Tag Archives: Abu Ibraheem al-Almani

“Abrechnung mit Deutschland” – Abu Assad al-Almani

Am 21. September erschien im Internet erneut ein von Jihadisten verfasstes Schreiben, in dem Deutschland mit Anschlägen gedroht wird. Diese seien die Reaktion auf die Verunglimpfung des Propheten Muhammads. Angeführt werden die Demos von Pro-NRW, bei denen die Muhammad-Karikaturen gezeigt wurden, sowie der vor kurzem auf YouTube veröffentlichte ‘Schmähfilm’. Zu dem wird vom Autor des Schreibens – Abu Assad al-Almani –  behauptet, der Muhammad Schauspieler sei Deutscher gewesen. Diese Behauptung soll allerdings falsch sein (siehe hier)

“Derjenige, der unseren edlen Gesandten (Allahs Frieden und Segen auf ihn)spielte war ein Deutscher… Ein Deutscher, einer aus dem Land in dem ihr euch zu Hause fühlt”

Betitelt ist das Schreiben mit “Abrechnung mit Deutschland”. Wobei mir beim Lesen aufgefallen ist, dass Abu Assad al-Almani sich zwar auch gegen Deutschland wendet und sogar mit Anschlägen droht. Vielmehr raum gibt er aber seinem Unmut über die hier lebenden Muslime. Denn sie würden die Beleidigung des Propheten Muhammads hinnehmen.

“So wacht endlich auf aus dem vernichtenden Rausch dieser wertlosen Dunya und hört den Rufe des Jihad dessen Frucht das ewige Paradies und das Wohlgefallen deines Herren ist. Es reicht! So viel Demütigung  so viel Erniedrigung und so viel Leid!”

Wie mittlerweile fast üblich hat auch dieses recht kurze Schreiben, es umfasst nur acht Seiten, ein Titelbild. Im Vordergrund steht ein vermummter Jihadist vor der Silhouette Berlins. Im Hintergrund sind in die Deutsche Flagge eingewickelte Särge aufgereiht, auf denen jeweils ein Stahlhelm liegt. Somit soll es vermutlich an die in Afghanistan verstorbenen Bundeswehrsoldaten erinnern, denn auch darauf geht wird im Schreiben eingegangen.

Das Schreiben beginnt mit einigen religiösen Floskeln, die in diesem Falle allerdings nicht der traditionellen Norm entsprechen. Gleich zu Beginn erwähnt er, dass die Mujahideen hörten welche Katastrophe sich in Deutschland vor den Augen der Muslime abgespielt hätte.

“Mit dreckigen Füßen von Affen und Schweinen beschmutzt und betrampelt wurde der Islam derjenigen, die von sich selbst behaupten eine Einheit, ein Mauerwerk, eine Familie zu sein. Jene, die mit dem Herzen und der Zunge für sich selbst bekräftigen das Gute zu gebieten und das Üble zu verbieten.”

Dieser Teil richtet u.a. wie oben bereits erwähnt an deutsche Muslime. In dem er die Begriffe Affen und Schweine für die westliche Welt verwendet, spielt er auf drei Stellen im Koran an,  in denen Juden und Christen (Leute des Buches) so bezeichnet werden –  2:63-66, 5:59-60 und 7:166.

Das Motive, dass die westlichen Muslime der Dunya, also der materialistischen Welt verfallen seien ist durch aus oft in jihadisticher Literatur anzutreffen.

“eure zufriedene und sorgenlose Lebensweise zeigt uns in welch einem Schlaf, in welch eine Betäubung und in welch einer Hypnose ihr euch doch befindet”

Abu Assad beteuert, dass er lieber sein eigenes Blut vergossen sehen würde, bevor er es zulassen würde, dass der Prophet Muhammad in den Dreck gezogen würde.

Nachdem er auf den angeblich deutschen Schauspieler zu sprechen kommt, beschreibt er Deutschland, in einigen Stichpunkten, als ein Land in dem Muslime nicht leben könnten.

” – Dem Land, in dem Muslime als Menschen zweiter Klasse abgestempelt sind.

   – Dem Land, in dem diejenigen angefeindet werden, welche die Wahrheit sprechen und dazu Aufrufen 

   – Dem Land, indem unsere Geschwister unschuldig in Gefängnissen geworfen, wo sie tag-täglich gefoltert werden. 

   – Und dem Land, indem die Regierung offiziell den Muslimen und den Islam den Krieg erklärt hat.”

Das Deutschland dem Islam in seiner Gesamtheit den Krieg erklärt hätte, findet isch auch in einigen Videobotschaften der IMU (Siehe hier). Den Muslimen in Deutschland wirft er noch vor, sie hätten ihre ehre und ihren Stolz für einen geringen Preis verkauft. Er stellt die rhetorische Frage, was denn noch alles passieren müsste bevor die deutschen Muslime zur Waffe greifen würden.

“Sondern übt Rache für den Gesandten (Allahs Frieden und Segen auf ihn).”

In einem Vergleich mit den Prophetengefährten, stellt er fest,  dass sie die Ehre des Propheten verteidigt hätten. Auf Grund dessen hätte zur damaligen Zeit sich niemand getraut, an der Ehre des Islams zu kratzen.

“So sei auch du einer der seine Taten mit seinem Blut schreibt, denn noch hast du die Chance, es ist noch nicht zu spät.”

Im folgenden ruft er zu Anschlägen auf und nennt als Ziele den angeblichen deutschen Schauspieler, die Pro-NRW, Politiker die das Zeigen der Karikaturen erlaubt hätten, sowie alle Bürger die sie darin unterstützt hätten. Solche Operationen würden denen gleichen, welche die Mujahideen auf dem Boden des Jihads auch durchführen würden.

“Und wir sind der Ansicht, dass wenn Allah euch diese Feinde in eure Hände fallen lässt, ihr ihnen die Köpfe von ihren Körpern trennt, dies filmt, und der Öffentlichkeit zugänglich macht, so dass ganz Deutschland, ja sogar ganz Europa weiß, dass ihre verbrecherischen Spielchen durch die Schwerter des Islams durchkreuzt werden.”

