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“Abrechnung mit Deutschland” – Abu Assad al-Almani

Am 21. September erschien im Internet erneut ein von Jihadisten verfasstes Schreiben, in dem Deutschland mit Anschlägen gedroht wird. Diese seien die Reaktion auf die Verunglimpfung des Propheten Muhammads. Angeführt werden die Demos von Pro-NRW, bei denen die Muhammad-Karikaturen gezeigt wurden, sowie der vor kurzem auf YouTube veröffentlichte ‘Schmähfilm’. Zu dem wird vom Autor des Schreibens – Abu Assad al-Almani –  behauptet, der Muhammad Schauspieler sei Deutscher gewesen. Diese Behauptung soll allerdings falsch sein (siehe hier)

“Derjenige, der unseren edlen Gesandten (Allahs Frieden und Segen auf ihn)spielte war ein Deutscher… Ein Deutscher, einer aus dem Land in dem ihr euch zu Hause fühlt”

Betitelt ist das Schreiben mit “Abrechnung mit Deutschland”. Wobei mir beim Lesen aufgefallen ist, dass Abu Assad al-Almani sich zwar auch gegen Deutschland wendet und sogar mit Anschlägen droht. Vielmehr raum gibt er aber seinem Unmut über die hier lebenden Muslime. Denn sie würden die Beleidigung des Propheten Muhammads hinnehmen.

“So wacht endlich auf aus dem vernichtenden Rausch dieser wertlosen Dunya und hört den Rufe des Jihad dessen Frucht das ewige Paradies und das Wohlgefallen deines Herren ist. Es reicht! So viel Demütigung  so viel Erniedrigung und so viel Leid!”

Wie mittlerweile fast üblich hat auch dieses recht kurze Schreiben, es umfasst nur acht Seiten, ein Titelbild. Im Vordergrund steht ein vermummter Jihadist vor der Silhouette Berlins. Im Hintergrund sind in die Deutsche Flagge eingewickelte Särge aufgereiht, auf denen jeweils ein Stahlhelm liegt. Somit soll es vermutlich an die in Afghanistan verstorbenen Bundeswehrsoldaten erinnern, denn auch darauf geht wird im Schreiben eingegangen.

Das Schreiben beginnt mit einigen religiösen Floskeln, die in diesem Falle allerdings nicht der traditionellen Norm entsprechen. Gleich zu Beginn erwähnt er, dass die Mujahideen hörten welche Katastrophe sich in Deutschland vor den Augen der Muslime abgespielt hätte.

“Mit dreckigen Füßen von Affen und Schweinen beschmutzt und betrampelt wurde der Islam derjenigen, die von sich selbst behaupten eine Einheit, ein Mauerwerk, eine Familie zu sein. Jene, die mit dem Herzen und der Zunge für sich selbst bekräftigen das Gute zu gebieten und das Üble zu verbieten.”

Dieser Teil richtet u.a. wie oben bereits erwähnt an deutsche Muslime. In dem er die Begriffe Affen und Schweine für die westliche Welt verwendet, spielt er auf drei Stellen im Koran an,  in denen Juden und Christen (Leute des Buches) so bezeichnet werden –  2:63-66, 5:59-60 und 7:166.

Das Motive, dass die westlichen Muslime der Dunya, also der materialistischen Welt verfallen seien ist durch aus oft in jihadisticher Literatur anzutreffen.

“eure zufriedene und sorgenlose Lebensweise zeigt uns in welch einem Schlaf, in welch eine Betäubung und in welch einer Hypnose ihr euch doch befindet”

Abu Assad beteuert, dass er lieber sein eigenes Blut vergossen sehen würde, bevor er es zulassen würde, dass der Prophet Muhammad in den Dreck gezogen würde.

Nachdem er auf den angeblich deutschen Schauspieler zu sprechen kommt, beschreibt er Deutschland, in einigen Stichpunkten, als ein Land in dem Muslime nicht leben könnten.

” – Dem Land, in dem Muslime als Menschen zweiter Klasse abgestempelt sind.

   – Dem Land, in dem diejenigen angefeindet werden, welche die Wahrheit sprechen und dazu Aufrufen 

   – Dem Land, indem unsere Geschwister unschuldig in Gefängnissen geworfen, wo sie tag-täglich gefoltert werden. 

   – Und dem Land, indem die Regierung offiziell den Muslimen und den Islam den Krieg erklärt hat.”

