IMU – “Ja, wir sind Terroristen” – Abu Ibraheem al-Almani

Am Freitag wurde im al-Shamikh Forum ein neues Video der Islamischen Bewegung Usbekistans veröffentlicht. Das al-Shamikh Forum ist eines der größten und bedeutsamsten jihadistischen Internetforen. Das neue Video trägt den Titel “Ja, wir sind Terroristen”. In einigen deutschen Medien wurde bereits über das Video berichtet, da es am Ende eine explizite Anschlagsdrohung gegen Deutschland enthält. Das Video ist mit einem Standbild des Reichstags hinterlegt, auf welches ein Foto von Abu Ibraheem kopiert wurde,

Zu Beginn des Video geht Abu Ibraheem al-Almani auf die unterschiedliche Verwendung des Begriffes Terrorismus ein. Den für ihn ist es “merkwürdig”, dass die hochgerüsteten Staaten der westlichen Welt, die in Afghanistan einmarschiert seien, den “barfüßigen Taliban, der nicht genügen Geld hat um sein Kalaschnikow-Magazin aufzufüllen” als Terroristen zu bezeichnen. Er bringt noch weitere solcher Besipiele.

“Wir kämpfen wie sie kämpfen. Doch ihr Kampf ist Frieden und unser Kampf ist Terror. Auf beiden Seiten fließt Blut. Doch ihr Blut ist heilig und unser Blut hat auf dem Weltmarkt keinen Wert mehr.”

Im Anschluss daran sagt Abu Ibraheem, dass sie in diesem Kontext Stolz darauf seien von der westlichen Welt als Terroristen bezeichnet zu werden.

“Ja! Ja, wir sin Terroristen! Und wir sin stolz darauf Terroristen zu sein. Wir terrorisieren die Feinde Allahs, die Übertreter, die Unheilstifter. Wir bekämpfen und terrorisieren jeden, der unsere Religion beleidigt und unsere Heiligkeit mit Füßen tritt. […] Die Feinde Allahs reichen im Pyramidensystem bis zu jenen, die die Feinde Allahs auch wählen und auch denen die sie nicht wählten jedoch mit der Wahl oder dem System der Wahl zufrieden sind. Jene gehören auch zu den Feinden Allahs. All diese genießen von uns keine Sicherheit.”

An die von ihm so genannten Feinde des Islams gerichtet, sagt er, dass seiner Meinung nach Islam Krieg bedeutet, Krieg für jeden der ihren Frieden stören würde.

“Es ist uns eine Freude der Schrecken der so genannten Weltmächte zu sein.”

Nach dem er eine Stelle aus dem Koran rezitiert, kommt er zum Schluss, dass sie “vornehme Terroristen” seien, da sie nur den Befehlen Allahs gehorchen würden und sie würden einen “tugendhaften Terror führen”. Die Gründe des Westens für den Krieg wären reine weltliche und materialistische, wohingegen die “Muslime” nur für das Wohlwollen Allahs diesen führen würden.

Im weiteren Verlauf geht er auf Ari U.  ein, dem der erste jihadistische Anschlag in Deutschland gelang. Im März letzten Jahres erschoss er zwei US Soldaten am Frankfurter Flughafen. Abu Ibraheem geht ebenso auf Nidal Malik ein, der im November 2009 13 Menschen auf dem US Stützpunkt Fort Hood erschoss.

“Unser Bruder Arid U. ist ein Mujahid und wir hier in den Bergen sind stolz auf ihn. Wir schauen auf ihn hoch, so wie wir auf die Sterne blicken. Ihm gehört Respekt und jeder Muslim der mit Allah als Herrn und dem Islam als Religion und mit Muhammad (sas) als Propheten zufrieden ist, sollte ihn (Arid U.) respektieren und Allah darum bitten ihm auch so einen Mut zu verleihen, wie Arid, der Mujahid mit dem mutigen Heldenherz.”

Für Abu Ibraheem gibt es keinerlei Diskussion darüber ob die Taten von Arid U. bzw. Nidal Hassan gerechtfertigt war. Das gefährliche an dieser Stelle ist, dass er die Grenzen zwischen dem normalen Gläubigen und einem Terroristen förmlich verschwinden lässt, denn die im Zitat angeführten Kriterien erfüllt jeder gläubige Muslim und könnte sich sich potenziell dadurch angesprochen fühlen.

