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Abu Talha al-Almani (Abu Malik) – “Schwester (Umm Sayfillah al-Ansariyyah) bleibe Standhaft”

Am Freitag ist ein neues Nasheed von Abu Talha al-Almani, den meisten vielleicht noch unter Abu Malik bekannt, auf YouTube veröffentlicht worden. Es trägt den Titel “Schwester bleibe Standhaft”. Wie der Titel bereits vemuten lässt ist es von der Melodie her gleich mit dem Nasheed “Mutter bleibe Standhaft” der Islamischen Bewegung Usbekistans. Der Text wurde zwar von Abu Talha al-Almani an die in Haft sitzende Um Sayfillah al-Ansariyya (Filiz G.) und an andere Muslimische Gefangene angepasst jedoch ist die Grundstruktur des original Textes durchaus noch erkennbar.

Das Thema muslimischer Gefangener Beschäftigt Abu Talha bereits länger. Für ihn sitzen sie zu unrecht im Gefängnis, da sie seiner Meinung nach nur die Pflichten ihrer Religion vollführen würden. So hat er unter anderem letzes Jahr die Hompage “Ansar ul-Aseer” (Helfer der Gefangenen) gegründet. Auf dieser und auf diversen andern Internetseiten war die Haft von Um Sayfillah bereits mehrere Male Thema.

An diesem Nasheed kann man sehr gut sehen, wie die Veröffentlichungen von jihadistischen Gruppen, wie zum Beispiel der IMU, hier in Deutschland von radikalen Salafisten rezipiert werden. Diese Videos, Schriften usw. haben in der Szene auch so einen Bekanntheitsgrad, dass es für die deutschen Gruppierungen wiederum lohnend erscheint sich des bereites existierenden Materials zu bedienen. Man muss bei der Terminologie hier allerdings immer beachten, dass die Begriffe Salafismus und Jihadismus nicht als Synonyme gebraucht werden können. So ist es falsch, wenn der Verfassungschutz Berlin letztes Jahr in einem Bericht über jihadistische Anasheeds schreibt, dass Jugendliche durch diese mit der salafistischen Ideologie indoktriniert würden. Sie werden viel mehr durch Anasheeds, wie die von Abu Talha, mit jihadistischem Gedankengut vertraut gemacht und gewinnen vielleicht auch durch die moderene Aufmachung gewisse Sympathien dafür. In den nächsten Wochen werde ich mich in einem separaten Post mit Anasheeds und der jihadistischen Radikalisierung  beschäftigen.

Noch am selben Abend, an dem das Nasheed bei YouTube eingestellt wurde, erschien eine Version mit englischen Untertiteln. Mittlerweile gibt es auch eine mit Untertiteln auf Urdu. Das passt zu den immer internationaler werdenden Bestrebungen der Gruppe um Abu Talha al-Almani und Abu Usama al-Gharib. So haben sie angekündigt einen YouTube Kanal ihrer Homepage Millat ul-Ibrahim auf Urdu ins Leben zu rufen. Der Trailer für diesen Kanal erschien ebenfalls am Freitag.

In der ersten Strophe des Nasheeds erklärt Abu Talha, dass sie die Lage von Filiz G. zur Kenntnis genommen hätten. Er erkärt unumwunden, dass sie sich im Jahd befinden würden. Gegen wen dieser gerichtet ist, wenn ein Nasheed, von einem in Deutschland lebenden auf deutsch an eine ebenfalls hier im Gefängnis sitzende gerichtet ist, dürfte auf der Hand liegen.

“Schwester bleibe Standhaft, Wir sind im Jihad / Trauer bitte nicht mehr, Denn wir haben dich gehört

Die Umma ist am Schweigen, Doch wir haben dich gehört / Schwester bleibe Standhaft, Denn wir sind im Jihad

Die Umma ist am Schweigen, Doch wir haben dich gehört / Schwester bleibe Standhaft, Denn wir sind im Jihad”

Die nächste Strophe hat in ungefähr den gleichen Tenor. In der dritten Strophe sagt Abu Talha, dass er sich auf den Weg gemacht hätte. Dieses auf den Weg machen, kann, wenn man es etwas plump übertragen will, mit in den Jihad ziehen gleichgestetzt werden –  was auch immer das genau bedeuten mag.

