Al-Wala’ wa-l-Bara’ – Teil 3 – Deutsche Taliban Mujahideen

Nun schaffe ich es endlich, nach längerer Zeit mal wieder etwas über al-Wala’ wa-l-Bara’ zu schreiben. Meine beiden älteren Beiträge (Teil 1, Teil 2) beschäftigten sich mit der geschichtlichen Entwicklung und Abu Muhammad al-Maqdisis Anwendung von al-Wala’ wa-l-Bara’. Heute will ich mich mit einem Text beschäftigen, den ich im April in einem Forum gefunden habe, der dieses Glaubensprinzip aus Sicht der Deutschen Taliban Mujahideen beleuchtet.

Nach den üblichen Floskeln am Anfang werden Zitat aus dem Koran und aus den Hadithen gebracht um die Wichtigkeit von al-Wala’ wa-l-Bara’ zu verdeutlichen. Wobei al-Wala’ wa-l-Bara’ hier meist mit “Liebe und Hass” übersetzt wird.

“Wie kann der Islam vollständig sein oder wie kann die Fahne des Dschihad oder die vom Befehl des Geziemenden und Verbieten des Verwerflichen hochgehalten werde, wenn es keine Liebe und Hass für Allah gibt.”

al-Wala’ wa-l-Bara’ seien Eigenschaften des Herzens, die sich aber erst durch die Handlungen einer Person zeigen würden.

Jetzt wird definiert für wenn al-Wala’ legitim sei. Das ist zum einen natürlich Allah und zum anderen die Muminin (Gläubige) – wobei man hier wohl unter Gläubigen, diejenigen verstehen muss, die derselben radikalen Denkweise angehören, also ganz im Sinne von Mawdudi und Qutb. al-Bara’ dagegen trifft also alle anderen und “entspringe dem Hassen um der Religion willen”. Zu al-Wala’ gehöre, das sich die Gläubigen beistehen, mit dem Friedensgruß grüßen, das Mitgefühl zueinander usw. Zu al-Bara’ dagegen gehöre die Ablehnung jeglichen Kontakts mit den Kufar sowie

“dass mann Dschihad macht mit dem Geld, der Zunge und mit Waffen und dass man die Länder der Kufar verlässt und zu den Ländern der Muslimin geht.”

Intersant finde ich, dass der Jihad wegen des Hasses gegen die Kuffar geführt werden soll und nicht aus Liebe zu Allah, um seine Autorität zu verbreiten.

Es wird in dem Text ganz klar davor gewarnt sich Kufar zu Freunden zu nehmen denn sonst werde Allah denjenigen mit al-Bara’ strafe.

“Allah hat seinen gläubigen Dienern untersagt, die Kufar anstelle der Gläubigen zu awlia zu nehmen und ihnen Zuneigung entgegenzubringen. Und Allah droht denjenigen, die dies tun mit Barah ihnen
gegenüber.”

Im weiteren Verlauf werden die Belohnungen beschrieben, die ein Gläubiger zu erwarten habe, wenn er sich an al-Wala’ wa-l-Bara’ halte und natürlich wird auch nicht vergessen, die Strafen zu beschreiben die derjenige erleiden muss, der sich nicht an al-Wala’ wa-l-Bara’ hält.

“Sie sind die Bewohner des Feuers, darin müssensie ewig bleiben Zudem gehören sie zu schaitans Partei, die verlieren wird: …schaitan hat sie völlig in die Macht bekommen und hat sie die Ermahnung Allahs vergessen lassen … Sie sind schaitans Partei …schaitans Partei ist die verlierende .. Jene,…,werden unter den Ehrniedrigsten sein Allah sagt in einer weiteren Ayah, dass die Muminin Kufr hassen und den Glauben lieben: .. jedoch Allah hat euch den Glauben lieb gemacht und sehr begehrenswert für eure Herzen; und Er hat euch Kufr, Widersetzlichkeit und Ungehorsam verabscheuenswert gemacht. Das sind jene, die der rechten Bahn folgen (49:7)”

Der Interreligiöse Dialog sei nur dann erlaubt, wenn sich Muslime mit den Kuffar treffen würden um ihnen die wahre Bedeutung von Tawhid zu erklären aber jeglicher andere Kontakt sei verboten, da die Kufar nur die Absicht hätten die wahrhaft Gläubigen vom “richtigen Weg” abzubringen. Allerdings sei man daran gebunden, den Ahl al-Dhimma im guten Verhalten zu begegnen, dies dürfe nur nicht den Anschein von Liebe bzw. al-Wala’ haben.

“Z.B. soll man nicht aufstehen, wenn ein Kufar einen Raum betritt oder ihm seinen Stuhl anbieten. Auch soll man einen Kufar nicht bei einem Namen nennen, der diesen Mann ehrt und auf der Straße weicht man, wenn wenig Platz ist, einem Kufar nicht aus. Ein Moslem arbeitet nicht als Diener oder Arbeiter für einen Kufar. Er soll aber das tun, was Allah an gutem Verhalten befiehlt, ohne innere Zuneigung. Z.B. soll man die Schwachen unter den Kufar gut behandeln, den Hungernden Essen geben, Kleidung bei Bedarf verteilen und mit diesen Leuten auf gute Art sprechen, mit Barmherzigkeit und Güte und nicht so, dass die Menschen Angst bekommen oder sich erniedrigt fühlen.”

Die Kufar würden versuchen al-Wala’ wa-l-Bara’ abzubauen und die Kenntnis der Muslime über die Notwendigkeit des Jihads gegen die Kufar aus ihren Herzen zu vertreiben.

Am Ende folgt noch der obligatorische Aufruf, dass sich der Leser dem Jihad anschließen solle.

“Unternehmen wir also praktische Schritte, damit Walah und Barah realisiert werden; geben wir z.B. Geld für den Dschihad, machen wir die Verbindung unter uns stark, treffen wir uns mit denen der “ahl al sunnah”, die da was machen an jedem Ort und informieren wir uns immer über sie.”

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