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IMU – “Auf zum Erfolg” – Abu Adam al-Almani

Heute Morgen ist in jihadistischen Internetforen eine 15 minütige Audiobotschaft von Abu Adam al-Almani, anlässlich des muslimischen Opferfestes (‘Id al-‘Adha), veröffentlicht worden.

Wie bereits in anderen Videobotschaften und Statements seitens der IMU spricht Abu Adam am Anfang besonders die deutschen Muslime an. In den letzten Wochen und Monaten würde etwas besonders passieren, denn durch die Luft würde ein spezieller Wind wehen, die Begeisterung für den Islam, die Liebe zum Gottesdienst – in jihadistischen Kreisen wird die Kampfhandlung als ein integraler Bestandteil des Gottesdienstes angesehen – sowie die Liebe zur Tugend. Dies würde vor allem bei den Jugendlichen ihren Höhepunkt, seit dem Sturz des osmanischen Kalifats erreichen. Hierdurch wären Millionen von Menschen zum Glauben geführt worden, weshalb es eine frohe Botschaft und die Gnade Gottes sei.

Den Sturz einiger arabischer Regime im Zuge des “Arabischen Frühlings” sowie das Martyrium von Usama b. Laden und Anwar al-Awlaqi sieht er als Grund dafür, dass immer mehr Muslime, in seinen Worten, aufwachen würden, denn sie verstünden nun, dass die Angelegenheit der muslimischen Ummah Eine ist und das sie islamisch gelöst werden müsse. Als die daraus resultierende Gnade, sieht Abu Adam, dass die Ummah ihre Feinde erkannt hätte. Die westliche Welt, die immer weitere militärische Aktionen gegen die muslimische Gemeinschaft planen würde, benennt er als den Feind.

Als Beleg für die Überlegenheit der Muslime führt Abu Adam eine Geschichte an: Ein jemenitischer Beduine solle nach dem Angriff einer amerikanischen Drohen (er nennt sie Spionageflugzeug) zu den Mujahideen gekommen sein und sie gefragt haben, ob die Drohen über oder unter dem Thron Gottes fliegen würden. Sie hätten ihm geantwortet natürlich darunter. Worauf er erwidert haben soll, “wovor sollen wir dann Angst haben”.

Das Erwachen der Ummah hätten sie Gott und den Märtyrern zu verdanken, deren Schahada dem Gebetsruf  “Auf zum Erfolg” gleiche. Denn sie sollten sich erheben wofür die anderen bereits gestorben seien. Durch den Tod von Usama b. Laden hätten viele erkannt, dass der Weg den er eingeschlagen hätte, “der Weg der Wahrheit” sei. An dem Abend, an dem sie vom Tod Anwar al-Awlaqis erfuhren, hätte eine usbekischer Mujahid aus ihren Reihen seinen Neugeborenen Anwar al-Awlaqi genannt. Die muslimische Gemeinschaft würde zur Zeit durch die Ereignisse auf die Probe gestellt.

Im zweiten Teil der Audiobotschaft bekennt sich die IMU zu dem schweren Selbstmordattentat vom 29. Oktober in Kabul, bei dem 17 Menschen gestorben sind.

Am 28. Oktober hätten sie 25 Mitglieder begraben müssen, die durch zwei Drohnenangriffe umgekommen seien. Dies hätte nicht ihre Stimmung gedrückt, sondern sie würden mit noch größerer Vorfreude das Paradies erwarten.

“Der Hass gegenüber den Feinden wird von Tag zu Tag mehr und die Liebe zu Allah und der muslimischen Nation steigt”

Den Anschlag beschreibt er wie folgt:

“[…] nutze einer unserer Istischhadis die gesegneten Tage dieses Monats und machte sich auf den Weg seinen Herrn zu treffen. Er opferte sein Leben um die Ummah zu beleben. Mitten in der Hauptstadt Kabul gelang es ihm, mit Allahs Hilfe und Beistand, 25 Soldaten der Besatzungsmächte, die niemand eingeladen hat, ein Ende zu setzen. Ein Muslim opfert sein Leben, aber die Früchte waren nicht nur, dass die Feinde 25 ihrer Leute verloren haben, nein, die Nachricht ging durch die ganze Welt und erreichte unachtsame Herzen und weckte sie […].

Liebe Geschwister, die Kufar heute bezeichnen diesen Krieg, als den dritten Weltkrieg. Wir sagen dazu: Der Jihad wird bleiben bis zum Jüngsten Tag. Für uns gibt es keinen ersten, keinen zweiten, dritten oder vierten Weltkrieg. Wir, unsere Kinder und die Generationen, die nach uns kommen werden, werden – so Allah will, am Koran der uns leitet und am Schwert das uns ehrt festhalten und wir werden sie nicht nur bekämpfen bis wir sie besiegen und bis sie erniedrigt auf dem Erdboden umherziehen, nein, wir werden darüber hinaus für jede Ungerechtigkeit, die sie an uns begangen haben rächen, wir haben nichts vergessen […]. Stellt euch auf einen langen Krieg ein. Und meine Geschwister möchte ich bezüglich dieses Kampfes, auf Grund des globalen Aspektes, an folgendes erinnern: Der Jihad bleibt fard al-‘Ayn [allgemeine Pflicht]. Er bleibt fard al-‘Ayn bis jedes Stück Erde, was einmal muslimisch war, wieder muslimisch wird. Dies ist so verpflichtend wie das Beten und Fasten.