Advertisements

Leave a comment

Filed under Uncategorized

IMU – “Tod der Pro-NRW” – Abu Ibraheem al-Almani – Teil I

Eigentlich wollte ich auf meinem Blog nichts über die Auseinandersetzung, in Solingen und Bonn, zwischen Salafisten und den Anhängern von Pro-NRW, schreiben. Da seit gestern Abend allerdings über das am Samstag erschienene Video von Yassin Chouka in fast allen Medien berichtet wird und auch über sehr viele Suchanfragen in diesem Zusammenhang, auf meinen Blog zugegriffen wurde, habe ich mich entschieden nun doch etwas zu der Thematik zu schreiben.

Zunächst werde ich mich mit dem Video (es ist vielmehr eine Audiobotschaft mit einem Hintergrundbild) beschäftigen und genauer auf ihren Inhalt eingehen. Das in der Botschaft zum Mord, als Reaktion auf das Zeigen der Muhammad Karikaturen, aufgerufen wird ist nicht verwunderlich, wenn man die letzten Video- bzw Audiobotschaften der Chouka Brüder kennt. Denn in diesen haben sie bereits offen zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen. Somit rufen sie nun “nur” zu Anschlägen gegen eine bestimmte Gruppe auf. Da ich in letzter Zeit einige negative Reaktionen bekommen habe, möchte ich betonen, dass ich die jihadistische Propaganda ablehne und über meinen Blog demjenigen, der an der Materie interessiert ist und sich kritisch mit ihr auseinandersetzen will, die Möglichkeit geben Informationen über die primär Texte zubekommen. Ich verzichte dabei bewusst auf die Links zu den jihadistischen Foren.  Wer sich dennoch die Quellen direkt anschauen will ohne auf eine jihadistische Seite zugelangen kann auf die sehr gute Homepage von Aaron Zelin gehen. Er betreibt den Blog “Jihadology“.

In einem zweiten Blogpost werde ich mich deutschen Salafisten und deren Reaktionen auf die gewaltsamen Auseinandersetzungen, widmen. Insbesondere auf YouTube sind einige Videos aufgetaucht, die ich sehr erschreckend fand. So wird unter anderem die Gewalt der Salafisten als vollkommen legitim eingestuft, da die Polizei es nicht verhindert hätte, dass der Prophet Muhammad durch das Zeigen der Karikaturen beleidigt wird. So wird ebenfalls darauf hingewiesen, welche Reaktionen die Beleidigung des Propheten in der Vergangenheit bereits hervorgerufen hätten. Dabei wird u.a. der Mord an dem niederländischen Regisseur Theo van Gogh, der Mord an zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen durch Arid U. und die Mordserie von Mohammed Merah in Tolouse genannt (über Mohammed Mera haben die Chouka Brüder auch ein Video gemacht: “Der Ritter von Tolouse”). Diese Verbindungen finde ich erschreckend, zumal sie von in Deutschland lebenden Salafisten kommt, die sich durch die neue Botschaft der Chouka Brüder angesprochen fühlen könnten, da sich das extreme Gedankengut beider sehr nahe zu stehen scheint.

Abu Ibraheem beginnt seine Audiobotschaft, wie es mittlerweile üblich geworden ist, in dem er “seine Geschwister” grüßt.

“meine Speziellen Grüße, hier aus dem Khorassan, gelten heute meinen Geschwistern, den eifersüchtigen Dienern Allahs, aus Solingen und Bonn […]”

Er geht kurz auf die Verteilung der Koranexemplare ein. Dies sei eine Gnade für das deutsche Volk gewesen. Muslime hätten ihre Zeit geopfert um die Barmherzigkeit des Islams zu zeigen.

“Diese Verteilung war Zeichen der Barmherzigkeit, mit der der Islam entsandt wurde und Zeichen der Sorge des Muslims, eine Sorge, die er für seine Mitmenschen trägt, weil es ihn schmerzt, dass die Schätze des Glaubens, die Schätze des Islams, den Menschen verborgen sind.”

Diese Art der Argumentation ist aus vielen Videos oder Texten bekannt, denn für Salafisten kommen alle nicht-Muslime in die Hölle und so würden sie nur aus reiner Nächstenliebe wollen, dass alle zum Islam konvertieren, damit sie davor geschützt sind.

“Zusammengefasst: Unsere Geschwister wollten mit dieser Tat und mit Allahs Hilfe, die Menschen aus der Dunkelheit zum Licht führen […]”

Doch hätten wir Deutsche diesen Aufruf mit Groll auf genommen und ihn sogar als radikal und aggressiv bezeichnet. So hätte die Partei Pro-NRW ihrem Hass auch Taten folgen lassen.

“Sie haben das Maß weit überschritten und ihre Provozierungen brachen das Maß der Geduld und dürfen tatenlos nicht hingenommen werden.

Erneut wurden Karikaturen unseres geliebten Propheten, der uns lieber ist als unsere Eltern, unsere Kinder und lieber als unsere eigenen Seelen […] und es geschah im vollen Bewusstsein, dass es sich um eine Beleidigung handelt”

Abu Ibraheem sei stolz gewesen, als er die Bilder sah, wie die “Feinde Allahs” von seinen “eifersüchtigen Geschwistern” angegriffen wurden. All dies habe er den Mujahideen in Khorassan erzählt.

“Und sie sagten zu mir, ich soll euch von ihnen grüßen und euch sagen, ich soll euch sagen, dass ihr alle töten sollt.”

Im Anschluss gibt er einige Tipps. So hält er es für ratsam wenn die Muslime nicht mehr zu den Veranstaltungen von Pro-NRW gehen würden, denn dort könnten sie von der Polizei verhaftete werden. Denn die Polizei stehe ihnen ebenfalls feindlich gegenüber. Sie müssten ja schließlich auch nicht mehr nachschauen, ob sie die Karikaturen zeigen würden. Denn das haben sie bereits getan und für Abu Ibraheem gibt es laut der “islamischen Scharia'” nur eine Strafe dafür.