“Mich auf meinen Herrn verlassend, Machte ich mich auf den Weg / Fi-Sabilillah, egal wohin es geht

egal in welche Städte, Der Bundesrepublik / Schwester bleibe Standhaft, Allah verspricht den Sieg

egal in welche Städte, Der Bundesrepublik / Schwester bleibe Standhaft, Allah verspricht den Sieg”

Es folgt eine Beschwerde von Abu Talha, dass von Seite des Deutschen Staates seine Anasheeds und damit einhergehende seine jihadistische Weltanschauung bekämpft wird, wie er es formuliert. Wichtiger ist allerdings, dass er die Bemühung für die Freilassung muslimsicher Gefangener, wie Filiz G. als eine Pflicht darstellt. Über die Erfüllung oder Vernachlässigung dieser Pflicht würden sie am Jüngsten Tag befragt.

“Schwester hörst du nicht, Sie bekämpfen mein Nasheed / Schwester hör die Schreie von Usama al-Gharib

geehrte Schwestern sind gefangen, darüber werden wir befragt / Schwester bleibe Standhaft, Denn wir sind im Jihad

geehrte Schwestern sind gefangen, darüber werden wir befragt / Schwester bleibe Standhaft, Denn wir sind im Jihad”

In der übernächsten Strophe geht er darauf ein, dass ihre Gefangennahme nichts an ihren Zielen und Absichten ändern würde.

“Schwester wenn die uns gefangen nehmen, Dann glaub nicht wir geben Ruh / vielmehr werden wir mehr tun bis zum letzten Atemzug

Wir vertrauen auf Allah, Mit ihm haben wir nie versagt / Auch wenn wir gefangen sind, geht er weiter der Jihad

Wir vertrauen auf Allah, Mit ihm haben wir nie versagt / Auch wenn wir gefangen sind, geht er weiter der Jihad”

In den letzten beiden Strophen geht er auf die avantgardistische Rolle ein, die seiner Meinung nach, seine Gruppe ein nimmt. Denn nur sie würden etwas für die Freilassung von Um Sayfillah al-Ansariyyah tun. Ebenso ist er davon überzeugt, dass die Tawaghit (Götzenanbeter hier wohl der Deutsche Staat) zerstört werden wird. Für Abu Talha ist dies Gott gewollt.

“Schwester sei nicht traurig, Denn wir haben dich gehört / Trauer nicht mehr länger, die Tawaghit werden zerstört

Ob sie wollen oder nicht, Allah versprach uns diesen Sieg / Umm Sayfillah al-Ansariyy, Ja dies ist dein Nasheed

Ob sie wollen oder nicht, Allah versprach uns diesen Sieg / Umm Sayfillah al-Ansariyy, Ja dies ist dein Nasheed

 

Die Umma ist geblendet, Doch wir wurden geehrt / Schwester bleibe Standhaft, kein Ende des Jihads

Die Umma ist geblendet, Doch wir wurden geehrt / Schwester bleibe Standhaft, kein Ende des Jihads”

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf einen Kommentar eingehen, den ich auf einme Blog gefunden habe, auf dem dieses Nasheed gepostet wurde.

” Möge Allah subhenehu ue teale uns ermöglichen die Schwerter bzw. Kalasch[n]ikows auch hier in Europa hoch zu halten. Wir bitten Ihn uns siegreich zu machen und die Flagge des Islam wehen zu lassen.”

Das Zitat drückt glaube ich recht gut die Wirkung solcher Lieder aus, die von den Machern, in diesem Fall Abu Talha al-Almani, gewünscht ist.

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Anasheed für den Jihad?

Wie unter anderem die New York Times gestern in einem Artikel berichtete beschuldigen deutsche Behörden den ehemaligen Rapper Denis Mamadou Cuspert (Abou Maleeq) aktiv für den Jihad zu werben. So zitiert die New York Time deutsche Beamte, dass Abou Maleeq den Frankfurter Attentäter Arid U. inspiriert hätte – bei dessen Anschlag im März diesen Jahres starben 2 U.S. Soldaten. Der Artikel fährt fort, dass Abou Maleeq zwar jegliche direkte Beteiligung an dem Anschlg zurückweist aber zugleich nichts verwerfliches an der Tat findet, denn Arid U. hätte ja Soldaten, die auf dem Weg gewesen wären um Muslime zu tötetn und keine Zivilisten getötet. Diese Art der Legitimierung des Anschlags fand man in den meisten jihadistischen Statements dazu (siehe hier).