Das Deutschland dem Islam in seiner Gesamtheit den Krieg erklärt hätte, findet isch auch in einigen Videobotschaften der IMU (Siehe hier). Den Muslimen in Deutschland wirft er noch vor, sie hätten ihre ehre und ihren Stolz für einen geringen Preis verkauft. Er stellt die rhetorische Frage, was denn noch alles passieren müsste bevor die deutschen Muslime zur Waffe greifen würden.

“Sondern übt Rache für den Gesandten (Allahs Frieden und Segen auf ihn).”

In einem Vergleich mit den Prophetengefährten, stellt er fest,  dass sie die Ehre des Propheten verteidigt hätten. Auf Grund dessen hätte zur damaligen Zeit sich niemand getraut, an der Ehre des Islams zu kratzen.

“So sei auch du einer der seine Taten mit seinem Blut schreibt, denn noch hast du die Chance, es ist noch nicht zu spät.”

Im folgenden ruft er zu Anschlägen auf und nennt als Ziele den angeblichen deutschen Schauspieler, die Pro-NRW, Politiker die das Zeigen der Karikaturen erlaubt hätten, sowie alle Bürger die sie darin unterstützt hätten. Solche Operationen würden denen gleichen, welche die Mujahideen auf dem Boden des Jihads auch durchführen würden.

“Und wir sind der Ansicht, dass wenn Allah euch diese Feinde in eure Hände fallen lässt, ihr ihnen die Köpfe von ihren Körpern trennt, dies filmt, und der Öffentlichkeit zugänglich macht, so dass ganz Deutschland, ja sogar ganz Europa weiß, dass ihre verbrecherischen Spielchen durch die Schwerter des Islams durchkreuzt werden.”

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Abu Talha al-Almani – “Ghurabah (die Fremden)” – Nasheed

Letze Woche ist auf den diversen YouTube Kanälen, die mit den Gruppierung Salafimedia und Millatu Ibrahim assoziiert sind, ein neues Nasheed von Abu Talha al-Almani (ehemals Deso Dogg bzw. Abou Maleeq) veröffenlicht worden. Es ist eine deutsche Umdichtung des in jihadistischen Kreisen sehr beliebten Nasheeds “Ghurabah” (die Fremden), dieses auf arabisch verfasste Nasheed kann durch aus als eine Art Evergreen betrachtet werden.

In diesem mittlerweile bereits traditionellem Nasheed weren die Muslime als eine Avantgarde dargestellt. Gerade im Kontext der im Westen Lebenden radikalen Muslime, die mit den Inhalten solcher Texte sympathisieren, verdeutlicht der Text, dass sie nicht ein Teil unserer Gesellschaft werden sollten, sondern stolz sein könnten sich in unserer westlichen Gesellschaft eben fremd zu fühlen. Das Gefühl der Fremdheit wird somit im Gedankengut der radikalen Muslime zur Gewissheit sich auf dem “Richtigen Weg” zu befinden.

Bevor ich mich der Umdichtung von Abu Talha al-Almani widme, möchte zum Vergleich die Übersetzung einiger Passagen der arabischen original Nasheeds anführen.

“Ghuraba (die Fremden) 4x

Ghuraba (die Fremden) 4x

Die Fremden beugen ihre Stirn niemandem außerGott (Allah)

Die Fremden haben dies zum Lebensmotto gewäht

Wenn du uns fragst, so kümmern wir uns nicht um die Tyrannen

Wir sind die regulären Soldaten Gottes (Allahs), unser Weg ist ein reservierter Weg

[…] Wir werden uns nie um die Ketten kümmern, sondern immer weiter machen

Wir werden uns nie um die Ketten kümmern, sondern immer weiter machen

Also lasst uns den Jihad machen(نجاهد), die Schlacht schlagen(نناضل) und von neuem kämpfen (نقاتل من جديد)

Die Fremden, so sind sie frei in der unterworfenen (wört. versklavten دنيا العبيد) Welt

[…] Wie oft erinnern wir uns an eine Zeit, in der wir frohen Gemutes waren

Das Buch Gottes (Koran)  rezitierten wir morgens und abends

Der Prophet sagte: Der Islam begann als etwas Fremdes und wird als etwas Fremdes zurückkehren, so wie er begann. Reue (Taubah) für die Fremden.”

