Anwar al-Awlaqi – Interview

Vor einigen Wochen wurde in verschiedenen Foren ein Interview mit Anwar al-Awlaqi veröffentlicht, dass es mitlerweile auch mit englischen Untertiteln und sowohl in arabischer und englischer Transkription gibt.

Anwar al-Awlaqi ist auch der breiten Öffentlichkeit, durch den Attentattsversuch von Omar al-Farouq am 25. Dezember 2009, sowie dem Amoklauf von Fort Hood, bekannt. Er wurde von The National sogar als der “bin Laden des Internets” bezeichnet.

Die erste Frage die al-Awlaqi gestellt wird ist warum in den westlichen Medien so viel Wind um sein Person und seine Beteiligung an 14 Attentatsversuchen gemacht wird und was deren Ursachen waren. Seine Antwort finde ich sehr interessant und sagt einiges darüber aus, wie sich die Jihad Bewegung selber legetimiert.

The reason for this attack is – that I am a Muslim and am calling to Islam. […] Americans today, do not want an Islam that defends the cause of the Ummah, they do not want an Islam that calls to Jihad, and to implement the Sharia, that calls to Wala and Bara. They do not wish these doors from Islam to open, and that people be called to them. What they want is, an American, liberal, democretic, peacful and secular Islam about which they have mentioned and popularized in some of their statements, as has been mentioned – take for example – in the report of RAND.

Dann zitiert er einen angeblichen CIA Mitarbeiter, der gesagt haben soll, wenn Mullah Omar gegen uns aufbegehrt, dann setzen wir einen Mullah Bradley gegen ihn ein. Er sieht zwischen der westlichen Welt und der islamischen Gemeinschaft einen Krieg um die Herzen und Köpfe in der islamischen Welt entbrennen.

America is trying to popularize a fake Islam as its ancestors did, they changed Christianity and they changed Judaism and now they want to change Islam, but the religion of Allah, the Almighty is protected.

The war today between the Muslims and the Americans is not a battle of petrol, is not a battle for water […] the war basically at its root is a war of Tawheed.

Er sagt,als er nach Nidal Hassan gefragt wird, dass es für ihn eine Ehre sei, dass er einer seiner Schüler war und dass es eine heroische Operation gewesen sei.

Für die Kritik die amerikanisch muslimische Organisationen gegen Terrorakte wie zum Beispiel den von Nidal Hassan vortragen hat al-Awlaqi kein Verständniss. Die Kritik nennt er dreckig und defätistisch und sagt, dass diese Organisationen alle erst nach 9/11 ihre Meinung gegenüber dem Jihad geändert hätten und zwar auf  drängen der amerikanischen Adminstration. Vorher hätten sie sich nämlich noch am Jihad in Afghanist, Bosnien usw. beteiligt. Das Argument, dass diese Operationen dem Ansehen des Islams schaden, hält er nur für vorgeschoben. Seine sarkastische Antwort darauf ist:

Is saving the image of the Muslims in America more important than the thousand, in fact millions of Muslims who face American missiles and bombs?

Die amerikanische Besetzung Afghanistans und des Iraks behandelt erwähnt er nur um dann zu sagen, dass die muslimische Welt noch unter anderen Arten von Besatzung “leidet”. Als Beispiel bringt er sein Heimtland und das Land in dem er sich gerade befindet, Jemen. Für ihn leidet der Jemen unter einer Besatzung, die schlimmer sei, als ein Land mit Soldaten und Panzern zu besetzen. Der Jemen werde von seinen eigen Leuten besetzt. Sie würden, durch die Amerikaner ermutigt, die mit Spionen, Flugzeugen usw. alle Einwohner beobachten und auch Städte und Dörfer bombadieren (al-Awlaqi meinte dieses Ereignis). Amerika benutze seine Verbündeten um die islamische Welt zu Besetzen, da sie nicht im Stande wären, neben Afghanistan und dem Irak noch ein Land zu besetzen. Falls Amerika doch selber versuchen sollte den Jemen direkt militärisch zu besetzen sagt er ihnen im Jemen ein schlimmes Ende voraus.

No, Yemen is not occupied by the Americans. Unfortunately, the matter is worse than that, […] What is happening now is that the Yemeni Goverment says to the AMericans “You occupy the air, and you occupy the seas and we will suffice you the lands. We will provide you the spies on the lands, to spy on the Muslims from the people of Yemen, and you guys spy through your airplanes and we will not stop you from that, spy on the privacies of the Muslims, spy on the areas of Yemen, and prepare you navy to bomb the people of Yemen with Cruz Missiles and the aircrafts using shell bombs as it happend in Abyan and Ahabwah, and we will suffice you the land and we will occupy the land for you.

Al-Awlaqi findet den Begriff Zivilisten nicht gut und will lieber Kämpfer und nicht-Kämpfer verwenden. Für ihn wäre es besser Soldaten mit Anschlägen zu treffen, wenn dies aber nicht möglich sei, so findet er, dann sind auch Attenate gegen nicht-Kämpfer legetim. Er begründet das mit einem Beipiel aus der Seerah Muhammads. Außerdem würden die Amerikaner mit ihren Bomben ja auch nicht-Kämpfer töten, als Beipiel wird im Interview ein Angriff auf Bakazam gebracht.

Amerika versuche zudem auch die jemenitischen Stämme auseinander zu treiben, da sie sich vor den vereinigten Stämmen fürchten würden. Dies betreibe Amerika mit Korruption und Drogen.

America wants to cause michief amongst the tribes, this is a very important portion of the American project ” to cause mischief” they do not want the qualities that the tribes carry – courage, privision and aid, sacrifice and benevolence […] We find, for example attempts to spread corruption and drugs  amongst the sons of the tribes.

Für al-Awlaqi ist Somalia ein Land, von dem viele jihadistische Bewegungen und ihrer Führer lernen können

Am Ende richtet er sich an alle Muslime aber besonders an die Muslime auf der arabischen Halbinsel und ruft zum Kampf gegen den Westen auf.

Alles in allem finde ich das Interview Anwar al-Awlaqi sehr lehrreich, was die derzeitigen Gedankengänge eines Jihadisten angeht. Schade finde finde ich allerdings, dass relativ wenig über die Inhalte solcher Viedeos oder Schriften diskutiert wird, denn sie liefern uns viele wichtige Information, wenn man als ein Mensch, der im Westen lebt, sich mit diese Bewegungen wissenschaftlich auseinandersetzen will.

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