Als zweiten ‘Übeltäter’ hat er die Medien ausgemacht, denn die hätten “unter dem Deckmantel der freien Berichterstattung” ebenfalls die Karikaturen gezeigt.

“Der Spiegel, der von den Juden gelenkt wird und andere bekannte deutsche Medienabteilungen, haben unseren Propheten dadurch auch beleidigt. Und auch in diesem Fall sage ich zu euch, lasst eure Eifersucht in einen systematischen Kampf fließen […]”

Die angebliche jüdische Weltverschwörung findet sich immer wieder als Motiv in jihadistischer Propaganda. Deswegen möchte ich kurz auf ein Buch von Carmen Matussek hinweisen: “Der Glaube an eine “jüdische Weltverschwörung”: Die Rezeption der “Protokolle der Weisen von Zion” in der arabischen Welt.”

“Abschließend möchte ich sagen, auch wir, die Mujahadeen in Khorassan, die sich ohnehin schon mit der BRD in einem Kriegsverhältnis befinden, erklären speziell der Pro-NRW den Krieg und haben sie in unsere Kriegsplanung mit aufgenommen. Und so Allah will, werden wir uns an ihnen rächen.”

Dieser Punkt wurde, so wie ich ihn gehört habe, in den Medien teilweise falsch wiedergegeben. Denn dort hörte es sich in dramatischer Weise so an, als ob alle Muslime der BRD den Krieg erklärt haben, bzw erklären sollen. Zu dem ist diese Art der Rhetorik nicht neu, denn man findet sie in einigen der letzten Botschaften der Chouka Brüder.

Den medialen Hype, den diese Audiobotschaft erhalten hat, ist vermutlich dem Umstand der letzten Ereignisse in Bonn und Solingen geschuldet, denn es ist nicht wirklich radikaler oder extremer als die anderen Propagandavideos der beiden Chouka Brüder oder anderer deutscher Jihadisten und diese wurden nur von einigen Zeitungen mit Artikeln bedacht. Dieses neue Video wurde jedoch heute sogar in den Radionachrichten erwähnt.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Ja, wir sind Terroristen” – Abu Ibraheem al-Almani

Am Freitag wurde im al-Shamikh Forum ein neues Video der Islamischen Bewegung Usbekistans veröffentlicht. Das al-Shamikh Forum ist eines der größten und bedeutsamsten jihadistischen Internetforen. Das neue Video trägt den Titel “Ja, wir sind Terroristen”. In einigen deutschen Medien wurde bereits über das Video berichtet, da es am Ende eine explizite Anschlagsdrohung gegen Deutschland enthält. Das Video ist mit einem Standbild des Reichstags hinterlegt, auf welches ein Foto von Abu Ibraheem kopiert wurde,

Zu Beginn des Video geht Abu Ibraheem al-Almani auf die unterschiedliche Verwendung des Begriffes Terrorismus ein. Den für ihn ist es “merkwürdig”, dass die hochgerüsteten Staaten der westlichen Welt, die in Afghanistan einmarschiert seien, den “barfüßigen Taliban, der nicht genügen Geld hat um sein Kalaschnikow-Magazin aufzufüllen” als Terroristen zu bezeichnen. Er bringt noch weitere solcher Besipiele.

“Wir kämpfen wie sie kämpfen. Doch ihr Kampf ist Frieden und unser Kampf ist Terror. Auf beiden Seiten fließt Blut. Doch ihr Blut ist heilig und unser Blut hat auf dem Weltmarkt keinen Wert mehr.”

Im Anschluss daran sagt Abu Ibraheem, dass sie in diesem Kontext Stolz darauf seien von der westlichen Welt als Terroristen bezeichnet zu werden.

“Ja! Ja, wir sin Terroristen! Und wir sin stolz darauf Terroristen zu sein. Wir terrorisieren die Feinde Allahs, die Übertreter, die Unheilstifter. Wir bekämpfen und terrorisieren jeden, der unsere Religion beleidigt und unsere Heiligkeit mit Füßen tritt. […] Die Feinde Allahs reichen im Pyramidensystem bis zu jenen, die die Feinde Allahs auch wählen und auch denen die sie nicht wählten jedoch mit der Wahl oder dem System der Wahl zufrieden sind. Jene gehören auch zu den Feinden Allahs. All diese genießen von uns keine Sicherheit.”

An die von ihm so genannten Feinde des Islams gerichtet, sagt er, dass seiner Meinung nach Islam Krieg bedeutet, Krieg für jeden der ihren Frieden stören würde.

“Es ist uns eine Freude der Schrecken der so genannten Weltmächte zu sein.”

Nach dem er eine Stelle aus dem Koran rezitiert, kommt er zum Schluss, dass sie “vornehme Terroristen” seien, da sie nur den Befehlen Allahs gehorchen würden und sie würden einen “tugendhaften Terror führen”. Die Gründe des Westens für den Krieg wären reine weltliche und materialistische, wohingegen die “Muslime” nur für das Wohlwollen Allahs diesen führen würden.

Im weiteren Verlauf geht er auf Ari U.  ein, dem der erste jihadistische Anschlag in Deutschland gelang. Im März letzten Jahres erschoss er zwei US Soldaten am Frankfurter Flughafen. Abu Ibraheem geht ebenso auf Nidal Malik ein, der im November 2009 13 Menschen auf dem US Stützpunkt Fort Hood erschoss.

“Unser Bruder Arid U. ist ein Mujahid und wir hier in den Bergen sind stolz auf ihn. Wir schauen auf ihn hoch, so wie wir auf die Sterne blicken. Ihm gehört Respekt und jeder Muslim der mit Allah als Herrn und dem Islam als Religion und mit Muhammad (sas) als Propheten zufrieden ist, sollte ihn (Arid U.) respektieren und Allah darum bitten ihm auch so einen Mut zu verleihen, wie Arid, der Mujahid mit dem mutigen Heldenherz.”