Zu den Ländern, die befreit werden müssen, zählt er nicht nur die verloren gegangenen Gebiete wie al-Andalus sondern aller Länder, in denen Muslime leben. Denn die reine Anwesenheit von Muslimen würde nicht ausreichen um ein Land muslimisch nennen zu können. Sondern seiner Meinung nach müsse das Oberhaupt ein Muslim sein und die Gesetze der Scharia’ müssten durchgesetzt werden.

Bei dem Kampf sollten sie Barmherzig zu den anderen Muslimen sein aber hart gegen über allen Ungläubigen. Bei den Ungläubigen spielt für ihn keine Rolle ob es Amerikaner oder Araber sind, für ihn ist nur ihre Absicht wichtig.

“Unsere Zeit verlangt heute von jedem Muslim, dass er ein Mujahid ist. Das er ein Kämpfer ist. Das er für die Religion kämpft.”

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IMU – “Der Muster Muslim” – Abu Ibraheem al-Almani – und “Ali der Scharfschütze”

Seit Mitte Oktober hatte die Islamische Bewegung Usbekistans wieder einiges veröffentlicht. So die Englische Übersetzung eines Märtyrervideos, die usbekisch/russische Übersetzung von “Frohe Bothschaft aus Pakistan – Teil 2”, eine Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani für den verstorbenen Anwar al-Awlaqi und ein Schreiben von Um Safiyya mit dem Titel “Einigkeit und Recht und Freiheit”.

Zunächst will ich mich kurz mit dem Märtyrervideo beschäftigen. Es wurde bereits im Sommer auf der Hompage der IMU in einer usbekischen Variante veröffentlicht. Es trägt den Titel “Ali der Scharfschütze” und sei ein weiterer Teil in der Serie über die Märtyrer der IMU. Diese wären ein ein Beispiel für ihren festen Glauben. Es hat eine Märtyreraktion der IMU auf die Bagram Airbase zum Inhalt, die am 19. Mai 2010 stattgefunden haben soll. Laut Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU sollen bei dem Angriff 20 Kämpfer der IMU beteiligt gewesen sein, von denen angeblich  jeder eine Sprenstoffweste trug. Die IMU könne keine Bilder des Angriffs zeigen, da die Medien das Ereignis ignoriert hätten. Der Angriff sei in Kooperation mit verschiedenen Jihad Gruppen organisiert worden.

Wie auch schon in den beiden Märtyrervideos zuvor, wird eine Person herausgehoben, mit der sich der Betrachter identifizieren soll. In diesem Fall Ali, der aus Tadjikistan stammt und 2009, ein Jahr vor dem Angriff auf Bagram, zur IMU stieß. Er sei einer der Anführer der Gruppe gewesen. Im Anschluss werden einige Videos eingespielt, die ihn im Kampfgebiet als Scharfschütze zeigen.

Bevor er nach Pakistan kam, habe er als einfachere Arbeiter in Russland gearbeitet. Dort sei er von einem Kollegen zum Jihad aufgerufen worden. Nachdem dieser aus Pakistan zurück kam, hätten sie ihn gefragt wo er gewesen sei und er antworte an einem Ort, der besser als Mekka sei. Sieh hörten seine Erzählungen über den Jihad in Pakistan voller Faszination, so dass sie ebenfalls die gleiche Erfahrung machen wollten. Er erzählt wie er dem ehemaligen Amir der IMU Muhammad Tahir Farouq den Treueid schwor und wie nahe er diesem stand. Im Anschluss wird lang und breit erläutert, dass er, obwohl er verheiratet war und Kinder hatte trotzdem ein Selbstmordattentat verüben wollte.

Nun will ich mich der Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani auf Anwar al-Awlaqi widmen. Das Video wurde am vergangenen Wochenende auf der Hompage der IMU veröffentlicht. Es trägt den Titel “Der Muster Muslim” und soll somit der beispielhafte Rolle von Anwar al-Awlaqi für die Jihadisten verdeutlichen. Ebenso würde sie ihn das “Vorbild der Gelehrten” nenne und ihn hätte das Beste getroffen, was einen Muslim im Diesseits treffen können, nämlich den Märtyrertod.

Sie wären über den Märtyrertod von Anwar al-Awlaqi nicht erstaunt, denn er hätte sich für die Wahrheit eingesetzt und sei deswegen von den Ungläubigen getötet worden und Allah würde seine Liebling zu sich holen, so Abu Ibraheem al-Almani. Die Biografie von ihm, die mit der des Propheten Musa (Moses) verglichen wird, wäre ein Vorbild für alle Jugendlichen und besonders für diejenigen, die in der westlichen Welt leben würden, denn Anwar al-Awlaqi hätte es geschafft sich von der materiellen Welt zu lösen und sich auf den Weg Gottes zu begeben um den Jihad zu führen.

Abu Ibraheem spielt die Rolle des Todes von Usama b. Laden und Anwar al-Awlaqi herunter, denn nicht die beiden Personen hätten all die Mujahideen rekrutiert sondern die Ideologie des Jihads und auf dessen Weg würde eine neue Generation die Führung übernehmen.

Zum Schluss gibt er ein Hadith wider, in dem der Prophet Muhammad gesagt haben soll

“Die Leute des Jemen, sind die Leute der Weisheit und des Glaubens.”

