IMU – Der Fall “Schokocafe” – Abu Adam al-Almani – Filiz Gelowicz

Nun will ich mich mit dem zweiten Schreiben beschäftigen, das in den letzten Tagen von der IMU veröffentlicht wurde. Auch bei diesem Schreiben wird Abu Adam als Verfasser genannt und es ist auf April 2011 datiert. Das Schreiben beschäftigt sich größten Teils mit dem Verfahren gegen Filiz Gelowicz (siehe hier). Abu Adam beschreibt auch welche Lehren die deutschen Muslime aus dem Vorgehen der Deutschen Behörden gegen Filiz Gelowicz ziehen müssen und welche Schritte auf dem Weg zum Jihad sie machen sollen.

Abu Adam empfindet das Urteil gegen Filiz Gelowicz natürlich aus seiner Sicht für völlig ungerechtfertigt und ungerecht. Denn dem Urteil würden menschengemachte Gesetze zugrunde liegen. Aber nur die Gesetze Gottes müssten befolgt werden.

“Laut der Gesetzgebung Allahs, dem Herrn der Welten, hat unsere Schwester sich nichts zu Schulde kommen lassen- im  Gegenteil, sie hat gute und tugendhafte Taten begangen, die Ehre und Anerkennung verdienen und dem Islam und den Muslimen weiterhelfen.”

“Die Mujaheda Filiz ist eine Muslima, die zum wahren Islam aufruft, ein wahrer Islam mit al-Wala wal- Bara (Loyalität und Lossagung) und einem Jihad fisabililläh.”

Des Weiteren behauptet Abu Adam, dass die deutsche Meinungsfreiheit dort enden würde, wo der wirkliche Islam erst anfange. Den die Propagandavideos, die Filiz Gelowicz produzierte und veröffentlichte, würden sich in keiner Weise von den Nachrichten unterscheide, die die deutsche Regierung und alle westlichen Regierungen veröffentlichen würden. Den Betrag von 3.200 den sie für eine Terrororganisation spendete setzt er in Beziehung zu den Ausgaben die Deutschland für den Einsatz in Afghanistan hat.

“Das Urteil zeigt also ganz deutlich eine Feindschaft gegenüber dem Islam und den Muslimen.”

Selbst wenn Deutschland sich sofort vom Afghanistan Einsatz distanzieren würde und auch sonst alle Handlungen gegen den Islam unterlassen würde, so würde doch diese eine Gerichtsverhandlung ausreichen, um den Jihad (hier als Krieg zu verstehen) gegen Deutschland als vollkommen gerechtfertigt und dies würde laut Abu Adam auch mit den Lehren des klassischen Islams übereinstimmen. So sei dies nicht nur ein Verbrechen von Seiten der deutschen Regierung, sondern erst recht eine Prüfung für alle Muslime.

Als Lehre aus dem Gerichtsurteil zieht Abu Adam den Schluß, dass Muslime nicht mehr in einem Land leben sollten, dass nach menschengemachten Gesetzen regiert wird. Sie sollten vielmehr in ein Land auswandern, in dem die Shariah herrscht. Um diesen Standpunkt zu untermauern, zitiert er Abdallah Azzam.

“Ein Muslim, der unter den Staaten des Unglaubens lebt, ist nicht von der Pflicht der Hijrah und des Jihades befreit, auch wenn er den Muhajereen und den Mujahedeen regelmäßig hohe Geldsummen spendet. Das Spenden der Geldsummen befreit ihn erst von diesen Pflichten, wenn er auswandert an einen Ort, an dem die Muslime die Oberhand haben, er einen Treueeid leistet und sein Amir ihn mit dieser Arbeit im Außendienst beauftragt.”

So beschreibt Abu Adam einen Weg, den jeder Muslim seiner Meinung nach beschreiten sollte, wenn er noch “unter den Ungläubigen leben” würde. Als erstes müsste der Muslim an einen Ort auswandern, an dem die Shariah herrsche und der Jihad praktiziert wird. Während der Vorbereitung sollte er sich ausrüsten und auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.

Zu diesen Punkten würden noch einige hinzukommen, da es sich bei Deutschland um ein Feindesland handeln würde. Die Muslime müssten Beutezüge machen – hierbei bezieht er sich auf eine Fatwa von Anwar al-Awlaqi. Außerdem sollen sie der Wirtschaft schaden und er ruft zum Mord an Deutschen auf, da deutsche Soldaten auch Frauen und Kinder umbringen würden.

Nachdem er ausgewandert sei müsse er sich nur noch einer Gemeinschaft anschließen, die sich im Jihad befindet und einen Treueeid auf den jeweiligen Amir leisten.


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Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

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