Für Abu Ibraheem gibt es keinerlei Diskussion darüber ob die Taten von Arid U. bzw. Nidal Hassan gerechtfertigt war. Das gefährliche an dieser Stelle ist, dass er die Grenzen zwischen dem normalen Gläubigen und einem Terroristen förmlich verschwinden lässt, denn die im Zitat angeführten Kriterien erfüllt jeder gläubige Muslim und könnte sich sich potenziell dadurch angesprochen fühlen.

Es versteht sich fast von selbst, dass er auf Obama eingehen muss, den er als Pharaonen unserer Zeit und als Anführer der Kreuzzüge bezeichnet. Das Bild der Kreuzzüge ist in der jihadistischen Propaganda immer wichtig. So wird in vielen Propaganda Reden oder Schriften der Westen gerne als Kreuzzügler dargestellt.

Er erklärt den Dialog, den angeblich zwischen uns und ihnen gab, für beendet.

“Zwischen uns und euch richtet das Schwert.”

Er ruft die Umma dazu auf zu kämpfen und die Feinde Allahs zu terrorisieren.

“Ich rufe hiermit jeden Mulim auf sich an diesem gesegneten Kampf zu beteiligen. Denn dies ist eine Angelegenheit der gesamten Umma. […] Die Zeit in der wir leben, erwartet von jedem Muslim, das er ein Mujahid ist.”

Dem Gläubigen Muslim würden nur zwei Möglichkeiten bleiben, entweder er würde auswandern, in die Gebiete, in denen der Jihad geführt wird oder er kann sich dazu entschließen den Terror unter den Ungläubigen, also hier im Westen, zu betreiben. Für ihn ist die Auswanderung allerdings die vorzuziehende Alternative, da sie die sichere sei.

“Der einzige Grund, der es dir heute erlaubt unter den Kuffar zu leben ist der Terror fi sabilillah.”

Im Anschluss rechnet er mit den muslimischen Predigern ab, die seiner Meinung nach den Islam nur als Theorie verbreiten würden aber die praktischen Aspekte dabei vergessen würden. Zu dem hätten sie sich von den Mujahideen und dem Jihad distanziert. Dadurch, dass sie sich vom Terror distanziert hätten, hätten sie sich auch vom wahren Islam entfernt.

Seine letzten Worte richtet er an diejenigen, die scih entschlossen haben im Westen zu leben und von dort den Terror auszuüben.

“Denn sie lieben das Leben, wie wir den Tod. […] sicherlich kommst du an Streichhölzer oder du bist im Stande Züge zu entgleisen und wenn du es nicht schaffst, lieber Bruder, sie zu töteten, dann schade ihrer Wirtschaft, zerstör ihre Gebäude und v.a. die staatlichen und die Gebäude, in denen sie das irdirsche Leben genießen, wie beispielsweise die Diskotheken, die Einkaufszentren und die Restaurants. Mach ihre Spaßgesellschaft zu nichte. Erinner sie an die Reichskristallnacht. Und sorg für Schalagzeilen und lass sie in Trauer leben. […] lass deiner Kreativität freien Lauf. Wichtig dabei ist, dass es sichtbar ist. Das deine Tat, eine Tat im Namen des Islams war.

2 Comments

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Der Muster Muslim” – Abu Ibraheem al-Almani – und “Ali der Scharfschütze”

Seit Mitte Oktober hatte die Islamische Bewegung Usbekistans wieder einiges veröffentlicht. So die Englische Übersetzung eines Märtyrervideos, die usbekisch/russische Übersetzung von “Frohe Bothschaft aus Pakistan – Teil 2”, eine Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani für den verstorbenen Anwar al-Awlaqi und ein Schreiben von Um Safiyya mit dem Titel “Einigkeit und Recht und Freiheit”.

Zunächst will ich mich kurz mit dem Märtyrervideo beschäftigen. Es wurde bereits im Sommer auf der Hompage der IMU in einer usbekischen Variante veröffentlicht. Es trägt den Titel “Ali der Scharfschütze” und sei ein weiterer Teil in der Serie über die Märtyrer der IMU. Diese wären ein ein Beispiel für ihren festen Glauben. Es hat eine Märtyreraktion der IMU auf die Bagram Airbase zum Inhalt, die am 19. Mai 2010 stattgefunden haben soll. Laut Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU sollen bei dem Angriff 20 Kämpfer der IMU beteiligt gewesen sein, von denen angeblich  jeder eine Sprenstoffweste trug. Die IMU könne keine Bilder des Angriffs zeigen, da die Medien das Ereignis ignoriert hätten. Der Angriff sei in Kooperation mit verschiedenen Jihad Gruppen organisiert worden.

Wie auch schon in den beiden Märtyrervideos zuvor, wird eine Person herausgehoben, mit der sich der Betrachter identifizieren soll. In diesem Fall Ali, der aus Tadjikistan stammt und 2009, ein Jahr vor dem Angriff auf Bagram, zur IMU stieß. Er sei einer der Anführer der Gruppe gewesen. Im Anschluss werden einige Videos eingespielt, die ihn im Kampfgebiet als Scharfschütze zeigen.

Bevor er nach Pakistan kam, habe er als einfachere Arbeiter in Russland gearbeitet. Dort sei er von einem Kollegen zum Jihad aufgerufen worden. Nachdem dieser aus Pakistan zurück kam, hätten sie ihn gefragt wo er gewesen sei und er antworte an einem Ort, der besser als Mekka sei. Sieh hörten seine Erzählungen über den Jihad in Pakistan voller Faszination, so dass sie ebenfalls die gleiche Erfahrung machen wollten. Er erzählt wie er dem ehemaligen Amir der IMU Muhammad Tahir Farouq den Treueid schwor und wie nahe er diesem stand. Im Anschluss wird lang und breit erläutert, dass er, obwohl er verheiratet war und Kinder hatte trotzdem ein Selbstmordattentat verüben wollte.