Damit spielt er auf die jemenitische Herkunft, sowohl von Anwar al-Awlaqi als auch von Usama b. Laden an.

Im letzten Jahr hatte die Carnegei Endowment ein sehr gutes Event über Anwar al-Awlaqi. Die Audiodatei und das Transcript kann man sich auf ihrer Hompage herunter laden.

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Anasheed für den Jihad?

Wie unter anderem die New York Times gestern in einem Artikel berichtete beschuldigen deutsche Behörden den ehemaligen Rapper Denis Mamadou Cuspert (Abou Maleeq) aktiv für den Jihad zu werben. So zitiert die New York Time deutsche Beamte, dass Abou Maleeq den Frankfurter Attentäter Arid U. inspiriert hätte – bei dessen Anschlag im März diesen Jahres starben 2 U.S. Soldaten. Der Artikel fährt fort, dass Abou Maleeq zwar jegliche direkte Beteiligung an dem Anschlg zurückweist aber zugleich nichts verwerfliches an der Tat findet, denn Arid U. hätte ja Soldaten, die auf dem Weg gewesen wären um Muslime zu tötetn und keine Zivilisten getötet. Diese Art der Legitimierung des Anschlags fand man in den meisten jihadistischen Statements dazu (siehe hier).

Seitdem Rapper Denis Mamadou Cuspert seine Musik Karriere beendete tritt er hauptsächlich als islamsicher Prediger und als Sänger von Anasheeds auf, die meiner Meinung nach als jihadistisch bezeichnet werden können. Im folgenden führe ich einige Textstellen von ihm an, die dass gut verdeutlichen.

Wofür wir stehen

Allah segne unseren Weg, egal wohin er geht

für Gerechtigkeit ya Allah, unser Blut für Shuhada

Unsere Brüder schreien und fallen, Heiliger Boden wo Bomben fallen

Mein Herz schlägt für Jihad und das bis zum Jüngsten Tag

[…]Auf der Suche nach dem Tod, unsere Geschwister sind in Not

Sheikh Usama

“Generationen hast du geprägt, und die Umma neu geprägt

Fi-Sabilillah Jihad, fühlt wie die Erde bebt

mit unserem Blut bezahlen wir den Preis, und meinet nicht wir wären Tod

[…] Unser Weg kennt nur ein Ziel, die Zufriedenheit Allahs

die höchste Stufe im Firdaus (Paradies), nur zu erreichen mit Ikhlas (Aufrichtigkeit)

[…]Sheikh Usama bin Laden, dein Name fließt in unserem Blut”

Seit längerem betreibt Denis Mamadou Cuspert eine Hompage, durch die er Spenden sammeln will, um muslimischen Gefangenen zu helfen, zum Beispiel in dem er die Kaution für sie durch diese Spenden bereitstellt. So hat er seine Seite  passender Weise Ansar al-Aseer (Helfer der Gefangenen) genannte. Die dazugehörige Facebook Gruppe hat ca. 850 Anhänger. Auf Ansar al-Aseer veröffentlicht er in unregelmäßigen abständen Texte. Mit einem von diesen will ich mich heute noch kurz auseinandersetzten. Der Text ist ein Kommentar und eine Zusammenfassung des Statements von Abu Usma al-Gharib (einem der Mitbegründer der GIMF, der in Österreich im Gefängnis sitzt). In seinem Statement, das im August diesen Jahres auf Arabisch veröffentlicht wurde, wirft er Deutschland vor weibliche muslimische Gefangene, namentlich Filiz G., zu foltern und ihnen zu verbieten den Hijab zu tragen. Als Reaktion darauf fordert er Anschläge sowohl innerhalb Deutschlands, als auch auf deutsche Ziele im Ausland. Filiz G. distanzierte sich allerdings von dem Statement.

Das Schreiben trägt den Titel “Schande über uns den untätigen schlafenden! Unsere Schwester, erniedrigt, entblösst und entehrt im Gefängniss des Taghut”. Zu erst erbost Abou Maleeq sich darüber, dass man die Nachricht über die Folterung einer Muslima von einem Gefangenen erhalten müsse. Diese würden sich in Gefangenschaft befinden, weil sie nur ihren Schöpfer anerkennen würden und ihm folgen würden. Somit ist zu vermuten, dass für ihn unter anderem die Unterstützung einer Terrororganisation in den oben genannten Rahmen passt. Sie wären im Gefängnis

“allein aus dem Grund, weil sie einzig und allein ihren Schöpfer anerkennen, anbeten, folgen und gehorchen, sich keinem untergeben, ob Präsident oder König, seien es ihre Gesetze und Verordnungen – ihre Niderwerfung und Ergebenheit gebührt einzig Ihrem Herrn, dem Höchsten und über alles Erhabenen, dem Schöpfer aller Dinge und nicht der Schöpfung, allein Seiner Gesetzgebung, der Wahrheit und Gerechtigkeit und keiner der menschlichen Gelüsten und Neigungen entsprungenen Gesetzgebungen, fehlerbehaftet und voller Makel, bestimmt durch ihre Interessen – Geld, Macht, Reichtum, Ansehen und all ihre Begiereden im Diesseits.”

Die Mehrheit der Muslime hätte sich bereits so dem Westen angepasst, dass die Gefangenen, die dem wahren Islam folgen würden, ihnen fremd wären und sogar von ihnen getadelt würden.