Es versteht sich fast von selbst, dass er auf Obama eingehen muss, den er als Pharaonen unserer Zeit und als Anführer der Kreuzzüge bezeichnet. Das Bild der Kreuzzüge ist in der jihadistischen Propaganda immer wichtig. So wird in vielen Propaganda Reden oder Schriften der Westen gerne als Kreuzzügler dargestellt.

Er erklärt den Dialog, den angeblich zwischen uns und ihnen gab, für beendet.

“Zwischen uns und euch richtet das Schwert.”

Er ruft die Umma dazu auf zu kämpfen und die Feinde Allahs zu terrorisieren.

“Ich rufe hiermit jeden Mulim auf sich an diesem gesegneten Kampf zu beteiligen. Denn dies ist eine Angelegenheit der gesamten Umma. […] Die Zeit in der wir leben, erwartet von jedem Muslim, das er ein Mujahid ist.”

Dem Gläubigen Muslim würden nur zwei Möglichkeiten bleiben, entweder er würde auswandern, in die Gebiete, in denen der Jihad geführt wird oder er kann sich dazu entschließen den Terror unter den Ungläubigen, also hier im Westen, zu betreiben. Für ihn ist die Auswanderung allerdings die vorzuziehende Alternative, da sie die sichere sei.

“Der einzige Grund, der es dir heute erlaubt unter den Kuffar zu leben ist der Terror fi sabilillah.”

Im Anschluss rechnet er mit den muslimischen Predigern ab, die seiner Meinung nach den Islam nur als Theorie verbreiten würden aber die praktischen Aspekte dabei vergessen würden. Zu dem hätten sie sich von den Mujahideen und dem Jihad distanziert. Dadurch, dass sie sich vom Terror distanziert hätten, hätten sie sich auch vom wahren Islam entfernt.

Seine letzten Worte richtet er an diejenigen, die scih entschlossen haben im Westen zu leben und von dort den Terror auszuüben.

“Denn sie lieben das Leben, wie wir den Tod. […] sicherlich kommst du an Streichhölzer oder du bist im Stande Züge zu entgleisen und wenn du es nicht schaffst, lieber Bruder, sie zu töteten, dann schade ihrer Wirtschaft, zerstör ihre Gebäude und v.a. die staatlichen und die Gebäude, in denen sie das irdirsche Leben genießen, wie beispielsweise die Diskotheken, die Einkaufszentren und die Restaurants. Mach ihre Spaßgesellschaft zu nichte. Erinner sie an die Reichskristallnacht. Und sorg für Schalagzeilen und lass sie in Trauer leben. […] lass deiner Kreativität freien Lauf. Wichtig dabei ist, dass es sichtbar ist. Das deine Tat, eine Tat im Namen des Islams war.

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2 Comments

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

2 responses to “IMU – “Ja, wir sind Terroristen” – Abu Ibraheem al-Almani

  1. Irgendwer

    Dass die Choukas noch viel Einfluss auf die Szene in Deutschland haben werden ist eher nicht anzunehmen. Was soll man 2012 noch in Afghanistan? Die NATO wird sich bald zurückziehen. Wenn Afghanistan aus dem Fokus des Interesses gerät, werden auch die Choukas nicht mehr interessant sein. Sie können nie wieder in ein westliches Land einreisen, haben keine Kranken- und Rentenversicherung. Und sie kommen allmählich in die Jahre. Was ist, wenn eine Zahnprothese benötigt wird? Oder wenn sie Invaliden werden? Werden sie dann einer afghanischen Dorfgemeinschaft zur Last fallen? Immerhin: Niemand hat sie gerufen. Mit der intellektuellen Öde eines kaum alphabetisierten Landes dürften sie schon Erfahrungen gesammelt haben – ihre Botschaften wirken zunehmend rammdösig, unabhängig davon, wie man sie inhaltlich bewerten mag.

  2. donald nänä

    was zum…solche anschläge habn nix im islam zu suchen

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