Nun will ich mich der Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani auf Anwar al-Awlaqi widmen. Das Video wurde am vergangenen Wochenende auf der Hompage der IMU veröffentlicht. Es trägt den Titel “Der Muster Muslim” und soll somit der beispielhafte Rolle von Anwar al-Awlaqi für die Jihadisten verdeutlichen. Ebenso würde sie ihn das “Vorbild der Gelehrten” nenne und ihn hätte das Beste getroffen, was einen Muslim im Diesseits treffen können, nämlich den Märtyrertod.

Sie wären über den Märtyrertod von Anwar al-Awlaqi nicht erstaunt, denn er hätte sich für die Wahrheit eingesetzt und sei deswegen von den Ungläubigen getötet worden und Allah würde seine Liebling zu sich holen, so Abu Ibraheem al-Almani. Die Biografie von ihm, die mit der des Propheten Musa (Moses) verglichen wird, wäre ein Vorbild für alle Jugendlichen und besonders für diejenigen, die in der westlichen Welt leben würden, denn Anwar al-Awlaqi hätte es geschafft sich von der materiellen Welt zu lösen und sich auf den Weg Gottes zu begeben um den Jihad zu führen.

Abu Ibraheem spielt die Rolle des Todes von Usama b. Laden und Anwar al-Awlaqi herunter, denn nicht die beiden Personen hätten all die Mujahideen rekrutiert sondern die Ideologie des Jihads und auf dessen Weg würde eine neue Generation die Führung übernehmen.

Zum Schluss gibt er ein Hadith wider, in dem der Prophet Muhammad gesagt haben soll

“Die Leute des Jemen, sind die Leute der Weisheit und des Glaubens.”

Damit spielt er auf die jemenitische Herkunft, sowohl von Anwar al-Awlaqi als auch von Usama b. Laden an.

Im letzten Jahr hatte die Carnegei Endowment ein sehr gutes Event über Anwar al-Awlaqi. Die Audiodatei und das Transcript kann man sich auf ihrer Hompage herunter laden.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – Frohe Botschaft aus Pakistan – Teil 2

Die Islamische Bewegung Usbekistan hat am Freitag insgesamt drei neue Videos in den einschlägigen Foren und auf ihrer Homepage online gestellt. Mit einem davon werde ich mich näher auseinandersetzten. Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” sollte laut einem Schreiben der Isamischen Bewegung Usbekistans bereits Ende Juli online gestellt werden, nachdem sich angeblich die Produktion verzögerte, da sie Computer Probleme hatten – siehe ihr Statement “Fiese Harddisk”.

Allerdings wurde es nun so wie die beiden anderen auch erst am Freitag publiziert, kurz nach dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Einige Teile von dem hier zu besprechenden Video und “Ghazwa ul-Hind” ähneln sich stark. Es wurden zumindest die Bilder von ein und dem selben Überfall der Islamischen Bewegung Usbekistans auf einen Konvoi der pakistanischen Armee verwendet. In beiden Videos wird das Hauptaugenmerk auf ein Hadith des Propheten Muhammad gelegt. Nach dem Hadith sei der Kampf um das Gebiet, dass man damals mit al-Hind bezeichnete, ein größerer Verdienst, als der Kampf um andere Gebiete. Al-Hind umfasse das heutige Pakistan, Kashmir, Indien, Nepal, Buthan, Bangladesch, Sri Lanka und die Maledieven. Somit lässt sich damit gut um neue Rekruten für den Jihad in Pakistan werben.

Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” beginnt mit Bildern verschiedener Aktionen gegen die pakistanische Armee. Über diese Bilder werden Interviewschnipsel gelegt. So sagt am Anfang Hakeemullah Mehsud Anführer der TTP (Pakistanische Taliban), dass die demokratische Regierung Pakistans nach unislamischen Prinzipien regieren würde. Kommandeur Jihad Jarr bekräftigt seine Freude über die Gebiets gewinne der Mujahideen und ärgert sich, dass die Medien nicht darüber berichten bzw. die Erfolge vertuschen. Diese wären nur durch die Einheit der Muhajireen und den Ansar möglich gewesen. Die beiden Begriffe gehen auf die Zeit des Propheten Muhammad zurück. Mit den Muhajireen wurden diejenigen bezeichnet, die gemeinsam mit Muhammad nach Medina auswanderten (Hijra). Dort wurden sie von einem Teil der lokalen Bevölkerung Unterstützt, den sogenannten Helfern (arab. Ansar). Im jihadistischen Kontext werden die als Muhajireen bezeichnet, die aus ihren Heimatländern “auswandern” um aktiv am Jihad teilzunehmen und die Bevölkerung der jeweiligen Länder, die den Jihadisten helfen als Ansar.

Desweiteren lässt man am Anfang noch Quari Hussain zu Wort kommen, er ist ein Mitbegründer der TTP. Er beschwört die Mujahidden sich nicht von Medien einreden zu lassen, dass sie kurz vor einer Niederlage stehen würden. Denn zur Zeit würden sie nur Racheaktionen gegen die Pakistaner durchführen, aber in naher Zukunft würde der Jihad erst richtig anfangen und man werde ihn ins pakistanische Kernland tragen. Hier finden sich auch wieder Anspielungen auf al-Hind. Er zitiert einen Ausspruch Muhammads, nach dem ein Heer aus Khorasan kommen werde und al-Hind erobern würde.

Nach diesem Anfang beginnt der eigentliche Film “Frohe Botschaft aus Pakistan”. In Abschnitte eingeteilt wird dem Zuschauer erklärt warum der Jihad gegen Pakistan ebenso eine allgemeine Pflicht für jeden Muslim sei wie der in Afghanistan oder dem Irak. Zum einen werden Interviews geführt “mit einigen der Größen des Jihads in Pakistan” so wie sie es nennen und sie zeigen ihre Sicht der Geschichte der Ereignisse von 2002 bis zur Eskalation durch die Operation Kaloosha 2004 und wie dadurch ihrer Meinung nach der Jihad gegen Pakistan unabdingbar geworden wäre.