“Die Gefangenen sind fremd, selbst unter ihren Glaubensbrüdern, in Vergessenheit geraten und finden keine Erwähnungen von jenen, die behaupten die Ummah anzuführen, zu lehren und auf der Mimbar zu stehen, das Rechte zu gebieten und das Schlechte zu verbieten – nein vielmehr bewegt sie, was ihnen nicht schadet und keine Probleme bereitet […] Und wenn die Aseer von einigen dieser Ummah erwähnt werden, werden sie verleugnet und fallen gelassen, es wird sich von ihnen distanziert und die Loyalität ihnen gegenüber, selbst wenn auf ihnen Fehler oder Sünden lasten sollten – jene kehren sich von ihnen ab und darüberhinaus attackieren sie mehr als so manch ein Kafir und Feind Allahs.”

So würde ihn auch nicht die Nachricht von Abu Usama al-Gharib überraschen, dass Filiz G. gefoltert werde. Im weiteren Verlauf beschreibt er die angebliche Folter und Erniedrigung sehr detailiert und fordert seine Glaubensgenossen dazu auf, ihr zur Hilfe zukommen.

“Tief am boden, kriechend, auf der Suche nach mehr Dunya, fern von Problemen für Allahs Sache, in der Masjid, bei der Familie, in Ruhe und Gelassenheit, als würde man im islamischen Staat leben, man diskutiert über jede kleinste Sache, über Sunnan und Pflichten, doch vergisst man die Ehre und Würde unserer Ummah, unsere Schwester, erniedrigt und gefoltert von den Feinden Allahs und wir finden keine Erwähnung über diese Angelegenheit, erwägen nichts zu tun und sei es nur ein Wort der Wahrheit gegen diese Feinde Allahs; sie zu entblößen, ihre Machenschaften und Verbrechen aufzuzeigen und unsere Schwester zu verteidigen – wo sind die sogenannten Salafis – die Folger der rechtschaffenen Vorfahren, wo sind sie, wenn es heisst der höchsten Pflichten nachzukommen, wenn es heisst Opfer zu bringen und Probleme um Allahs Willen auf die Schulter zu lasten, […]

Während unsere Schwester erhaben über uns fliegt, fern von dieser Dunya, im Herzen schon ein grüner Vogel des Paradies, auf der Suche nach der Zufriedenheit ihres Herrn und getrieben nach Sehnsucht zur Widerkehr zum Höchsten, kleben wir wie die Fliegen am Honig, bis wir darin untergehen und bereuen unsere Rüssel zu tief in die Süße dieser Dunya eingetaucht zu haben – da wird uns ein Khameez und eine faustlanger Bart nichts nützen.”

Seiner Meinung nach sei nicht Filiz G. die wahre Gefangene sondern eben alljene Muslime, die sich zu sehr auf alles Diesseitige beschränken würden.

“Möge Allah uns zu jene machen, die emporsteigen und niemals fallen werden und den Tod der Shuhadah und Siddiqin und das Wohlgefallen des Höchsten erlangen werden.”

Das Erlangen des Märtyrertods ist ein immer wiederkehrendes Motiv, sowohl in seinen Anasheeds als auch in seinen anderen Statements. Dies ist führ mich mit einer der deutlichsten Hinweise, dass er so indirekt den Jihad gut heißt und dazu aufruft.

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Al-Qaedas Statement zur Nachfolge b. Ladens

Am Donnerstag wurde, was bereits viele vermutet hatten, Ayman al-Zawahiri zum neuen Amir von al-Qaeda ernannt . Bis zum Tode Usama b. Ladens vor sechs Wochen war al-Zawahiri, dessen Stellvertreter. In der Zwischenzeit wurde Sayf al-Adel zum interims Chef ernannt.

Im folgenden werde ich die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte des Schreibens kurz zusammenfassen. Es wurde am Donnerstag Morgen in den einschlägigen Foren veröffentlicht und ist drei Seiten lang.

Das Schreiben beginnt wie üblich mit einem Koranvers und einem Hadith und leitet dann zum eigentlichen Thema über. Sie hätten “mit zufriedenem Herzen” vom Tod ihres Anführers Usama b. Laden erfahren und bitten Gott gnädig mit ihm zu sein.

Der Jihad, sei eine allgemeine Pflicht, für jeden Muslim, bis zum jüngsten Tag. Er müsse gegen die Ungläubigen, die in die muslimischen Länder eingefallen seien und gegen die arabischen Despoten, geführt werden, die nicht nach der Scharia’ regieren würden. So sollte der Weg des Jihad fortgesetzt werden, “für die Muslime und die Unterdrückten.”

Nach dieser Feststellung, kommt der wichtigste Satz des Statments. Nämlich, dass sich die Führung (القيادة العامة) nach Beendigung der Beratung darauf geeinigt hätte Ayman al-Zawahiri  zum neuen Amir zu ernennen.

Im weiteren Verlauf des Schreibens, wolle die Führung von al-Qaeda noch einige prinzipielle Sachverhalte darlegen und erläutern. Als erstes versuchen sie ihre Ideologie in den Kontext der klassischen sunnitischen Orthodoxie zu stellen. In dem sie erklären, sie würden mit dem Koran und der Tradition des Propheten “handeln” und dies verkünden. Zu dem würden sie dem Beispiel des Propheten Muhammad und seiner Gefährten folgen. In dieser Liste werden alle wichtigen Gruppen innerhalb der sunnitischen Orthodoxie aufgezhlt.

