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IMU – “Böses Vaterland” – Abu Adam

Titelbild des neuen IMU Videos "Böses Vaterland"Heute ist im AMEF eines neues Video der Islamischen Bewegung Usbekistans erschienen. Es trägt den Titel “Böses Vaterland”. Als Redner tritt mal wieder Abu Adam al-Almani in Erscheinung. Bevor ich mich jedoch dem Video im Detail widme, möchte ich kurz auf die heutige Verurteilung von Arid U., der vor gut einem Jahr ein Attentat auf amerikanische Soldaten am Frankfurter Flughafen verübte (einige Statements jihadistischer Websites fasste ich damals zusammen, siehe hier).

In allen Beiträgen, die ich heute im Laufe des Tages über die Verurteilung gehört oder gelesen habe, wurde immer wieder betont, dass die Radikalisierung von Arid U., das besondere gewesen sei. Er hatte nie eine so genanntes “Terrorcamp” besucht, also auch keinerlei militärische Ausbildung erhalten. Er radikalisierte sich alleine vor seinem PC. Exakt dies erhoffen und beabsichtigen Organisationen wie die IMU mit ihrer Propaganda (siehe hier). In der Literatur wird dieses Phänomen gerne als der einsame Wolf umschrieben. Denn den Organisationen ist bewusst, dass es für sie enorm umständlich, wenn nich unmöglich ist, die Jugendlichen, die sie zum Beispiel in Deutschland, durch ihre Propaganda rekrutieren, nach einer militärischen Ausbildung wieder in ihre Heimatländer zurück zu schicken, um dort einen Anschlag zu verüben, insebesondere nach 9/11 ist diese Taktik erschwert worden.

So hoffen sie, dass sich durch ihre Propaganda einzelne direkt angesprochen fühlen und von sich selbst aus auf die Idee kommen einen Anschlag zu verüben. In diesem Zusammenhang sei zum Beispiel auf das Online-Magazin Inspire hingewiesen, in dem Tipps für den Bombenbau in der heimischen Küche zu finden waren, oder wie man sein Auto zur Mordmaschine umbauen kann. Somit gibt es eine gefährliche Verquikung der unterschiedlichen Inhalte, die man üblicher Weise in jihadistischen Foren findet.

Arid U. soll auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen, direkt vor dem Attentat, das Nasheed “Mutter bleibe Standhaft” gehört haben (siehe hier). Dieses Nasheed ist einem gleichnamigen IMU Video entnommen. Der Autor des oben angegeben FR Artikels macht sich zwar fast lächerlich über den Titel und die Vortragsweise des Nasheeds. allerdings wird meiner Meinung durch solch ein Verhalten, welches leider allzu häufig in den Medien anzutreffen ist, eine Diskussion über die Gefahr jihadistischer Internetpropaganda im Keim erstickt. Wobei ich finde, dass genau darüber diskutiert werden sollte.

Nun wende ich mich aber dem neuen Video der IMU zu. Wie bereits oben erwähnt, trägt es den Titel “Böses Vaterland” und ist eine Art Abrechnung von Abu Adam al-Almani mit Deutschland. Aufgenommen wurde es wohl am 13. Dezember 2011 in Waziristan. Nach anfänglichen Auschnitten aus einer ZDF Doku hält Abu Adam einen Vortrag. Er sitzt in einem Sessel in einer Art Rosengarten und während des gesamten Videos kann man im Hintergrund Kindergeschrei hören. Im Gegensatz zu den meisten vorangegangenen Videos wirkt die Szenerie recht idyllisch – vielleicht sogar etwas gestellt.

Am Anfang des Videos werden aus der ZDF Doku Bilder von diversen jihadistischen Anschlägen gezeigt, so zum Beispiel die von Madrid und London. im Anschlusss daran werden aus derselben Doku Interviews mit deutschen Politikern eingespielt, in denen sie Position zum so genannten “War on Terror” beziehen.

Als Abu Adam vor ca. fünf Jahren noch in Deutschland gelebt habe, hätte kaum einer gewusst welche Rolle Deutschland in eben diesem Krieg gespielt hätte. Selbst einige islamische Gelehrte seien damals der Meinung gewesen, dass man Deutschland nicht als Feindesland und legitimes Angiffsziel betrachten dürfte. Der Fehler dieser Aussauge sei ihm, Abu Adam, mittlerweile allerdings klar geworden und nun wüsste er sehr genau wen er zu den Feinden zählen müsste.

Ein immer wiederkehrendes Motiv im Vortrag von Abu Adam, ist dass des Holocaust. Denn dieser würde seiner Meinung nach noch immer das Denken und die Handlungen der Deutschen bestimmen. So würde auch ein gewisser Teil der Steuern direkt an die Juden fließen, erklärt er.  An einer späteren Stelle behauptet er, die deutsche Politiker und politischen Führungskräfte würden für die Juden arbeit. Für mich sind hier sehr starke Anklänge der von Jihadisten überall gewitterten zionistischen Weltverschwörung alá “die Protokolle der Weisen von Zion”.

Die immer wieder auftauchende Doku des ZDF wird von ihm als ein Beitrag des deutschen Verfassungsschutzes zur Manipulierung der Bevölkerung betrachtet.  Er behauptet zu dem, dass die Deutschen sich als Amerikaner verkleidet an illegalen Verhören beteiligten. Dies hätten ihm Neuankömmlinge erzählt, die auf ihrem Weg nach Waziristan von den pakistanischen Behörden verhaftet wurden und bei deren Verhören Deutsche zugegen gewesen seien.

Das eigentlich Interessante kommt zum Schluss des Videos. Wegen der wirklichen Rolle, die Deutschland im Krieg gegen die islamische Welt eingenommen hätte, die so Abu Adam nichts mit humanitärer Hilfe zu tun hätte, müsste Deutschland mit Anschlägen von Jihadisten rechnen. Zum einen als Rache und als eine Lektion, so sagt er. Er stellt die rhetorische Frage, warum die Muslime in Angst und Schrecken leben sollte, die Deutschen aber nicht.

“Es muss und wird – so Allah will – in Deutschland eine Serie von Anschlägen, auch gegen das Volk geben”

Dieser Satz ist die eigentliche und wirkliche Drohung. Für sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Jihad auch nach Deutschland kommen wird. Selbst der geplante Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan könnte daran nichts mehr ändern und sei kein Grund den Kampf zu beenden.

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IMU – Unser Weg zur IMU – Abu Ibraheem al-Almani

Gestern ist mal wieder ein Schreiben der Islamischen Bewegung Usbekistans (IMU) im Internet, mit dem Titel – Unser Weg zur IMU – erschienen. Als Verfasser wird Abu Ibraheem al-Almani (Yassin Chouka) genannt. Abu Ibraheem ist vor vier Jahren, zusammen mit seinem Bruder Abu Adam (Mounir Chouka) zuerst in den Jemen und dann nach Afghanistan/Pakistan “ausgewandert” um dort gegen die Besatzung Afghanistans, durch die ISAF Truppen, zu kämpfen.

In diesem Schreiben erzählt Abu Ibraheem wie sie nach Pakistan kamen und warum genau sie sich der IMU anschlossen und nicht einer anderen Gruppierung.

Die beiden Brüder sind seit dem sie in Pakistan sind, sehr stark in der Porpagandaarbeit aktiv. Wobei Abu Adam dabei meistens immer etwas mehr im Licht der Öffentlichkeit steht und auch er meistens nur in den deutschen Medien Erwähnung findet. Allerdings hat auch Abu Ibraheem schon einige Videos und Schreiben veröffentlicht, die aber leider gerade von Wissenschaftlern nicht sonderlich beachtet werden.

Das Schreiben beginnt mit den üblichen Zitaten aus dem Koran und aus den Ahadith. Angeblich, so Abu Ibraheem, hätten sie über ihre Internetseite viele Fragen erreicht. Dasselbe sagte schon sein Bruder Abu Adam vor einem Monat (hier). Die meisten dieser Fragen hätten den Inhalt, warum sie sich der IMU angeschlossen haben. Doch bevor er darauf eingeht, betont er, dass es nur einen Gemeinschaft innerhalb des Islams gibt, die die Wahre ist. Dies ist natürlich die, der er sich angeschlossen hat, nämlich Ahlu-Sunnah wal Jamma3a außerdem ist es seiner Meinung Pflicht für jeden Muslim, auszuwandern und sich dem Jihad anzuschließen:

“nur diejenigen sich so nennen dürfen, die nach Quran und Sunnah handeln und somit auch den in diesen beiden Quellen erwähnten Jihad unseres geliebten Propheten (a.s.s.) praktizieren. Al-hamdulilläh leben wir in einer goldenen Zeit, in der man auf jedem Kontinent die Ahlu-Sunnah wal Jama3a vorfinden kann. Und abgesehen von den Ländern in denen der Jihad geführt wird, findet man heutzutage al-hamdulilläh sogar in jedem Land und in jeder Stadt auf der Welt Gleichgesinnte, die diesen richtigen Manhadsch verstanden und verinnerlicht haben, ihn mit Wort und Tat unterstützen und einen Weg zu den Mujahedeen suchen.”

Ihre “Jihad-Geschichte” beginnt damit, dass sie “rechtgeleitet” wurden. Bereits nach kurzer Zeit soll ihnen bewusst gewesen sein, dass sie auswandern müssen, um sich einer der “wahren” Gemeinschaften anzuschließen. Bereits in Bonn, wo sie aufwuchsen, sei ihnen bekannt gewesen, dass es keinen Unterschied zwischen den Nationen gebe. Aber erst mit ihrer Annahme des “wahren Islams” lernten sie, dass der Islam keinen Unterschied zwischen den Nationen macht, sondern nur in der Art und Weise des Glaubens, die Menschen unterscheidet.

“Bereits in unserer vorislamischen Zeit brachte man uns bei und war es in unseren Kreisen strengstens verpönt,  einen Unterschied zwischen den verschiedenen Nationen zu machen. So lebten wir u.a. mit Deutschen, Bosniern,  Türken, Somaliern, Arabern, Srilankanern, Portugiesen und Polen zusammen und machten keinen  Unterschied zwischen ihnen. Als Allah (t.) uns dann rechtleitete, lehrte uns der Islam dann gänzlich, dass es im Islam keine Grenzen gibt und der Beste unter den Menschen der Gottesfürchtigste ist.”

Sie wollten in ein Land auswandern, in dem der Jihad geführt wird, um am Jüngsten Tag, “ihren Beitrag vorweisen zu können”. Bei der Auswahl ihres Zieles seien sie nicht sonderlich wählerisch gewesen. Sie wollten nur Aktiv am Jihad teilnehemen und ob das in Palästina oder Somalia sei, wäre unwichtig. Nachdem sie Deutschland verlassen hatten, war die erste Station der Reise der Jemen.

Einige Monate, nachdem sie im Jemen ankamen, schlossen sie sich einer Gemeinschaft im Hadramout an, die al-Murabitoon heißt und so Abu Ibraheem, Seite an Seite mit al-Qaeda gegen die jemenitische Regierung kämpft.

“Anschläge auf die amerikanische Botschaft, Anschläge auf den Palast des Präsidenten, Operationen auf  militärische Stützpunkte- und Polizeipräsidien und Ghanima-Überfälle. Der Jihad im Jemen begann und mein  Bruder und ich waren unerwartet mitten drin statt nur dabei.”

Während ihrer Zeit im Jemen hätten sie Kontakt gehabt zu Anwar al-Awlaqi, von dem sie viel profitiert hätten. Er nennt al-Awlaqi “unseren Freund” und sagt, dass er mit dem Geld, das er durch seine Honigfarm verdient, den Jihad in allen möglichen Ländern unterstützt und Leute nach Somalia, Afghanistan und in den Irak schicke. Einer von al-Awlaqis Getreuen, hätten ihnen dann geraten weiter nach Afghanistan zu reisen, da der Jemen zu dieser Zeit nicht sicher genug für die Muhajereen wäre. Zudem hätten sie gute Chancen sicher nach Afghanistan zu kommen, wegen ihrer deutschen Reisepässe.

Alles in allem hätte ihre Reise nach Afghanistan einen Monat gedauert, wobei diese “sehr professionell organisiert” gewesen sei. In den Zwischenstationen wären sie gut betreut worden und hätten immer wieder neue Reisedokumente bekommen. Kurz bevor sie am Ziel ihrer Reise ankamen, erfuhren sie, dass sie auf dem Weg zur IMU waren, die sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Ihnen wurden Videos vorgespielt und ihr Reisebegleiter schwärmte von der IMU. Ihre eigentliche Entscheidung für IMU, sei laut abu Ibraheem die logische Konsequenz gewesen. Denn sie hätten Allah immer darum gebeten am Jihad teilzunehmen und zwar egal welche Arbeit sie dabei verrichten würden. So hätten sie Angst gehabt, dass Gott sie auf die Probe stellt und sie wirklich dazu bereit wären.

“Denn schliesslich sind wir nicht herausgegangen, um Usama zu treffen, oder um zu sagen, ich gehöre zu Usamas Al-Qaida. Und wir sind auch nicht herausgegangen, um uns einer arabischen oder deutschen Jama3a  anzuschließen. Der Grund für unser Rausgehen war es, unseren Beitrag zu leisten in der Angelegenheit der Ummah und um zu kämpfen, damit Allahs Wort das Höchste ist. Der Grund für unser Rausgehen war also “La ilaha illa’ALLAH Muhammadan raassoulu Allah“. Und so war es die Angst vor der falschen Absicht, die uns zu der Entscheidung bewegte, unter der IBU zu kämpfen, die ebenfalls im Dienste der Ummah steht und für “La ilaha illa’ALLAH“ kämpft.”

