IMU – Mutter bleibe standhaft – Abu Ibraheem al-Almani

Heute will ich mich kurz mit einer schon etwas älteren Predigt von Abu Ibraheem al Almani (Yassin Chouka) beschäftigen. Die Predigt trägt den Titel “Mutter bleibe standhaft” und ist im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht worden. Er richtet sie an alle Mütter, deren Söhne, sowie er nach Pakistan ausgewandert sind um sich dort am Jihad zu beteiligen. Am Ende des Videos ist noch ein Nasheed, das ungefähr den selben Inhalt hat und zu dem versucht deutsche Muslime für den Jihad zu begeistern, so dass sie sich aktiv an ihm beteiligen (Hier ist ein interessantes Interview mit Guido Steinberg über deutsche Jihadisten). Bevor ich auf das Video eingehe will ich hier noch den Text des Nasheeds einfügen. Interessant finde ich die Passagen, in denen er von der unerfüllten Pflicht spricht und das er erweckt wurde. Hier kommt meiner Meinung nach sehr gut das avantgardistische Denken einiger jihadistischer Gruppierungen zum Vorschein.

“Mutter bleibe Standhaft ich bin im Jihad
Trauer nicht um mich und wisse er hat mich erweckt

Die Umma ist geblendet doch ich wurde geehrt
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Die Schreie wurden lauter die Wunden nahmen zu
Die unerfüllte Pflicht sie ließ mir keine Ruhe

Noch heute muss ich gehen morgen wäre es schon zu spät
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Mich auf meinen Herrn verlassend machte ich mich auf den Weg
Fi Sabilillah egal wohin es geht

Egal wie weit die Wüste und egal wie hoch der Berg
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Mutter siehst du nicht was geschieht in Filistin
Mutter hörst du nicht die Bomben im Irak

Unsere Geschwister sind gefangen darüber werden wir befragt
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Mutter während deine Tränen tropfen fließt das Blut im Shisham
Die Juden und die Christen sind hier in Khorassan

Man beleidigt den Propheten und man tritt auf den Koran
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Mutter wenn ich auf dem Schlachtfeld falle, dann glaub nicht ich sei Tod
Vielmehr bin ich lebendig an einem besseren Ort

In einem grünen Vogel fliegend werd ich von meinem Herrn versorgt
Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad

Mutter bleibe standhaft ich bin im Jihad
Die Umma ist geblendet doch ich wurde geehrt

Mutter bleibe Standhaft dein Sohn ist im Jihad
Trauer nicht um mich und wisse er hat mich erweckt”

Nun will ich mich aber mit der Predigt von Abu Ibraheem al-Almani auseinandersetzen.

Sie beginnt mit den üblichen religiösen Formeln. Er sagt, dass er diese Predigt allen Müttern widmen würde, deren Söhne sich “auf dem Boden der Ehre und dem Boden der Shuhada'” befinden würde und das er sich im Ribat (Festung, die als Ausgangspunkt für Schlachten dient – im heutigen Sinne vllt ein Terrorcamp) befinde.

Er beschreibt wie sehr er seine Mutter vermisst und das es ihr genau so gehen würde. Er hätte Sehnsucht nach ihr aber er verließ sie weil er sich durch die Nachrichtenbilder von den Toten und Verstümmelten Muslimen in Afghanistan und Irak, veranlasst sah sich den Mujahideen anzuschließen. Er stellt die rhetorische Frage wie er bei solchen Bildern sitzenbleiben könnt. Die Bilder aus Abu Ghraib nennt er auch als einen der Gründe, die ihn dazu gedrängt hätten in den Jihad zu ziehen. Um wie er es sagt, den Muslimen die Freiheit zu bringen. Aber die Umma hätte ihre Aufgabe vergessen, die seiner Meinung nach nicht nur im privaten Glauben liegt sondern den kämpferischen Jihad mit einschließt.

Ein weiterer Grund ist, dass nirgendswo auf der Welt das Gesetz Allahs regieren würde. Sondern was er als viel schlimmer und demütigender empfindet, ist das die Muslime von anderen regiert werden. Die Regime der muslimischen Länder, hätten sich die Feinde des Islams zu Verbündeten genommen und würden mit deren Hilfe das Schlechte gebieten und das Gute verbieten. Innerhalb des Islams aber vor allem der Salafiyya ist das Dogma “das Gute gebieten und das Schlecht verbieten” eines der wichtigsten. Hier geht er auch wieder darauf ein, dass die Muslime nicht merken würden, dass der Westen und die arabischen Regime gegen sie kämpfen würden. Da er aber sich all dessen bewusst ist und der Jihad eine allgemeine Pflicht, müsse er in den Jihad ziehen, denn ansonsten würde er eine Sünde begehen.

Als  nächstes geht er auf das Paradies ein, dass ihn erwarten würde. Dort würde er auch seine Mutter wiedersehen. Das Paradies beschreibt er natürlich in den schönsten und bunten Tönen. Wenn sich seine Mutter Sorgen um ihn machen würde, dann dürfe sie das nur machen ob er ins Paradies komme aber nicht ob es ihm gut gehe oder er am Leben bleibe.

Die Predigt beendet Abu Ibraheem mit einer Geschichte und er bittet seine Mutter, dass sie für ihn bete, denn dies sei die Zeit in der Allah den wahren Islam wieder beleben würde..

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Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

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