Als zweites wollen sie zur “wahren Religion” aufrufen und sie fordern die islamische Gemeinschaft (Umma) dazu auf am Jihad gegen die “ungläubigen Angreifer” teilzunehmen, den sie als allgemeine Pflicht ansehen. Die Angreifer würden von “Amerika und dessen Stieftochter Israel” angeführt. Dann folgt ein Koranvers:

“O ihr, die ihr glaubt, kämpft gegen jene, die euch nahe sind unter den Ungläubigen und lasst sie euch hart vorfinden; und wisst, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist.” 9,123

Im dritten Punkt, versichern sie denjenigen, die den kriegerischen Jihad ausführen würden, ihre Zustimmung und Unterstützung zu. Denn al-Qaeda würde keinen Unterschied machen, zwischen Nationalitäten, schließlich seien alle islamischen Länder ihre Heimat und alle Muslime ihre Brüder. So würden sie nicht zwischen einem Araber und einem Fremden unterscheiden, außer in der Frömmigkeit und der Rechtschaffenheit. Hierbei kommt mir in den Sinn, dass es wohl recht häufig Streit gegeben haben soll, zwischen den Ägyptern um al-Zawahiri und den Saudis um b. Laden.

Desweiteren, versichert al-Qaeda den Palästinensern ihre Unterstützung. Sie lehnen alle möglichen Verträge ab, in denen ein Zentimeter palästinensischen Landes an Israel fallen würde. Außerdem wolllen sie Rache üben.

“Blut für Blut und Zerstörung für Zerstörung – bei Gott wir werden euch nicht enttäuschen – bis der Sieg erreicht ist, oder wir das Schicksal von Hamza b. Abdulmutaleb erreicht haben”

Ebenso versichern sie ihren Geschwistern in Afghanistan ihre Unterstützung und stellen sich dort unter die Führung von Mullah Omar. Es folgt eine Aufzählung von Ländern, mit deren Mujahideen sie zusammenarbeiten und die sie unterstützen wollen. Darauf folgt erneut ein Koranvers.

Viertens bitten sie Gott um Hilfe, dass ihre Gefangen (“Löwen in Ketten”) schnell wieder frei kommen mögen. Zu dem beteuern sie, dass sie ihre Gefangenen nicht vergessen hätten, wie zum Beispiel Omar Abdulrahman.

Im fünften Punkt, begrüßen sie die stattfinden Revolutionen im Nahen Osten. Sie fordern die Demonstranten auf, so lange weiter zu machen, bis die Regime, die vom Westen installiert worden seien, stürzen und ein kompletter Wechsel vollzogen werden könne. Dieser sei natürlich nur möglich, wenn die islamische Gemeinschaft zum von Gott gegebenen Gesetz, der Scharia, zurückkehre.

Als sechstes und siebtes rufen sie zu einer Zusammenarbeit, zwischen al-Qaeda und allen anderen Gruppen auf, die den Islam unterstützen würden. Dieser Zusammenschluss müsse das Ziel haben, die islamischen Länder von der Besatzung des Westens zu befreien. Zu dem würde ihr Islam Ungerechtigkeit verbieten, sowohl gegen Muslime, als auch gegen alle anderen. So habe ihr Jihad gegen Amerika nur das Ziel die Unterdrückten zu befreien.

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IMU – “Es lebe bin Laden” – Abdul Fattah Ahmadi

Vor ein paar Tagen ist die deutsche Übersetzung eines Schreibens, bezüglich des Todes von Usama b. Laden, des Vize Amirs der Islamischen Bewegung Usbekistans im Internet aufgetaucht. Es wurde mit “Es lebe bin Laden” betitelt.

Nach den religiösen Floskeln, beginnt Abdul Fattah Ahmadi das Schreiben, damit, die besondere Rolle Usama b. Ladens im Kampf der Mujahideen, zu erst gegen die Sowejts und dann gegen die USA zu preisen.

“Sheikh Usama bin Laden und seine Mujahedeen spielten eine große Rolle beim Sieg gegen das rote Imperium, die Sowjet-Union. Und später war es Usama bin Laden, der die Flagge des Jihad gegen den Pharaonen unsererer Zeit, die USA, hochragen ließ.”

Durch die westlichen Medien und ebenfalls durch “Autoritätspersonen der al-Qaeda” sei in letzter Zeit das Gerücht verbreitet worden, dass b. Laden schon seit längerem, auf seinem Anwesen in Abottabad gelebt hätte und dort auch getötet worden wäre. Diese Vorstellung lehnt Abdul Fattah Ahmadi allerdings entschieden ab.

“Wir glauben, dass der Anführer der Mujahedeen, genauso wie andere Anführer des Islams, bereits viele Jahre vorher auf dem Schlachtfeld gestorben ist.”

Denn das von al-Qaeda veröffentlichte Statement, bezüglich des Todes b. Ladens, beinhalte weder ein Datum des Todes, noch werde darin bestätigt, dass er in Abottabad gestorben sei.

“Der Fakt, dass es von ihm seit einigen Jahren in den Medien keine offiziellen Stellungnahmen mehr gab, die die Ereignisse der islamischen Ummah behandeln, lässt vermuten, dass er bereits zuvor diese vergängliche Welt verlassen hat.”

Dennoch würde die Islamische Bewegung Usbekistans die Stellungnahme “ihrer Brüder von al-Qaeda” respektieren. Außerdem wären die USA, laut Abdul Fattah Ahmadi, nicht in der Lage gewesen, b. Laden innerhalb der pakistanischen Grenzen zu liquidieren, ohne das Einverständnis und die Hilfe der pakistanischen Regierung. Aber dies ist für ihn nur eine hypothetische Annahme, da er ja davon überzeugt ist, dass b. Laden bereits seit längerem Tod ist.

“Und dies wäre ein weiterer Beleg dafür, dass wir richtig damit lagen die jihadische Revolution gegen Pakistan, den Dienern Amerikas, zu beginnen, zeitgleich zum Jihad in Afghanistan gegen die Anführer des Unglaubens, den USA, gegen die NATO  und die abtrünnige Regierung Karzais.”

Der Märtyrertod ihrer Anführer, würde sie nur in ihrer Überzeugung stärken, denn Jihad weiterzuführen. Zu dem glaubt er, dass die USA, Israel und die NATO Streitkräfte, “schon bald zur Gerechtigkeit gezogen und für alle Verbrechen bestraft” werden.

Zum Schluss, ruft er alle Muslime dazu auf, dem Jihad, gegen die pakistanische Regierung und die USA, zu unterstützten und zu führen.

“[…] den Jihad gegen die USA und die blutdurstige abtrünnige pakistanische Regierung zu führen, die einen großen Beitrag  leistete beim Sturz der islamischen Emara in Afghanistan, bei dem das Blut der Söhne des Islams floss und viele von ihnen für einen geringen Preis als Gefangene ausgeliefert wurden. Und allein die pakistanische Regierung ist verantwortlich für das Massaker an tausenden von muslimischen Frauen im Lal-Mesjed.”

Im letzten Satz, versichert Abdul Fattah Ahmadi allen jihadistischen Gruppen, die gegen die pakistansiche Regierung kämpfen den Beistand der Islamischen Bewegung Usbeksitans.


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Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens – Teil II

Heute will ich mich mit zwei Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens beschäftigen. Die erste ist der Aufruf von Pierre Vogel zum Totengebet für b. Laden am kommenden Samstag. Die zweite Stellungnahme ist vom Ansar al-Mujahideen English Forum (AMEF).

In seinem ersten Aufruf, wollte Pierre Vogel eine Veranstaltung abhalten, die sich mit dem Verhältnis von Islam und Terrorismus beschäftigen sollte. Die Veranstaltung ist mit “Wie erlangt man den Weltfrieden” überschrieben. An deren Ende sollte dann noch das Totengebet für Usama b. Laden gesprochen werden. Denn sie würden ihn als eine “neutrale Person” betrachten, da es keine Beweise für eine Verstrickung von ihm zu den Anschlägen von 9/11 geben würde. Zu dem würden sie dem westlichen Grundsatz folgen, “im Zweifel für den Angeklagten”. Das Totengebet ist mittlerweile abgesagt, aber die Veranstaltung soll weiterhin stattfinden.

Die Video, die im Allgemeinen als Geständnis Usama b. Ladens gedeutet werden, lässt er nicht gelten. Denn diese seien willkürlich zusammengeschnitten, weshalb man der Kontext der Aussage nicht kennen würde, den er für sehr wichtig hält. Die Tonqualtität sei des weiteren sehr schlecht. Außerdem, so Pierre Vogel, würde sich Usama b. Laden dort nicht explizit zu den Anschlägen bekennen.

Pierre Vogel geht darauf ein, dass seiner Meinung nach der Islam, eine Religion des Friedens sei, das es die Wurzel s-l-m habe und daraus das Wort Friede (salam) komme. Er hält die Tötung für vollkommen illegitim, da er nicht verurteilt ist und für unangemessen.

Das Statement des AMEF ist wie folgt betitelt:

“Sheikh Osama Bin Laden between Jihad and Martydom for the sake of Allah”

Das Statement wurde gestern im Forum publiziert und nach den üblichen islamischen Formeln am Anfang, geht es darauf ein, dass es auch nach über 48 Stunden nach dem angeblichen Tod Usama b. Ladens noch kein offizielles Statement der Medienabteilung von al-Qaeda Central gebe. Auf dieses Statement würden aber die Anhänger der Mujahideen händeringend warten.

“The people who are waiting for the statement are divided into 2 groups. We have the Believers on one side and the  people of infidelity and apostasy on the other side. The first group is hoping for a denial statement and other is waiting for a confirmation.”

Wie diejenigen, die auf das Statement warten würden, sei auch die gesamte Welt zweigeteilt. Usama b. Laden habe gesagt, dass die Welt zwischen Gläubigen und Ungläubigen aufgeteilt sei. George W. Bush hätte dies auch gesagt, mit seiner Aussage:

“You are with us or with the Terrorist”

Bei der Nennung eines Muslim werden meist noch Eulogien an den Namen gehangen. In dieser Tradition, hat der Verfasser hinter den Namen von Bush geschrieben, dass “Allah ihn verfluchen möge”.

Der Verfasser will sich nicht mit den Gerüchten der Mainstream Medien auseinandersetzen sondern auf andere wichtige Fragen eingehen. Als erstes geht er auf den Tod des Propheten Muhammads und die Reaktion der Muslime ein. Er stellt die Frage ob die Gefährten des Propheten sich auf dem Absatz umgedreht hätten, aufgehört hätten den Islam zu verbreiten und ob sie ihre Hoffnung verloren hätten. Dies beantwortet er mit – nein. Die Gefährten hätte nach vorne geguckt und ihre Eroberungen weiter voran getrieben. Genau so müssten jetzt auch die Mujahideen reagieren. Sie sollten sich die Gefährten des Propheten zum Vorbild nehmen.

NO! NO! NO!
They continued in their Da’wa and Jihad. They eliminated infidelity and replaced it with Faith (by the permission of Allah).

In dem Zusammenhang geht er auf den Tod von Abu Mus’ab al-Zarqawi ein, der 2006 im Irak liquidiert wurde. Auch damals habe der Westen diese Nachricht gefeiert, aber dies hätte die Lage nicht geändert, denn so sei nach dessen Tod zum Beispiel der “Islamische Staat Irak” ausgerufen worden. Alles in allem, so der Verfasser, würden die Mujahideen von Tag zu Tag stärker.

Für den Fall, dass Usama b. Laden Tod sei, stellt der Verfasser fest, dass er sein weltliches Leben nicht für materialistische Dinge gegeben hätte, sondern um Gottes Willen. Dies habe er getan, da er als Märtyrer sterben wollte.

Danach richtet er sich an den Leser, die Unterstützer der Mujahideen:

“Our job is to bring the jihadist media to the next level. We have succeeded in propagating the words of the fields to the  borders of the countries. We are with hundreds or thousands of members. Let us work together and become one moving  body. We need to spend our time in seeking knowledge and acting upon it.”

Am Ende des Schreibens ist noch ein Gedicht, dass dazu Aufruft, sein weltliches Leben hinter sich zu lassen, um sich dem Jihad anzuschließen. Denn so würde Gott “die Tür zum Paradies öffnen”.

Auch in diesem Statement, sieht man wieder sehr gut die Unsicherheit vieler Jihadisten bzgl. des Todes von Usama b. Laden und das große Misstrauen, dass sie den westlichen Medien entgegenbringen. Aber es wird sehr schön deutlich, dass es für sie vollkommen unerheblich ist, ob er noch lebt oder nicht, den der Jihad sei eben eine Pflicht Gott gegenüber und diese müsse weiter befolgt werden.

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Deutschsprachige Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens

Ich will einige Statements zum Tode Usama b. Ladens wiedergeben, die ich auf deutschsprachigen Blogs und in Foren gefunden habe, die man als salafistisch bzw. jihadistsich bezeichnen kann.

Ein einhelliger Tenor bei allem was ich bis jetzt gelesen habe, ist dass die meisten den Tod von Usama b. Laden noch nicht glauben oder wahrhaben wollen und diese Nachricht erst ernst nehmen würden, wenn sie von “muslimischen Brüdern bestätigt wird”. Ebenso wird das Bild, das gestern in den Medien kursierte und das den toten Usama b. Laden zeigen soll, nur mit Spott und Hohn bedacht und als schlecht Fälschung tituliert. Es wurden recht schnell auf YouTube Videos hochgeladen, die beweisen wollten, dass das Foto gefälscht ist. Aus den Diskussionen um das Foto entwickelten sich dann die “üblichen” Verschwörungstheorien, die immer auftauchen, wenn es um al-Qaeda und die USA geht.

“Solange es nicht von den Muslimin bestätigt wurde ist es eh nur leeres Gerede. Und das Bild ist echt schlecht gemacht worden”

Des weiteren wird in den Foren darüber diskutiert, inwieweit Usama b. Laden durch seinen Tod zu einem Mythos wurde. oder wird  Manche vertreten die Meinung, dass der Mythos b. Ladens, nach dessen Tod, jetzt noch größer wird und als Magnet dienen könnte, um neue Jihadisten zu rekrutieren.

“Mit der Shahada von Osama bin Laden erschaffen die demokratistischen Terroristen lediglich ein Mythos der wesentlich effektiver weiterleben kann. Er (rahimullah) ist in Wirklichkeit vollkommen uninteressant. Die US-Terroristen haben nicht Osama bin Laden Shahid gemacht, sondern die Vorstellung in ihrem Bewusstsein. Die Demokratisten denken das sie damit ein Sieg errungen hätten. Das zeigt nur die Unwissenheit, sowohl des Volkes als auch der Regierung. Denn eine Schlacht zu gewinnen bedeutet nicht den Krieg gewonnen zu haben.”

Das die USA die Leiche Usama b. Ladens im Meer beerdigt hätten, um eine mögliche Pilgerstätte für Jihadisten bzw. Islamisten zu verhindern, wird lächelnd mit der Frage kommentiert, ob sie denn nicht wüssten, dass die Verehrung von Verstorbenen und das Pilgern zu deren Gräbern in der Salafiyya nicht erlaubt wären. Dies ist zwar richtig und die meisten Jihadisten sind auch sehr rigoros in der Einhaltung der Vorschriften, aber dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass ein mögliches Grabmal Usama b. Ladens zu einer Pilgerstätte geworden wäre, denn bereits zu Lebzeiten, hatte ich in manchen Videos, das Gefühl, dass ihm eine so große Verehrung entgegen gebracht wurde, dass ich mich wunderte, wie dieses Verhalten mit den strengen Regeln der Salafiyya zu vereinbaren sei.

