” in Verbindung gebracht, über die in den deutschen Medien teilweise sehr viel berichtet wurde.

Breininger beginnt sein Buch mit einer Begründung warum es schreibt, da in den deutschen Medien viel falsches über ihn berichtet worden sei. Danach erzählt er von seinem Leben bevor er zum Islam konvertierte und wie unzufrieden er mit ihm war, seine Unzufriedenheit tritt wahrscheinlich erst in der Retrospektive auf und ist ein ganz natürliches Phänomen bei dieser Art von Literatur. Die Muslime, mit denen er Kontakt hatte und die ihm auch die Inspiration gaben zu konvertieren waren hatte alle radikale Ansichten. Er wohnte mit Abdullah (Daniel Schneider), dem Kopf der Sauerlandgruppe zusammen und seine Studien beschäftigten sich immer mehr mit dem Thema Jihad.


“Ich wusste somit schnell das ich was unternehmen muss gegen diese

Kreuzzügler die unsere Brüder und Schwestern schändigen. Auch

sollte jeder Muslim sich dafür einsetzen das nach Allahs Gesetzen

gelebt wird und das wir wieder einen islamischen Staat aufbauen

müssen. Doch sind anscheinend die meisten damit zufrieden das sie

in einem Land des Kufrs (Unglaubens) leben.

Meine persönlichen Islamstudien gingen jetzt intensiv um das Thema

Jihad. Vor allem beindruckten mich die Belohnungen, die einen

Mujahid erwarten, die man in zahlreichen Ayats des Quran und

Überlieferungen des Gesandten Allahs findet

Abdullah überredete Breininger dazu Deutschland zu verlassen da er wahrscheinlich ahnte das sie verhaftet werden. Er reiste nach Ägypten wo er Arabisch studieren wollte. Nach vier Monaten kam al-Malla (ein Freund aus Deutschland) ebenfalls nach Kairo und überredete Breininger ihn nach Afghanistan zu begleiten. SIe flogen nach Teheran und reisten mit dem Bus weiter an die pakistanische Grenze. Dies überquerten sie mit Hilfe von Schmugglern, wobei Breininger als Schutz wegen seinem westlichen Aussehen eine Burka trug. Sie reisten mit dem Bus weiter bis nach Waziristan. Kurz darauf begann seine “Ausbildung” in Afghanistan. Breininger schildert einen Tag wie folgt.


“Trainingsplan:

– Fajr-Gebet; danach Zhikr anschließend Sport und Dehnen. Für

das Frühstück 1 Minute Zeit zum Essen, nach dem Essen

Waffenkunde und bis zum Dhuhur Zeit zum auswändig lernen

– Dhuhur-Gebet; danach Taktik und Anti-Terror-Kampf

(Nahkampf)

– Asr-Gebet; wieder 1 Minute Zeit zum Essen (nur Brot und Tee),

danach Waffenkunde Abfragung (nicht gewusst = Strafe)

anschließend Zhikr

– Maghrib; bis ischa Quran lernen

– Ischa; ab und zu Nachts ca. 1 Stunde Wache halten

Er beschreibt auch wie er an einer Operation gegen die “Kreuzzügler”, wie er sie nennt, teilnimmt. Wen sie genau angreifen ist unklar Breininger schreibt aber das bei dem Angriff sowahl Taliban, al-Qaeda und andere Mujahidun zusammen angriffen. Es wird auch eine zweite Operation gegen eine US-Basis beschrieben.

Am interessantesten ist der Schlussteil in dem er die Entstehung der Deutschen Taliban Mujahidun kurz skizziert und seine Hoffnungen beschreibt das viele Deutsche nach Waziristan kommen sollen damit die Mujahidun mit westlichem Aussehen auch Operationen im Westen durchführen können.


“Mit Allahs Erlaubnis wird dieser Nachwuchs zu einer ganz

besonderen Generation von Terroristen, der in keiner Datenbank und

keiner Liste der Feinde Allahs erfasst ist. Sie sprechen die Sprachen

der Feinde, kennen ihre Sitten und Bräuche und können sich auf

Grund ihres europäischen Aussehens hervorragend tarnen und so

die Länder der Kuffar unauffällig infiltrieren um dort inshAllah eine

Operation nach der anderen gegen die Feinde Allahs auszuführen

und so Angst und Terror in ihren Herzen zu sähen.”


Das Buch endet mit einem Aufruf Breinigers. Ich halte es für ein sehr interessantes Dokument, selbst wenn es nicht komplett von Breininger selbst geschrieben wurde, aber so gibt es doch Einblicke wie schnell der radikalisierungs Prozess bei ihm voranschritt.

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