Der erste Geschichtsteil fängt an in dem sie kurz zusammenfassen,über welche geschichtlichen Zusammenhänge sie die Zuschauer im 1 Teil der Serie informiert hätten. Zum Beispiel wie die Mujahideen der IMU auf ihrer Flucht aus Afghanistan nach Süd-Waziristan (Wana) gelangt seien. Die Ereigniss und der Kampf gegen die US-Truppen, die schließlich zur Flucht der IMU nach Pakistan führten, werden von ihrem ehemaligen Amir Muhammad Taher Farooq geschildert. Hakeemullah Mehsud lobt die IMU und deren Amir, dafür dass sie die letzte Schalcht gegen die Amerikaner in Afghanistan in Shaykot geschlagen hätten. Vor dieser hätten sie ihre Familien nach Wana geschickt um sie in Sicherheit zu wissen. Dort hätten die Familien versteckt leben müssen. Bei der Schlacht um Shykot wäre ca. 70 Anhänger der IMU gestorben. Wegen der großen Verluste wären der Rest der IMU dazu gezwungen gewesen sich ebenfalls nach Pakistan zurückzuziehen. Anfangs hätten sie nicht im Sinn gehabt gegen die pakistanische Armee zu kämpfen. Denn durch ihren Rückzug nach Wana wollten sie ihre Verletzten pflegen können und neue Kräfte sammeln um sich erneut ihrem Hauptfeind entgegenstellen zu können. Zu der damaligen Zeit seien das noch “die Amerikaner und Kreuzzügler in Afghanistan” gewesen. Sie hätten jedoch erkannt, dass es ihre Pflicht sei die einheimische Bevölkerung zum “wahren Islam” aufzurufen. Dieser beinhaltet nach dem Verständnis der IMU selbstverständlich auch den Jihad. Ihre Ideen wären bei den Ansar auf fruchtbaren Boden gefallen sagt Mounir Chouka (Abu Adam). In der Zeit von 2002, nachdem sie sich in Wana angesiedelt hatten bis 2004, nach ihrer erneuten Flucht, dieses mal von Wana nach Nord-Waziristan, hätten sie laut Aussagen von Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU, 40 große Operationen in Afghanistan durchgeführt.

Die Islamische Bewegung Usbekistans hätte in Pakistan aber nicht nur die Ansar vorgefunden, deren Hilfsbereitschaft wichtig für sie gewesen war, sondern auch einen Feind. Denn die pakistanische Regierung und die Armee wären ihnen feindlich gesinnt gewesen. Allerdings sei es der Glauben der Mujahideen, das sowohl Pakistan als auch die Stammesgebiete nur Gott gehören und somit sei es rechtens, dass sich die IMU mit ihren Familien dort niederließ um den Islam und die Sharia’ nach ihrem Verständnis auszuleben. Die pakistanische Regierung konnte und wollte solch ein Verhalten auf ihrem Territorium nicht dulden. So wollte sie, wie es das Video darstellt, die Mujahideen mit allen Mitteln vom Weg des Jihad abbringen. Die Armee führte angeblich 70 Razzien durch. Vor diesen hätten sich die Anhänger der IMU aus den Dörfern zurückgezogen, um einer Konfrontation mit der pakistanischen Armee zu entgehen. Diese Ereignisse schilder Mufti Abu Zarr Pakistani – der Sharia’ Beauftragte der IMU – in recht dramatischer Weise.

Der Wende im Verhalten der IMU gegenüber dem pakistanischem Staat sei nach einer Militär Aktion gewesen. Bei dieser hätte die pakistanische Armee eine Sitzung gestürmt und dabei unter anderem zwei bekannte Mujahideen getötet, Abu Muhammad al Turkistani und Abu Abdalrahman al-Kanadi. Zudem hätte die Regierung vermehrt Mujahideen festgenommen und sie an die USA ausgeliefert. Durch diesen stetig wachsenden Druck wäre die IMU zu einer Aktion gezwungen gewesen. So hätte die IMU zusammen mit den pakistanischen Ansar durch eine Shura beschlossen, dem pakistanischen Staat den Jihad zu erklären. Der Amir der IMU Muhammad Taher Tarooq hätte die Entscheidung auch öffentlich erklärt.

Der IMU fällt es nicht sonderlich schwer Argumente zu finden, die den Jihad gegen Pakistan legitimieren. So würde die pakistanische Bevölkerung darin gehindert den wahren islamischen Glauben zu lernen. Wenn überhaupt würden sie ihn nur aus Büchern kennen. Zu dem wäre die pakistanische Regierung sofort an die Seite der USA gesprungen, nachdem diese den Krieg in Afghanistan begonnen hätte. Abu Adam schildert einige militärische Aktionen Seitens der Pakistaner gegen die Mujahideen, bei denen sie, nach dessen Angaben, mehrere Märkte bombadiert hätten. Im Anschluß werden sehr drastische Bilder der angeblichen Opfer gezeigt. Er führt weiter aus, dass die Gewalt Pakistans gegen die Mujahideen nicht erst vor kurzem begonnen hätte, sondern bereits seit dem Jihad gegen die Soviets in vollem Gange sei. So hätte Pakistan angeblich bei der Ermordung Abdallah Azzams und bei der Verhaftung Abu Musab al-Suris geholfen und letzteren an die USA ausgeliefert. Darauf werden einige kurze Videos eingeblendet in denen man vermutlich pakistansiche Gefangene sieht wie sie misshandelt werden. Als einen weiteren Beweis für Pakistans Brutalität führen sie die Ereignisse der Stürmung der Lal Masjid  in Islamabad 2007 an.

Für die IMU steht ebenfalls fest, dass die pakistanische Regierung hinter der Ermordung von Nizamuddin Shamzai steht. Er hatte die Angriffe Pakistans auf die Muhajireen und die Ansar für unrechtmäßig gefunden und in einem Rechtsgutachten erlassen, dass für die pakistanischen Soldaten, die bei diesen Angriffen sterben, nicht das islamische Totengebet gesprochen werden dürfte. Als “letztes Verbrechen” Pakistans nennen sie einen Vorfall vom 19. Mai 2011, das sie höchst dramatisiert schildern.