Auf einem Blog, der regelmäßig jihadistisches Material publiziert, wurde erst nur relativ kurz darauf hingewiesen, das b. Laden gestorben sein soll und es werden westlichen Nachrichtenportale als Quelle angegeben. Kurz darauf wird in einem neuen Blogpost auf ein Statement der Tehrik e Taliban Pakistan (TTP) hingewiesen, die behaupten das er noch leben würde. Dieser Post ist dementsprechend betitelt:

“Unser geliebter Sheikh ist nicht gefallen!”

Die Stellungnahme der TTP wird auch direkt als Beweisdafür genannt, das er noch Leben würde.

“Die Kuffar können nur noch symbolische Erfolge vorweisen. Militärisch sind die geschlagen, ähnlich wie die Russen in Tschetschenien. So oft haben die Russen behauptet, dass Doku Umarov gefallen ist und er meldete sich immer wieder zurück.”

Im Kommentarbereich entspinnt sich eine Diskussion, die dem Muster folgt, das ich oben beschrieben habe. Auf einen Kommentar möchte ich näher eingehen. Er wurde vom Benutzer jundullah2010 verfasst. Er ist davon überzeugt, dass Usama b. Laden nicht Tod ist und er sich in den nächsten Tagen mit einer Videobotschaft melden werde,

“um die “Freude” der Kuffar zu dementieren”

Für jundullah2010 steht fest, dass die USA die Lüge über den Tod von b. Laden nur verbreiten, weil sie sich demnächst aus Afghanistan und dem Irak vollkommen zurückziehen wollen und es so nicht wie eine Niederlage aussehen würde. Außerdem versteht er die Hoffnung des Westens nicht, dass mit dem Tod b. Ladens, der Terror aufhöre, denn der Jihad hänge nicht von einer einzelnen Person ab, sonder sei eben eine Pflicht für jeden Muslim.

“Egal wie das Ende dieses großen Mannes (Shayk Osama) sein wird. Der Jihad hängt nicht von einem Mann oder Organisation ab, sondern ist die Pflicht Allah gegenüber und Allah ist DER LEBENDIGE-BESTÄNDIGE, und deshalb wird er (Jihad) unvermindert weiter geführt bis zum Tag der Auferstehung -alhamdulillah !!”

Gestern wurde auf demselben Blog noch ein Statement zum Tode Usama b. Ladens veröffentlicht.

“Seitdem diese, durch die Mudschahidien nicht-bestätigte Botschaft an die Öffentlichkeit gelangt ist, verbreiten sich sehr viele Gerüchte.

Die Vorgehensweise der ungläubigen Ratten, wenn sie denn überhaupt unseren geliebten Sheikh zum Märtyrer gemacht haben sollten, werfen einige Fragen auf.”

Es wird die Frage aufgeworfen, warum er so schnell bestattet wurde, aber zugleich weisen sie darauf hin, dass sie nicht in irgendwelche Verschwörungstheorien abschweifen wollen und erst einmal auf Stellungnahmen der Mujahideen warten würden. Außerdem weisen sie daraufhin, dass wenn er gestorben sei, er nur mit Gottes Willen den Märtyrertod hätte sterben können – hier sieht man den Glauben an die Prädestination, der in der Salafiyya weit verbreitet ist. Zu dem sei der Märtyrertod, der Tod den sich jeder Muslim wünschen würde. Im weiteren Verlauf, wird kurz geschildert, dass sich Usama b. Laden seit seiner “frühen Jugend” den Islam auf dem Schlachtfeld verteidigt hätte.

“Der edle Sheikh ist ein Sieger, für uns ist es eine frohe Botschaft wenn er als Märtyrer gefallen sein sollte, und ebenso,  falls er noch am Leben sein sollte. Sobald es neue Nachrichten seitens der Al-Qaida Geschwister gibt, werden wir diese hier veröffentlichen, mit der Erlaubnis Allahs dem Erhabenen.

Die Mudschahidien werden kommen und gehen, doch der Jihad und Kampf wird inschallah bis zum jüngsten Tag bestehen bleiben.”

Auf einer weiteren Seite, wird ein Blogpost mit folgenden Worten betitelt:

“Die Osama Lüge um das Gesicht zu bewahren”

Für den Verfasser steht fest, dass die USA nach “zehn Jahren sinnlosem Krieg” diesen Erfolg bräuchten.

“Man hätte Osama Bin Laden in einem Anwesen im pakistanischen Grenzgebiet gefasst? Der Mann, der seine Familie, seine Milliarden und sein gesamtes Hab und Gut hinter sich gelassen hat, um in den Bergen Afghanistans mit verärmten Bauern gegen die Sowjets zu kämpfen? Dieser Mann soll sich in einer Villa mit Sicherheitskräften aufgehalten haben?”

Auffallend ist, dass viele Forenmitglieder und Kommentarschreiber den Tod von Usama b. Laden nicht wahrhaben wollen und die Nachricht auch nicht glauben können. Dabei berufen sie sich meistens auf die Stellungnahme der TTP. Die so genannten Internet Klerikalen hingegen scheinen die Nachricht zu akzeptieren und sprechen Beileidsbekundungen aus.

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