Die angebliche Aussage des Propheten Muhammad, die am Ende des Nasheeds angeführt wird, soll vermutlich auf die Anfangszeit des Islams hinweisen, zu der Muhammad noch in seiner Heimatstadt Mekka lebte und durch sein öffentliches predigen der neuen Religion vielen Anfeindungen ausgesetzt war. Somit wird durch dieses Nasheed versucht, die Situation, die ein radikaler Muslim bzw. Jihadist in unserer heutigen Gesellschaft erlebt, mit der Lebenserfahrung Muhammads zu vergleichen. Am Ende jedoch konnte Muhammad, nachdem er nach Medina ausgewandert war, triumphierend nach Mekka zurückkehren und die meisten Mekkane nahmen den neuen Glauben, den Islam, an.

Abu Talha al-Almani hat das oben beschriebene Nasheed auf den deutschen Kontext umgedichtet. So geht er zum Beispiel auf in Deutschland in Haft sitzende Gefangene eine, die wegen der Finanzierung terroristischer Vereinigungen oder der Durchführung eines Anschlags verurteilt wurden.

Im folgenden werde ich Passagen des Textes wiedergeben und mit einigen Kommentaren versehen. Zu Beginn weißt Abu Talha darauf hin, dass seiner Meinung nach die islamische Gemeinschaft in Not sei und er geht auf das Thema muslimischer Gefangener ein, die wegen Terrorismus verdacht in Haft sind. Dieses Thema beschäftigt ihn schon länger und er ist der Meinung, dass sie dafür nicht verurteilt werden können, da sie nur ihre Religion praktizieren würden.

“Ghuraba, wir sind die Fremden, ob lebendig oder tot

Ghuraba, wir sind die Fremden , unsere Ummah ist in Not

In den Zellen sind Gefangene, überall auf dieser Welt

es Sind Jundullahs Söhne und sie werden dort gequält”

Als erstes Beispiel für eine Gefangene, nennt er Aafia Saddiqui. Sie ist eine pakistanische Neurowissenschaftlerin, die im Februar 2010 wegen vermutlichen Mordes an einem US Solaten verurteilt wurde. In jihadistischen Kreisen ist sie sehr bekannt, so existiert ein Video Ayman al-Zawahiris über sie. Zu dem stellt er die rhetorische Frage, was sie machen sollten für die Gefangenen.

“Ghuraba, Aafia Siddiqiui, wir schließen dich in unsere Duwa

Ghuraba, allen Naseer bleibe Standhaft für Allah

In den Zellen sind Gefangene, überall auf dieser Welt

es Sind Jundullahs Gefangne und sie werden dort gequält

Was sollen wir machen? Sollen wir schweigen oder stehen wir für sie auf?

Ghuraba, wir sind die Fremden und wir geben niemals auf”

Im nächsten Abschnitt geht er auf zwei in Deutschland in Haft sitzende Musliminnen ein. Über beide sind auf Abu Talhas Hompage bereits Texte veröffentlicht worden. Aber besonders über Umm Sayfillah al-Ansaraiyyah gibt es dort reichlich Material. Sie ist die Frau eines der so genannten Sauerland Attentäter und sitzt wegen der Finanzierung einer terroristischen Vereinigung in Haft. Auf der Hompage Ansar ul-Aseer und auf YouTube werden in regelmäßigen Abständen Briefe und Statements von ihr veröffentlicht. Nach dem diese vorgelesen wurden nimmt zum Beispiel noch Abu Usama al-Gharib dazu Stellung. Es tauchten in letzter Zeit auch häufiger Gedichte auf YouTube auf, die angeblich von Umm Sayfillah stammen sollen.

“Ghuraba, ya Umm Ubayda bleibe stark, hör’ auf zu weinen

Ghuraba Um Syfillah auch für dich sind wir am weinen

In den Zellen sind Gefangene überall auf dieser Welt

Es Sind Jundullahs Schwestern und sie werden dort gequält

Könnt ihr hören wie sie dort schreien, oder sind die Herzen tot

Heute sind es die Geschwister, morgen seit ihr schon in Not”

Er geht auch wie schon in seinem letzten Nasheed, dass über die oben genannte Umm Sayfillah handelte (siehe hier: Schwester bleibe Standhaft) auch dieses mal wieder Ari U. ein, der das Attentat am Franfurter Flughafen, bei dem zwei US Solaten starben, im März 2011 verübte. Als letztes geht er auf die “Geschwister”, die die “Zeichnen leugnen” würden. Damit ist die Mehrheit der deutschen Muslime gemeint, die dem jihadistischen Gedankengut nichts anfangen können. Aus Sicht u.a. von Abu Talha sie sie allerdings nur nicht in der Lage den Koran bzw. die religiösen Quellen richtig zu deuten.