Seitdem Rapper Denis Mamadou Cuspert seine Musik Karriere beendete tritt er hauptsächlich als islamsicher Prediger und als Sänger von Anasheeds auf, die meiner Meinung nach als jihadistisch bezeichnet werden können. Im folgenden führe ich einige Textstellen von ihm an, die dass gut verdeutlichen.

Wofür wir stehen

Allah segne unseren Weg, egal wohin er geht

für Gerechtigkeit ya Allah, unser Blut für Shuhada

Unsere Brüder schreien und fallen, Heiliger Boden wo Bomben fallen

Mein Herz schlägt für Jihad und das bis zum Jüngsten Tag

[…]Auf der Suche nach dem Tod, unsere Geschwister sind in Not

Sheikh Usama

“Generationen hast du geprägt, und die Umma neu geprägt

Fi-Sabilillah Jihad, fühlt wie die Erde bebt

mit unserem Blut bezahlen wir den Preis, und meinet nicht wir wären Tod

[…] Unser Weg kennt nur ein Ziel, die Zufriedenheit Allahs

die höchste Stufe im Firdaus (Paradies), nur zu erreichen mit Ikhlas (Aufrichtigkeit)

[…]Sheikh Usama bin Laden, dein Name fließt in unserem Blut”

Seit längerem betreibt Denis Mamadou Cuspert eine Hompage, durch die er Spenden sammeln will, um muslimischen Gefangenen zu helfen, zum Beispiel in dem er die Kaution für sie durch diese Spenden bereitstellt. So hat er seine Seite  passender Weise Ansar al-Aseer (Helfer der Gefangenen) genannte. Die dazugehörige Facebook Gruppe hat ca. 850 Anhänger. Auf Ansar al-Aseer veröffentlicht er in unregelmäßigen abständen Texte. Mit einem von diesen will ich mich heute noch kurz auseinandersetzten. Der Text ist ein Kommentar und eine Zusammenfassung des Statements von Abu Usma al-Gharib (einem der Mitbegründer der GIMF, der in Österreich im Gefängnis sitzt). In seinem Statement, das im August diesen Jahres auf Arabisch veröffentlicht wurde, wirft er Deutschland vor weibliche muslimische Gefangene, namentlich Filiz G., zu foltern und ihnen zu verbieten den Hijab zu tragen. Als Reaktion darauf fordert er Anschläge sowohl innerhalb Deutschlands, als auch auf deutsche Ziele im Ausland. Filiz G. distanzierte sich allerdings von dem Statement.

Das Schreiben trägt den Titel “Schande über uns den untätigen schlafenden! Unsere Schwester, erniedrigt, entblösst und entehrt im Gefängniss des Taghut”. Zu erst erbost Abou Maleeq sich darüber, dass man die Nachricht über die Folterung einer Muslima von einem Gefangenen erhalten müsse. Diese würden sich in Gefangenschaft befinden, weil sie nur ihren Schöpfer anerkennen würden und ihm folgen würden. Somit ist zu vermuten, dass für ihn unter anderem die Unterstützung einer Terrororganisation in den oben genannten Rahmen passt. Sie wären im Gefängnis

“allein aus dem Grund, weil sie einzig und allein ihren Schöpfer anerkennen, anbeten, folgen und gehorchen, sich keinem untergeben, ob Präsident oder König, seien es ihre Gesetze und Verordnungen – ihre Niderwerfung und Ergebenheit gebührt einzig Ihrem Herrn, dem Höchsten und über alles Erhabenen, dem Schöpfer aller Dinge und nicht der Schöpfung, allein Seiner Gesetzgebung, der Wahrheit und Gerechtigkeit und keiner der menschlichen Gelüsten und Neigungen entsprungenen Gesetzgebungen, fehlerbehaftet und voller Makel, bestimmt durch ihre Interessen – Geld, Macht, Reichtum, Ansehen und all ihre Begiereden im Diesseits.”

Die Mehrheit der Muslime hätte sich bereits so dem Westen angepasst, dass die Gefangenen, die dem wahren Islam folgen würden, ihnen fremd wären und sogar von ihnen getadelt würden.

“Die Gefangenen sind fremd, selbst unter ihren Glaubensbrüdern, in Vergessenheit geraten und finden keine Erwähnungen von jenen, die behaupten die Ummah anzuführen, zu lehren und auf der Mimbar zu stehen, das Rechte zu gebieten und das Schlechte zu verbieten – nein vielmehr bewegt sie, was ihnen nicht schadet und keine Probleme bereitet […] Und wenn die Aseer von einigen dieser Ummah erwähnt werden, werden sie verleugnet und fallen gelassen, es wird sich von ihnen distanziert und die Loyalität ihnen gegenüber, selbst wenn auf ihnen Fehler oder Sünden lasten sollten – jene kehren sich von ihnen ab und darüberhinaus attackieren sie mehr als so manch ein Kafir und Feind Allahs.”

So würde ihn auch nicht die Nachricht von Abu Usama al-Gharib überraschen, dass Filiz G. gefoltert werde. Im weiteren Verlauf beschreibt er die angebliche Folter und Erniedrigung sehr detailiert und fordert seine Glaubensgenossen dazu auf, ihr zur Hilfe zukommen.

“Tief am boden, kriechend, auf der Suche nach mehr Dunya, fern von Problemen für Allahs Sache, in der Masjid, bei der Familie, in Ruhe und Gelassenheit, als würde man im islamischen Staat leben, man diskutiert über jede kleinste Sache, über Sunnan und Pflichten, doch vergisst man die Ehre und Würde unserer Ummah, unsere Schwester, erniedrigt und gefoltert von den Feinden Allahs und wir finden keine Erwähnung über diese Angelegenheit, erwägen nichts zu tun und sei es nur ein Wort der Wahrheit gegen diese Feinde Allahs; sie zu entblößen, ihre Machenschaften und Verbrechen aufzuzeigen und unsere Schwester zu verteidigen – wo sind die sogenannten Salafis – die Folger der rechtschaffenen Vorfahren, wo sind sie, wenn es heisst der höchsten Pflichten nachzukommen, wenn es heisst Opfer zu bringen und Probleme um Allahs Willen auf die Schulter zu lasten, […]

Während unsere Schwester erhaben über uns fliegt, fern von dieser Dunya, im Herzen schon ein grüner Vogel des Paradies, auf der Suche nach der Zufriedenheit ihres Herrn und getrieben nach Sehnsucht zur Widerkehr zum Höchsten, kleben wir wie die Fliegen am Honig, bis wir darin untergehen und bereuen unsere Rüssel zu tief in die Süße dieser Dunya eingetaucht zu haben – da wird uns ein Khameez und eine faustlanger Bart nichts nützen.”

Seiner Meinung nach sei nicht Filiz G. die wahre Gefangene sondern eben alljene Muslime, die sich zu sehr auf alles Diesseitige beschränken würden.

“Möge Allah uns zu jene machen, die emporsteigen und niemals fallen werden und den Tod der Shuhadah und Siddiqin und das Wohlgefallen des Höchsten erlangen werden.”

Das Erlangen des Märtyrertods ist ein immer wiederkehrendes Motiv, sowohl in seinen Anasheeds als auch in seinen anderen Statements. Dies ist führ mich mit einer der deutlichsten Hinweise, dass er so indirekt den Jihad gut heißt und dazu aufruft.

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IMU – Der Fall “Schokocafe” – Abu Adam al-Almani – Filiz Gelowicz

Nun will ich mich mit dem zweiten Schreiben beschäftigen, das in den letzten Tagen von der IMU veröffentlicht wurde. Auch bei diesem Schreiben wird Abu Adam als Verfasser genannt und es ist auf April 2011 datiert. Das Schreiben beschäftigt sich größten Teils mit dem Verfahren gegen Filiz Gelowicz (siehe hier). Abu Adam beschreibt auch welche Lehren die deutschen Muslime aus dem Vorgehen der Deutschen Behörden gegen Filiz Gelowicz ziehen müssen und welche Schritte auf dem Weg zum Jihad sie machen sollen.

Abu Adam empfindet das Urteil gegen Filiz Gelowicz natürlich aus seiner Sicht für völlig ungerechtfertigt und ungerecht. Denn dem Urteil würden menschengemachte Gesetze zugrunde liegen. Aber nur die Gesetze Gottes müssten befolgt werden.

“Laut der Gesetzgebung Allahs, dem Herrn der Welten, hat unsere Schwester sich nichts zu Schulde kommen lassen- im  Gegenteil, sie hat gute und tugendhafte Taten begangen, die Ehre und Anerkennung verdienen und dem Islam und den Muslimen weiterhelfen.”

“Die Mujaheda Filiz ist eine Muslima, die zum wahren Islam aufruft, ein wahrer Islam mit al-Wala wal- Bara (Loyalität und Lossagung) und einem Jihad fisabililläh.”

Des Weiteren behauptet Abu Adam, dass die deutsche Meinungsfreiheit dort enden würde, wo der wirkliche Islam erst anfange. Den die Propagandavideos, die Filiz Gelowicz produzierte und veröffentlichte, würden sich in keiner Weise von den Nachrichten unterscheide, die die deutsche Regierung und alle westlichen Regierungen veröffentlichen würden. Den Betrag von 3.200 den sie für eine Terrororganisation spendete setzt er in Beziehung zu den Ausgaben die Deutschland für den Einsatz in Afghanistan hat.

“Das Urteil zeigt also ganz deutlich eine Feindschaft gegenüber dem Islam und den Muslimen.”

Selbst wenn Deutschland sich sofort vom Afghanistan Einsatz distanzieren würde und auch sonst alle Handlungen gegen den Islam unterlassen würde, so würde doch diese eine Gerichtsverhandlung ausreichen, um den Jihad (hier als Krieg zu verstehen) gegen Deutschland als vollkommen gerechtfertigt und dies würde laut Abu Adam auch mit den Lehren des klassischen Islams übereinstimmen. So sei dies nicht nur ein Verbrechen von Seiten der deutschen Regierung, sondern erst recht eine Prüfung für alle Muslime.

Als Lehre aus dem Gerichtsurteil zieht Abu Adam den Schluß, dass Muslime nicht mehr in einem Land leben sollten, dass nach menschengemachten Gesetzen regiert wird. Sie sollten vielmehr in ein Land auswandern, in dem die Shariah herrscht. Um diesen Standpunkt zu untermauern, zitiert er Abdallah Azzam.

“Ein Muslim, der unter den Staaten des Unglaubens lebt, ist nicht von der Pflicht der Hijrah und des Jihades befreit, auch wenn er den Muhajereen und den Mujahedeen regelmäßig hohe Geldsummen spendet. Das Spenden der Geldsummen befreit ihn erst von diesen Pflichten, wenn er auswandert an einen Ort, an dem die Muslime die Oberhand haben, er einen Treueeid leistet und sein Amir ihn mit dieser Arbeit im Außendienst beauftragt.”

So beschreibt Abu Adam einen Weg, den jeder Muslim seiner Meinung nach beschreiten sollte, wenn er noch “unter den Ungläubigen leben” würde. Als erstes müsste der Muslim an einen Ort auswandern, an dem die Shariah herrsche und der Jihad praktiziert wird. Während der Vorbereitung sollte er sich ausrüsten und auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.

Zu diesen Punkten würden noch einige hinzukommen, da es sich bei Deutschland um ein Feindesland handeln würde. Die Muslime müssten Beutezüge machen – hierbei bezieht er sich auf eine Fatwa von Anwar al-Awlaqi. Außerdem sollen sie der Wirtschaft schaden und er ruft zum Mord an Deutschen auf, da deutsche Soldaten auch Frauen und Kinder umbringen würden.

Nachdem er ausgewandert sei müsse er sich nur noch einer Gemeinschaft anschließen, die sich im Jihad befindet und einen Treueeid auf den jeweiligen Amir leisten.


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