Auf Grund all dessen hätten sich die Muhajireen und die Ansar dazu entschieden, gemeinsam den Jihad gegen Pakistan zu erklären. Dies hätte am 19. März 2003 stattgefunden und einige der Ansar schworen dem Amri der IMU die Treue. Ein Treuschwur aus dem Video lautet wie folgt:

“Uthman Adil: Wir leisten dir den Treueid, für das Erhöhen des Wortes Allahs und für den Tod auf Allahs Weg.”

Im Anschluss an die Bilder dieser Nacht, lässt man wieder den Anführer der TTP zu Wort kommen, der bestätigt, dass es der Verdienst der IMU gewesen sei den Jihad auch nach Pakistan zu bringen.

Damit endet der geschichtliche Teil, der vor allem dadurch interessant ist, dass die IMU die Ereignisse aus ihrer Sicht erzählt. Im weiteren Verlauf des Videos beschreiben sie die Lebenslauf von Abbas Mansour und Quari Hussain sowie deren Aufgaben in ihren jeweiligen Jihad Gruppen.

Im Anschluss daran kommt wieder Hakeemullah Mehsud zu Wort. Dessen Aussage finde ich ist eine der wohl interessantesten im ganzen Video. Insbesondere für uns westliche Beobachter. Denn er erklärt, dass die verschiedenen Organisationen nicht voneinander zu unterscheiden seien.

“Wie bereits gesagt, haben die TTP und die IMU eine starke Beziehung. Wenn ein fremder hier ankommt, kann er kaum einen Unterschied zwischen uns beiden Bewegungen erkennen. Er schafft es nicht zu unterscheiden wer zur TTP gehört und wer zur IMU. Und diese Namen die ihr kennt wie TTP und IMU, dass sind nur Namen zur Erkennung. Aber unsere Jama’a (Gemeinschaft) ist eine. […]”

Dann würd nochmal der angebliche Vorzug des Jihads von Pakistans mit dem bereits oben erwähnten Argument bekräftigt.

Das Video endet mit Bildern einer Operation der IMU gegen die pakistanische Armee. Diese sei im April 2011 “hochmütig durch das Gebiet Watcho Chora stolziert“. Bei dieser Aktion seien sie sehr erfolgreich gewesen.

Abu Adam führt noch aus, dass es für die Mujahideen nicht nur ein Kampf um ein Stück Land sei, sondern um einen Platz im Paradies gehe. Er bezeichnet den Tod eines Jihadisten als “die Krönung einer jeden Seele”.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Der afghanische Blitz” – Abu Ibraheem al-Almani

In der letzten Woche sind vier neue  Videos der Islamischen Bewegung Usbekistans veröffentlicht worden. Zwei sind auf russisch und jeweils eins ist auf usbekisch und deutsch. Mit dem deutschsprachigen Video werde ich mich heute etwas näher beschäftigen.

Das nur etwas mehr als acht Minuten lange Video, ist eine Märtyrerbekundung für einen in Deutschland aufgewachsenen Jihadisten, afghanischer Herkunft. Laut Abu Ibraheem al-Almani ist das Video auf den 16. April dieses Jahres datiert.

Abu Ibraheem beginnt seine Ansprache, in dem er besonders “seine Geschwister in Essen grüßt”. Denn dort ist Miqdaad, um den es in diesem Video geht, aufgewachsen. Diese Art, mit jedem Video, eine bestimmte Gruppe anzusprechen, wird in den letzten Video der IMU immer häufiger praktiziert. So widmete er eines “seinen Geschwistern in Bonn”. Dort wuchsen Abu Ibraheem und sein Bruder auf. Miqdaad sei von Gott aus den Reihen der Muslime in Essen zum Mujahid auserwählt worden. Noch vor kurzem hätten sie zusammen gebetet und er wäre ohne aufzufallen durch Essen spaziert. Nach seinem Märtyrertod würde er nun im Paradies sitzen und “die Karawane der Märtyrer” hätte ein neues Mitglied.

Nun wird eine kurze Videobotschaft von Miqdaad eingeblendet. In ihr grüßt er alle Geschwister und bedankt sich bei Gott, dass er vor kurzem nach Afghanistan und Pakistan gekommen sei, “um gegen die Deutschen und die NATO zu kämpfen”. Dann ruft er noch dazu auf sich den Mujahideen anzuschließen, denn dies sei der Weg des Propheten Muhammad.

Miqdaad sei erst vor kurzem (November 2010) in Waziristan angekommen und habe sofort den Wunsch geäußert, nach Kunduz geschickt zu werden, um gegen die Deutschen zu kämpfen, da er “die Verbrechen der Deutschen” nicht mehr länger tatenlos ertragen könne, nach dem er von Gott auf den Weg des Jihad geführt wurde. Abu Ibraheem erwähnt, dass Miqdaad ursprünglich Afghane sei und dass sich seit Jahrzehnten Besatzungsmächte in seinem Land  befänden.

“An diesem gewaltigen Verbrechen haben die Deutschen eine der Führungspositionen eingenommen.”

Deshalb solle man sich nicht wundern, wenn der Afghane Miqdaad den Wunsch äußerte, “dass er unbedingt Deutsche töten wolle”.

Darauf richtet Abu Ibraheem sich nocheinmal an seine “afghanischen Geschwister, die in Deutschland leben”. Der Kampf würde sich in ihrem Land befinden, aber sie hätten dem Schlachtfeld den Rücken zugekehrt und würden sich nur um das Diesseits sorgen. Der Jihad würde sie nich benötigen. Denn an ihrer Stelle hätte Gott andere nach Afghanistan geschickt, zum Beispiel Marokkaner wie die Chouka Brüder. Als Ausrede würden sie meist die “extrem radikalen Taliban” nennen. Durch solchen Aussagen “würden ihre Zungen den Medien der Kufar ähneln“. Auf Grund seiner eigenen Erfahrungen – er lebe seit über drei Jahren mit den Taliban, beschreibt Abu Ibraheem die Taliban wie folgt:

“extrem liebenden, freundlichen, netten, tugendhaften und mit selbstlosigkeit handelnden Taliban. Das sind die Taliban. Sie streben Allahs Zufriedenheit an und kämpfen gegen die Feinde des Islams, damit Allahs Wort das höchste ist.”