“Und versucht es nicht zu verleugnen, denn die Verse sie sind klar

Denn die Gläubigen sind Geschwister, so sagt es doch Allah

Ghuraba 4x

Ghuraba, ya Arid Uka, ya Mujahid mach Duwa

Für uns hier draußen und für unsere Shuhada

Unsere Geschwister leugnen die Wahrheit, doch die Zeichen sie sind klar

Allah verschleierte ihre Augen, darum nennen sie uns die Ghurabah”

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Anasheed für den Jihad?

Wie unter anderem die New York Times gestern in einem Artikel berichtete beschuldigen deutsche Behörden den ehemaligen Rapper Denis Mamadou Cuspert (Abou Maleeq) aktiv für den Jihad zu werben. So zitiert die New York Time deutsche Beamte, dass Abou Maleeq den Frankfurter Attentäter Arid U. inspiriert hätte – bei dessen Anschlag im März diesen Jahres starben 2 U.S. Soldaten. Der Artikel fährt fort, dass Abou Maleeq zwar jegliche direkte Beteiligung an dem Anschlg zurückweist aber zugleich nichts verwerfliches an der Tat findet, denn Arid U. hätte ja Soldaten, die auf dem Weg gewesen wären um Muslime zu tötetn und keine Zivilisten getötet. Diese Art der Legitimierung des Anschlags fand man in den meisten jihadistischen Statements dazu (siehe hier).

Seitdem Rapper Denis Mamadou Cuspert seine Musik Karriere beendete tritt er hauptsächlich als islamsicher Prediger und als Sänger von Anasheeds auf, die meiner Meinung nach als jihadistisch bezeichnet werden können. Im folgenden führe ich einige Textstellen von ihm an, die dass gut verdeutlichen.

Wofür wir stehen

Allah segne unseren Weg, egal wohin er geht

für Gerechtigkeit ya Allah, unser Blut für Shuhada

Unsere Brüder schreien und fallen, Heiliger Boden wo Bomben fallen

Mein Herz schlägt für Jihad und das bis zum Jüngsten Tag

[…]Auf der Suche nach dem Tod, unsere Geschwister sind in Not

Sheikh Usama

“Generationen hast du geprägt, und die Umma neu geprägt

Fi-Sabilillah Jihad, fühlt wie die Erde bebt

mit unserem Blut bezahlen wir den Preis, und meinet nicht wir wären Tod

[…] Unser Weg kennt nur ein Ziel, die Zufriedenheit Allahs

die höchste Stufe im Firdaus (Paradies), nur zu erreichen mit Ikhlas (Aufrichtigkeit)

[…]Sheikh Usama bin Laden, dein Name fließt in unserem Blut”

Seit längerem betreibt Denis Mamadou Cuspert eine Hompage, durch die er Spenden sammeln will, um muslimischen Gefangenen zu helfen, zum Beispiel in dem er die Kaution für sie durch diese Spenden bereitstellt. So hat er seine Seite  passender Weise Ansar al-Aseer (Helfer der Gefangenen) genannte. Die dazugehörige Facebook Gruppe hat ca. 850 Anhänger. Auf Ansar al-Aseer veröffentlicht er in unregelmäßigen abständen Texte. Mit einem von diesen will ich mich heute noch kurz auseinandersetzten. Der Text ist ein Kommentar und eine Zusammenfassung des Statements von Abu Usma al-Gharib (einem der Mitbegründer der GIMF, der in Österreich im Gefängnis sitzt). In seinem Statement, das im August diesen Jahres auf Arabisch veröffentlicht wurde, wirft er Deutschland vor weibliche muslimische Gefangene, namentlich Filiz G., zu foltern und ihnen zu verbieten den Hijab zu tragen. Als Reaktion darauf fordert er Anschläge sowohl innerhalb Deutschlands, als auch auf deutsche Ziele im Ausland. Filiz G. distanzierte sich allerdings von dem Statement.

Das Schreiben trägt den Titel “Schande über uns den untätigen schlafenden! Unsere Schwester, erniedrigt, entblösst und entehrt im Gefängniss des Taghut”. Zu erst erbost Abou Maleeq sich darüber, dass man die Nachricht über die Folterung einer Muslima von einem Gefangenen erhalten müsse. Diese würden sich in Gefangenschaft befinden, weil sie nur ihren Schöpfer anerkennen würden und ihm folgen würden. Somit ist zu vermuten, dass für ihn unter anderem die Unterstützung einer Terrororganisation in den oben genannten Rahmen passt. Sie wären im Gefängnis

“allein aus dem Grund, weil sie einzig und allein ihren Schöpfer anerkennen, anbeten, folgen und gehorchen, sich keinem untergeben, ob Präsident oder König, seien es ihre Gesetze und Verordnungen – ihre Niderwerfung und Ergebenheit gebührt einzig Ihrem Herrn, dem Höchsten und über alles Erhabenen, dem Schöpfer aller Dinge und nicht der Schöpfung, allein Seiner Gesetzgebung, der Wahrheit und Gerechtigkeit und keiner der menschlichen Gelüsten und Neigungen entsprungenen Gesetzgebungen, fehlerbehaftet und voller Makel, bestimmt durch ihre Interessen – Geld, Macht, Reichtum, Ansehen und all ihre Begiereden im Diesseits.”

Die Mehrheit der Muslime hätte sich bereits so dem Westen angepasst, dass die Gefangenen, die dem wahren Islam folgen würden, ihnen fremd wären und sogar von ihnen getadelt würden.

“Die Gefangenen sind fremd, selbst unter ihren Glaubensbrüdern, in Vergessenheit geraten und finden keine Erwähnungen von jenen, die behaupten die Ummah anzuführen, zu lehren und auf der Mimbar zu stehen, das Rechte zu gebieten und das Schlechte zu verbieten – nein vielmehr bewegt sie, was ihnen nicht schadet und keine Probleme bereitet […] Und wenn die Aseer von einigen dieser Ummah erwähnt werden, werden sie verleugnet und fallen gelassen, es wird sich von ihnen distanziert und die Loyalität ihnen gegenüber, selbst wenn auf ihnen Fehler oder Sünden lasten sollten – jene kehren sich von ihnen ab und darüberhinaus attackieren sie mehr als so manch ein Kafir und Feind Allahs.”

So würde ihn auch nicht die Nachricht von Abu Usama al-Gharib überraschen, dass Filiz G. gefoltert werde. Im weiteren Verlauf beschreibt er die angebliche Folter und Erniedrigung sehr detailiert und fordert seine Glaubensgenossen dazu auf, ihr zur Hilfe zukommen.

“Tief am boden, kriechend, auf der Suche nach mehr Dunya, fern von Problemen für Allahs Sache, in der Masjid, bei der Familie, in Ruhe und Gelassenheit, als würde man im islamischen Staat leben, man diskutiert über jede kleinste Sache, über Sunnan und Pflichten, doch vergisst man die Ehre und Würde unserer Ummah, unsere Schwester, erniedrigt und gefoltert von den Feinden Allahs und wir finden keine Erwähnung über diese Angelegenheit, erwägen nichts zu tun und sei es nur ein Wort der Wahrheit gegen diese Feinde Allahs; sie zu entblößen, ihre Machenschaften und Verbrechen aufzuzeigen und unsere Schwester zu verteidigen – wo sind die sogenannten Salafis – die Folger der rechtschaffenen Vorfahren, wo sind sie, wenn es heisst der höchsten Pflichten nachzukommen, wenn es heisst Opfer zu bringen und Probleme um Allahs Willen auf die Schulter zu lasten, […]

Während unsere Schwester erhaben über uns fliegt, fern von dieser Dunya, im Herzen schon ein grüner Vogel des Paradies, auf der Suche nach der Zufriedenheit ihres Herrn und getrieben nach Sehnsucht zur Widerkehr zum Höchsten, kleben wir wie die Fliegen am Honig, bis wir darin untergehen und bereuen unsere Rüssel zu tief in die Süße dieser Dunya eingetaucht zu haben – da wird uns ein Khameez und eine faustlanger Bart nichts nützen.”

Seiner Meinung nach sei nicht Filiz G. die wahre Gefangene sondern eben alljene Muslime, die sich zu sehr auf alles Diesseitige beschränken würden.

“Möge Allah uns zu jene machen, die emporsteigen und niemals fallen werden und den Tod der Shuhadah und Siddiqin und das Wohlgefallen des Höchsten erlangen werden.”

Das Erlangen des Märtyrertods ist ein immer wiederkehrendes Motiv, sowohl in seinen Anasheeds als auch in seinen anderen Statements. Dies ist führ mich mit einer der deutlichsten Hinweise, dass er so indirekt den Jihad gut heißt und dazu aufruft.

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