Nach nun drei Jahren, die sie in den Reihen der IMU verbracht hätten, würden sie sich in ihrer Entscheidung bestätigt sehen, sich der IMU anzuschließen. Abu Ibraheem sieht in der IMU einer der stärksten Bewegungen innerhalb des Jihad in Pakistan und mittlerweile seien mehr als 20 Nationen in ihr vertreten. Ihre Ziele seien, nach wie vor:

“Im Dienste der muslimischen Ummah, im Kampf gegen die Unterdrückung einen islamischen Staat zu gründen und die Barmherzigkeit des Islams an die Menschheit zu bringen.”

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Loyalty to the Believers by Abu Zubair Adel b. Abdullah al-Abab

Im Juni erschien ein Audiovortrag von Abu Zubair Adel b. Abdullah al-Abab in den einschlägigen Foren mit dem den Titel al-Wala’ li-l-Mu’mimeen (Loyalität für die Gläubigen). Allerdings kann man die Gläubigen, bei der Intention des Vortrags, auch gut durch Mujahideen ersetzen.

Da der Vortrag mit dem Thema genau in mein Interessengebiet passt werde ich jetzt hier ein wenig darüber posten.

Der Vortrag fängt an, in dem Abu Zubair Adel b. Abdullah al-Abba das Glaubensprinzip von al-Wala’ wa-l-Bara’ zu einer Säule des Islams erklärt und das derjenige, der nicht sein Leben danach ausrichte kein Muslim sein könne, den es sei eine Bedingung für den “richtigen Glauben”. Als Beleg dafür zitiert er einige Koranverse ( z.B. 5,80/81).

Nach den Koranzitaten, zählt er auf zu wem man al-Wala’ (Loyalität) ausüben sollte, natürlich sollte dies nicht wegen des Geldes oder anderer materieller Dinge geschehen. Zu aller erst muss man Gott und Muhammad gegenüber loyal sein. Dann denjenigen gegenüber, die an Gott glauben und nur ihn alleine anbeten sowie den Koran als einzige Handlungsanweisung betrachten und der Schari’a durchsetzten wollen usw. Hier werden also genau die Merkmale aufgezählt die aus Sicht der Salafiyya-Jihadiyya einen “guten Gläubigen” ausmachen. Die Drohung vor der Strafe im Jenseints darf natürlich nicht fehlen.

“Our loyalty is for the believer, who has rejected the democracy that deifies mankind and resists being ruled by Allah alone. So he who fought the democratic program which is contrary to the Quran and Sunnah, we will befriend him, support and love him, put our hand in his hand, open our hearts and homes and extend to him our
hands; because he is saving the women and children of the Muslims, and frees the holy places from the hands of the Crusaders. We befriend the believer who rejects the plots of Jews, Christians and their stooges in the occupation of Muslim lands and control of the oil in the Muslim communities, and we stand side by side with the
believer who is honest with Allah, his Prophet, his religion and his Ummah. The Muslim person of whose tongue and hands the Muslims are sure checks whom he supports and aids, for he will not befriend any but the truthful.”

Es folgt eine an die muslimischen Gelehrten gerichtet Frage, warum sie sich nicht loyal gegenüber den Mujahideen verhalten würden. Denn selbst Mu’awiya und ‘Ali hätten sich im Kampf gegen die Christen verbündet. Ebenso habe Salah ud-Din al-Ayyubi die Muslime im Kampf gegen die Kreuzritter geeint trotz ihrer verschiedenen Glaubensanschauungen.

Das wirkliche schlimme aber sei, so Abu Zubair Adel b. Abdullah al-Abba, dass die meisten Gelehrten sich loyal gegenüber den so genannten muslimischen Regimen und den Kreuzrittern zeigten und somit die muslimische Gemeinschaft in die Irre führen würden, da sie den Jihad gegen ebendiese als illegitim bezeichnen würden.

Zum Schluss wird noch die muslimische Gemeinschaft direkt angesprochen und zwar warum sie, bei den Greueltaten, die gegen ihre Geschwister verübt werden ruhig sein könnten. Schließlich müssten sie sich ja loyal ihnen gegenüber verhalten und somit zur Hilfe kommen. Womit Abu Zubair Adel b. Abdullah al-Abba wohl ganz klar meint das man den Mujahideen anschließen sollte und in den Jihad zieht.


 

 

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