Währenddessen würden die Muslime, die nicht in den Jihad gezogen seien, den Deutschen schmeicheln und die Kleider der Unterdrückung tragen.

Zum Schluss des Videos wird kurz die “Jihad Karriere” von Miqdaad skizziert. Er sei im November 2010 nach Waziristan gekommen und habe mit den Mujahideen das islamische Opferfest verbracht. Im Januar 2011 habe er ein Trainingslager durchlaufen und seine Reise in den Norden Afghanistans angetreten. Am 20. März sei er in der Provinz Baghlan, bei einem Gefecht gegen amerikanische Soldaten gestorben. Da er nur kurz mit den Mujahideen zusammen gelebt hätte, bekam er den Beinamen, “der afghanische Blitz”.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Der kompromisslose Bräutigam” – Abu Ibraheem al-Almani

Gestern ist ein neues Video der “Islamischen Bewegung Usbekistans” im Internet erschienen. In ihm wird der Tod eines deutschen Jihadisten bekanntgegeben, der bereits vor einigen Monaten bei einem Angriff auf einen CIA Posten in Kunduz, ein Selbstmordattentat begangen haben soll. Der gestorbene Jihadist soll Farouq al-Almani heißen und vor ca. einem Jahr in das afghanisch pakistanische Grenzgebiet gekommen sein. Er war laut Angaben der IMU 21 Jahre alt.

Das Video trägt den Titel “Der kompromisslose Bräutigam” – das symbolhafte Bild der Hochzeit, das schon im Titel erscheint, wird wieder aufgegriffen, wenn die Bombenwesten, als “an den Körper geschnallte Brautgabe” bezeichnet wird.

Abu Ibraheem beginnt das Video mit den üblichen religiösen Begrüßungsfloskeln. Dabei grüßt er seine “Geschwister in Deutschland und ganz besonders die in Bonn”. Die beiden Chouka Brüder (Abu Ibraheem und Abu Adam) stammen beide aus Bonn. Somit will er alte Weggefährten direkt ansprechen, damit sie ebenfalls auswandern. In letzter Zeit scheinen die Propagandavideos der IMU ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, da einige deutsche Jihadisten sich auf den Weg nach Pakistan bzw.  Afghanistan gemacht haben – in den deutschen Medien wurde zum Beispiel bereits von der “Hamburger Reisegruppe” gesprochen.

Er nennt das Datum, an dem das Video aufgezeichnet wurde, 14. März 2011 und beschreibt kurz die Lage des Jihads in Afghanistan. Dieser sei, so Abu Ibraheem, zur Zeit sehr erfolgreich und “der Sieg und die Einführung der Scharia würden immer näher rücken“.

Dann wendet er sich dem eigentlichen Thema des Videos zu, nämlich dem Tod von Farouq al-Almani, der bereits vor einigen Monaten an der, oben genannten, “Märtyreroperation” teilgenommen hätte und gestorben sei. Dies sei eine glückliche Nachricht für die islamische Ummah und so beglückwunscht Abu Ibraheem sie auch, zum Märtyrertod eines deutschen Jihadisten. Bis jetzt gab es noch nicht viele deutsche Selbstmordattentäter in Afghanistan.

Farouq al-Almani hätte sich mit der Märtyreroperation einen Traum erfüllt und sei aus Deutschland “ausgewandert, um seinen Herrn (Gott) zu treffen”. Damit hätte er auf die Hilferufe seiner Geschwister geantwortet. An dieser Stelle, finde ich interessant, dass Abu Ibraheem sagt, dass durch den Tod Farouqs ihr Glaube gestärkt worden sei, der tagtäglich bekämpft würde. Mit ihrem Glauben stülpt er dem gesamten Islam die radikale Auslegung der Salafiyya-Jihadiyya über.

Wenn wir (“die Feinde”) Farouq al-Almani kennen würden, würden wir ihn nicht als Terroristen bezeichnen, da er ein so besonderer Mensch mit edelen Eigenschaften gewesen sei. In dieser Art und Weise wird oft von verstorbenen Jihadisten geredet (siehe hier).

Bei dem Angriff auf eine CIA Station in Kunduz seien noch zwei Russen aus Dagestan und ein Afghane beteiligt gewesen. Sie hätten nacheinander ihre Bombenwesten gezündet, doch als Farouq an der Reihe gewesen wäre, waren angeblich schon alle Tod, so dass dieser sich unter einer Leiche versteckt hätte um auf die ankommenden Hilfskräfte zu warten.

Es wird ein kurzes Video eingespielt, in dem sich Farouq an den Zuschauer wendet. Er beschwert sich, dass einige (viele) Muslime ihrer “Pflicht” nicht nach kommen würden und nicht in den Jihad ziehen, sondern zu Hause sitzen bleiben. Denn so habe er in Afghanistan gesehen, sei der Jihad eine allgemeine Pflicht für jeden Muslim. Denn wenn man in der Lage dazu sei, müsse man dies tun. Er betrachtet den Jihad als einen integralen Bestandteil des Islams und versteht nicht warum die deutschen Muslime dies nicht so sehen.

Dann spricht wieder Abu Ibraheem und versucht unser westliches Wertesystem zu diskreditieren, denn wenn wir es für die Wahrheit halten würden, so fragt er, wo die Märtyrer seien, die bereit wären dafür zu sterben. Hierfür bringt er im Folgenden noch einige Koranzitate.

Durch die verstärkte Medienoffensive in letzter Zeit, vor allem von Seiten der IMU, versuchen die Jihadisten, ganz gezielt in Deutschland neue Anhänger zu finden und zu rekrutieren. Was mich bei der ganzen Entwicklung beunruhigt, ist dass die Videos und Statements qualitative immer besser werden und in immer kürzen Abständen erscheinen. In ihnen werden eigentlich immer potentielle “Auswanderer” angesprochen und dazu aufgefordert sich aktiv am Jihad in Afghanistan und Pakistan zu beteiligen.

1 Comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans