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Abu Talha al-Almani – “Ghurabah (die Fremden)” – Nasheed

Letze Woche ist auf den diversen YouTube Kanälen, die mit den Gruppierung Salafimedia und Millatu Ibrahim assoziiert sind, ein neues Nasheed von Abu Talha al-Almani (ehemals Deso Dogg bzw. Abou Maleeq) veröffenlicht worden. Es ist eine deutsche Umdichtung des in jihadistischen Kreisen sehr beliebten Nasheeds “Ghurabah” (die Fremden), dieses auf arabisch verfasste Nasheed kann durch aus als eine Art Evergreen betrachtet werden.

In diesem mittlerweile bereits traditionellem Nasheed weren die Muslime als eine Avantgarde dargestellt. Gerade im Kontext der im Westen Lebenden radikalen Muslime, die mit den Inhalten solcher Texte sympathisieren, verdeutlicht der Text, dass sie nicht ein Teil unserer Gesellschaft werden sollten, sondern stolz sein könnten sich in unserer westlichen Gesellschaft eben fremd zu fühlen. Das Gefühl der Fremdheit wird somit im Gedankengut der radikalen Muslime zur Gewissheit sich auf dem “Richtigen Weg” zu befinden.

Bevor ich mich der Umdichtung von Abu Talha al-Almani widme, möchte zum Vergleich die Übersetzung einiger Passagen der arabischen original Nasheeds anführen.

“Ghuraba (die Fremden) 4x

Ghuraba (die Fremden) 4x

Die Fremden beugen ihre Stirn niemandem außerGott (Allah)

Die Fremden haben dies zum Lebensmotto gewäht

Wenn du uns fragst, so kümmern wir uns nicht um die Tyrannen

Wir sind die regulären Soldaten Gottes (Allahs), unser Weg ist ein reservierter Weg

[…] Wir werden uns nie um die Ketten kümmern, sondern immer weiter machen

Wir werden uns nie um die Ketten kümmern, sondern immer weiter machen

Also lasst uns den Jihad machen(نجاهد), die Schlacht schlagen(نناضل) und von neuem kämpfen (نقاتل من جديد)

Die Fremden, so sind sie frei in der unterworfenen (wört. versklavten دنيا العبيد) Welt

[…] Wie oft erinnern wir uns an eine Zeit, in der wir frohen Gemutes waren

Das Buch Gottes (Koran)  rezitierten wir morgens und abends

Der Prophet sagte: Der Islam begann als etwas Fremdes und wird als etwas Fremdes zurückkehren, so wie er begann. Reue (Taubah) für die Fremden.”

Die angebliche Aussage des Propheten Muhammad, die am Ende des Nasheeds angeführt wird, soll vermutlich auf die Anfangszeit des Islams hinweisen, zu der Muhammad noch in seiner Heimatstadt Mekka lebte und durch sein öffentliches predigen der neuen Religion vielen Anfeindungen ausgesetzt war. Somit wird durch dieses Nasheed versucht, die Situation, die ein radikaler Muslim bzw. Jihadist in unserer heutigen Gesellschaft erlebt, mit der Lebenserfahrung Muhammads zu vergleichen. Am Ende jedoch konnte Muhammad, nachdem er nach Medina ausgewandert war, triumphierend nach Mekka zurückkehren und die meisten Mekkane nahmen den neuen Glauben, den Islam, an.

Abu Talha al-Almani hat das oben beschriebene Nasheed auf den deutschen Kontext umgedichtet. So geht er zum Beispiel auf in Deutschland in Haft sitzende Gefangene eine, die wegen der Finanzierung terroristischer Vereinigungen oder der Durchführung eines Anschlags verurteilt wurden.

Im folgenden werde ich Passagen des Textes wiedergeben und mit einigen Kommentaren versehen. Zu Beginn weißt Abu Talha darauf hin, dass seiner Meinung nach die islamische Gemeinschaft in Not sei und er geht auf das Thema muslimischer Gefangener ein, die wegen Terrorismus verdacht in Haft sind. Dieses Thema beschäftigt ihn schon länger und er ist der Meinung, dass sie dafür nicht verurteilt werden können, da sie nur ihre Religion praktizieren würden.

“Ghuraba, wir sind die Fremden, ob lebendig oder tot

Ghuraba, wir sind die Fremden , unsere Ummah ist in Not

In den Zellen sind Gefangene, überall auf dieser Welt

es Sind Jundullahs Söhne und sie werden dort gequält”

Als erstes Beispiel für eine Gefangene, nennt er Aafia Saddiqui. Sie ist eine pakistanische Neurowissenschaftlerin, die im Februar 2010 wegen vermutlichen Mordes an einem US Solaten verurteilt wurde. In jihadistischen Kreisen ist sie sehr bekannt, so existiert ein Video Ayman al-Zawahiris über sie. Zu dem stellt er die rhetorische Frage, was sie machen sollten für die Gefangenen.

“Ghuraba, Aafia Siddiqiui, wir schließen dich in unsere Duwa

Ghuraba, allen Naseer bleibe Standhaft für Allah

In den Zellen sind Gefangene, überall auf dieser Welt

es Sind Jundullahs Gefangne und sie werden dort gequält

Was sollen wir machen? Sollen wir schweigen oder stehen wir für sie auf?

Ghuraba, wir sind die Fremden und wir geben niemals auf”

Im nächsten Abschnitt geht er auf zwei in Deutschland in Haft sitzende Musliminnen ein. Über beide sind auf Abu Talhas Hompage bereits Texte veröffentlicht worden. Aber besonders über Umm Sayfillah al-Ansaraiyyah gibt es dort reichlich Material. Sie ist die Frau eines der so genannten Sauerland Attentäter und sitzt wegen der Finanzierung einer terroristischen Vereinigung in Haft. Auf der Hompage Ansar ul-Aseer und auf YouTube werden in regelmäßigen Abständen Briefe und Statements von ihr veröffentlicht. Nach dem diese vorgelesen wurden nimmt zum Beispiel noch Abu Usama al-Gharib dazu Stellung. Es tauchten in letzter Zeit auch häufiger Gedichte auf YouTube auf, die angeblich von Umm Sayfillah stammen sollen.

“Ghuraba, ya Umm Ubayda bleibe stark, hör’ auf zu weinen

Ghuraba Um Syfillah auch für dich sind wir am weinen

In den Zellen sind Gefangene überall auf dieser Welt

Es Sind Jundullahs Schwestern und sie werden dort gequält

Könnt ihr hören wie sie dort schreien, oder sind die Herzen tot

Heute sind es die Geschwister, morgen seit ihr schon in Not”

Er geht auch wie schon in seinem letzten Nasheed, dass über die oben genannte Umm Sayfillah handelte (siehe hier: Schwester bleibe Standhaft) auch dieses mal wieder Ari U. ein, der das Attentat am Franfurter Flughafen, bei dem zwei US Solaten starben, im März 2011 verübte. Als letztes geht er auf die “Geschwister”, die die “Zeichnen leugnen” würden. Damit ist die Mehrheit der deutschen Muslime gemeint, die dem jihadistischen Gedankengut nichts anfangen können. Aus Sicht u.a. von Abu Talha sie sie allerdings nur nicht in der Lage den Koran bzw. die religiösen Quellen richtig zu deuten.

“Und versucht es nicht zu verleugnen, denn die Verse sie sind klar

Denn die Gläubigen sind Geschwister, so sagt es doch Allah

Ghuraba 4x

Ghuraba, ya Arid Uka, ya Mujahid mach Duwa

Für uns hier draußen und für unsere Shuhada

Unsere Geschwister leugnen die Wahrheit, doch die Zeichen sie sind klar

Allah verschleierte ihre Augen, darum nennen sie uns die Ghurabah”

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IMU – “Ja, wir sind Terroristen” – Abu Ibraheem al-Almani

Am Freitag wurde im al-Shamikh Forum ein neues Video der Islamischen Bewegung Usbekistans veröffentlicht. Das al-Shamikh Forum ist eines der größten und bedeutsamsten jihadistischen Internetforen. Das neue Video trägt den Titel “Ja, wir sind Terroristen”. In einigen deutschen Medien wurde bereits über das Video berichtet, da es am Ende eine explizite Anschlagsdrohung gegen Deutschland enthält. Das Video ist mit einem Standbild des Reichstags hinterlegt, auf welches ein Foto von Abu Ibraheem kopiert wurde,

Zu Beginn des Video geht Abu Ibraheem al-Almani auf die unterschiedliche Verwendung des Begriffes Terrorismus ein. Den für ihn ist es “merkwürdig”, dass die hochgerüsteten Staaten der westlichen Welt, die in Afghanistan einmarschiert seien, den “barfüßigen Taliban, der nicht genügen Geld hat um sein Kalaschnikow-Magazin aufzufüllen” als Terroristen zu bezeichnen. Er bringt noch weitere solcher Besipiele.

“Wir kämpfen wie sie kämpfen. Doch ihr Kampf ist Frieden und unser Kampf ist Terror. Auf beiden Seiten fließt Blut. Doch ihr Blut ist heilig und unser Blut hat auf dem Weltmarkt keinen Wert mehr.”

Im Anschluss daran sagt Abu Ibraheem, dass sie in diesem Kontext Stolz darauf seien von der westlichen Welt als Terroristen bezeichnet zu werden.

“Ja! Ja, wir sin Terroristen! Und wir sin stolz darauf Terroristen zu sein. Wir terrorisieren die Feinde Allahs, die Übertreter, die Unheilstifter. Wir bekämpfen und terrorisieren jeden, der unsere Religion beleidigt und unsere Heiligkeit mit Füßen tritt. […] Die Feinde Allahs reichen im Pyramidensystem bis zu jenen, die die Feinde Allahs auch wählen und auch denen die sie nicht wählten jedoch mit der Wahl oder dem System der Wahl zufrieden sind. Jene gehören auch zu den Feinden Allahs. All diese genießen von uns keine Sicherheit.”

An die von ihm so genannten Feinde des Islams gerichtet, sagt er, dass seiner Meinung nach Islam Krieg bedeutet, Krieg für jeden der ihren Frieden stören würde.

“Es ist uns eine Freude der Schrecken der so genannten Weltmächte zu sein.”

Nach dem er eine Stelle aus dem Koran rezitiert, kommt er zum Schluss, dass sie “vornehme Terroristen” seien, da sie nur den Befehlen Allahs gehorchen würden und sie würden einen “tugendhaften Terror führen”. Die Gründe des Westens für den Krieg wären reine weltliche und materialistische, wohingegen die “Muslime” nur für das Wohlwollen Allahs diesen führen würden.

Im weiteren Verlauf geht er auf Ari U.  ein, dem der erste jihadistische Anschlag in Deutschland gelang. Im März letzten Jahres erschoss er zwei US Soldaten am Frankfurter Flughafen. Abu Ibraheem geht ebenso auf Nidal Malik ein, der im November 2009 13 Menschen auf dem US Stützpunkt Fort Hood erschoss.

“Unser Bruder Arid U. ist ein Mujahid und wir hier in den Bergen sind stolz auf ihn. Wir schauen auf ihn hoch, so wie wir auf die Sterne blicken. Ihm gehört Respekt und jeder Muslim der mit Allah als Herrn und dem Islam als Religion und mit Muhammad (sas) als Propheten zufrieden ist, sollte ihn (Arid U.) respektieren und Allah darum bitten ihm auch so einen Mut zu verleihen, wie Arid, der Mujahid mit dem mutigen Heldenherz.”

Für Abu Ibraheem gibt es keinerlei Diskussion darüber ob die Taten von Arid U. bzw. Nidal Hassan gerechtfertigt war. Das gefährliche an dieser Stelle ist, dass er die Grenzen zwischen dem normalen Gläubigen und einem Terroristen förmlich verschwinden lässt, denn die im Zitat angeführten Kriterien erfüllt jeder gläubige Muslim und könnte sich sich potenziell dadurch angesprochen fühlen.

Es versteht sich fast von selbst, dass er auf Obama eingehen muss, den er als Pharaonen unserer Zeit und als Anführer der Kreuzzüge bezeichnet. Das Bild der Kreuzzüge ist in der jihadistischen Propaganda immer wichtig. So wird in vielen Propaganda Reden oder Schriften der Westen gerne als Kreuzzügler dargestellt.

Er erklärt den Dialog, den angeblich zwischen uns und ihnen gab, für beendet.

“Zwischen uns und euch richtet das Schwert.”

Er ruft die Umma dazu auf zu kämpfen und die Feinde Allahs zu terrorisieren.

“Ich rufe hiermit jeden Mulim auf sich an diesem gesegneten Kampf zu beteiligen. Denn dies ist eine Angelegenheit der gesamten Umma. […] Die Zeit in der wir leben, erwartet von jedem Muslim, das er ein Mujahid ist.”

Dem Gläubigen Muslim würden nur zwei Möglichkeiten bleiben, entweder er würde auswandern, in die Gebiete, in denen der Jihad geführt wird oder er kann sich dazu entschließen den Terror unter den Ungläubigen, also hier im Westen, zu betreiben. Für ihn ist die Auswanderung allerdings die vorzuziehende Alternative, da sie die sichere sei.

“Der einzige Grund, der es dir heute erlaubt unter den Kuffar zu leben ist der Terror fi sabilillah.”

Im Anschluss rechnet er mit den muslimischen Predigern ab, die seiner Meinung nach den Islam nur als Theorie verbreiten würden aber die praktischen Aspekte dabei vergessen würden. Zu dem hätten sie sich von den Mujahideen und dem Jihad distanziert. Dadurch, dass sie sich vom Terror distanziert hätten, hätten sie sich auch vom wahren Islam entfernt.

Seine letzten Worte richtet er an diejenigen, die scih entschlossen haben im Westen zu leben und von dort den Terror auszuüben.

“Denn sie lieben das Leben, wie wir den Tod. […] sicherlich kommst du an Streichhölzer oder du bist im Stande Züge zu entgleisen und wenn du es nicht schaffst, lieber Bruder, sie zu töteten, dann schade ihrer Wirtschaft, zerstör ihre Gebäude und v.a. die staatlichen und die Gebäude, in denen sie das irdirsche Leben genießen, wie beispielsweise die Diskotheken, die Einkaufszentren und die Restaurants. Mach ihre Spaßgesellschaft zu nichte. Erinner sie an die Reichskristallnacht. Und sorg für Schalagzeilen und lass sie in Trauer leben. […] lass deiner Kreativität freien Lauf. Wichtig dabei ist, dass es sichtbar ist. Das deine Tat, eine Tat im Namen des Islams war.

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Statements salafistisch (jihadistisch) deutscher Internetseiten zum “Frankfurter Attentat”

Nach dem schrecklichen Anschlag, bei dem gestern zwei amerikanische Soldaten gestorben sind, möchte ich  kurz einige Statements deutschsprachiger salafistischer jihadistischer Internetseiten, zu diesem Thema, beleuchten.

Mittlerweile  wird wohl davon ausgegangen, dass Arid U. ein Einzeltäter war und keine terroristische Organisation hinter sich hatte. Er soll sich in letzter Zeit wohl auffallend schnell im Internet, durch den Besuch salafistischer Internetseiten, die zum Teil auch direkt zum Jihad aufrufen, radikalisiert haben. So sagt die Frankfurter Rundschau (siehe hier), dass er auf seiner Facebookseite, die seit heute Morgen gesperrt ist, Pierre Vogel bei seinen Interessen angab. Pierre Vogel ist Mitglied im Verein “Einladung zum Paradies” (EZP), der in Deutschland als sehr dubios wahrgenommen wird und auch immer wieder unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes steht.

Zunächst möchte ich auf ein Videostatement des Vereins “Einladung zum Paradies” eingehen, in dem sich Sven Lau – ein deutscher Konvertit – von dem Anschlag distanziert und die Verbindungen, die laut der Presse zwischen seinem Verein und Arid U. bestanden haben sollen leugnet. In seinen Augen ist das die typische Hetze der Medien. Allerdings ist dieses Video, sowohl auf der Seite von EZP als auch auf YouTube gelöscht worden, sobald es wieder auftaucht werde ich noch etwas näher drauf eingehen.

Als zweites möchte ich auf den Beitrag eines Blog eingehen, der vor allem durch die Verbreitung jihadistischer Materialien sich größerer Beliebtheit erfreuen dürfte. So veröffentlicht dieser Blog regelmäßig Video – und Audiodateien, sowie Statements der Islamischen Bewegung Usbekistans.

Zuerst schildert er nur die Ereignisse, ohne diese zu kommentieren. Er zitiert den hessischen Innenminister und übernimmt dessen Deutung, dass es sich bei dem Attentat um eine islamistisch motivierte Tat handele. Als Begründung für die Tat, die für ihn wohl vollkommen legitim ist führt er an, dass die „westlichen Kreuzritter“ nun auch schon in Europa unbeliebt seien.

“Die Unbeliebtheit der westlichen Kreuzfahrer macht sich nicht nur dort, wo sie Terror verbreiten bemerkbar, sondern auch hier in Europa nimmt der Hass auf sie zu.

Möge Allah  (swt) den Bruder aus Kosovo für seine wundervolle Tat segnen und beschützen und dem Terror der Kreuzfahrer ein Ende bereiten.”

Am Schluss will ich noch auf ein drittes Statement eines deutschsprachigen jihadistischen Blogs eingehen. Dieser beginnt mit der Feststellung, dass das Attentat „islamisch motiviert“ gewesen sei. Danach kommentiert er einen Artikel von „Die Welt“, an dem man seiner Meinung nach die schlecht Qualität des deutschen Journalismus bemerke. Diesen bezeichnet er im Laufe des Textes immer wieder als „Gossenjournalie“. Dabei stellt sich ihm zuerst die Frage nach dem Tatmotiv, die er sehr ähnlich zum vorherigen Statement beantwortet. Der Autor hat den Blog des vorherigen Statements mitbegründet, bevor er sich “selbstständig machte. Somit dürfte nicht verwundern, dass die beiden Meinungen doch recht nahe beieinander liegen.

Da haben wir schon ja schon ein passendes Tatmotiv. Die Kuffar führen Krieg gegen die muslimischen Länder  und töten dort Muslime. Und es braucht auch keiner so tun als ob das nicht so wäre oder scheinheilig retorische Fragen stellen. Es ist so.”

Einen weiteren Punkt, der ihn aufregt, ist die Doppelmoral, mit der der Westen, seiner Meinung nach, dieses Attentat und zum Beispiel Angriffe der ISAF unterschiedlich bewertet.

“Man muss sich aber vorher schlau machen, denn so theatralisch wurde nicht mal über die totgebombten Afghanen (entführte Tanklaster wurden bombardiert aber soviele tote Zivilisten? Also irgendwas is daran faul…)  hierzulande berichtet obwohl die Bundeswehr dieses Massaker zu verantworten hatte. Es gibt einen Begriff für  solche eine Haltung: Doppelmoral.”

Für die Reaktionen von Politiker wie Merkel und Obama hat er auch nichts anderes als Hohn übrig:

“Leere Worte von Menschen, die ohne Gewissensbisse junge Leute für eine sinnlose Weltanschauung in den  sicheren Tod schicken genauso wie Hitler es tat. Jedoch ist es heute nicht der Nationalsozialismus der die freien  Völker bedroht sondern die Demokratie mit ihrem Kapitalismus. Und wenn mich nicht alles täuscht hat die  Demokratie mit ihrem Kapitalismus jetzt den zweiten Platz direkt nach dem Kommunismus als  Menschenvernichtungsideologie eingenommen und somit den Nationalsozialismus abgelöst.”

Zu den Internetspuren, die oben schon mal erwähnt habe, sagt er, dass sich einige Journalisten “als Heuchler den Zugang zu islamischen Foren erschlichen hätten”. Zu dem lehnt er die Bezeichnung “heiliger Krieg gegen alle Ungläubigen” ab und bezeichnet die als “ausgemachten Quatsch. Für ihn ist das Attentat ein “Teil des Jihads gegen die westlichen Kreuzzügler”. Aus einer jihadistischen Perspektive heraus, relativ verständlich, warum er die zweite Bezeichnung bevorzugt. Denn der kleine Jihad – der bewaffnete Kampf, oft fälschlicherweise mit Heiliger Krieg übersetzt – darf nur in einer defensiven Absicht angewandt werden. Die erste Bezeichnung würde wohl zu sehr vermuten lassen, dass es sich dabei um einen Angriffskrieg der Muslime handele, der aus ihrer Sicht eben nicht haltbar wäre. Aus ihrer eigenen Perspektive sehen sie sich aber mit einem von der westlichen Welt begonnen Krieg konfrontiert, womit das klassiche Verständiss eines defensiven Jihad für sie wieder passt.

“Diese Tat ist nur eine Antwort auf alle das Unrecht. Und all dieses Unrecht lässt das Herz bluten, wen wundert es also noch, dass es Menschen gibt, die so handeln? Ich fordere jeden zu einer Debatte heraus, der meint, das er die Tat von Arid U. nicht nachvollziehen kann.”

Das Arid U. seine Welt in Gläubige und Ungläubige aufteilte ist für den Autor das normalste der Welt und sieht dies unter dem Prinzip von al-Wala’ wa-l-Bara’ – siehe dazu einige meiner vorherigen Blogposts.

“Die Welt in Kuffar und Muslime aufzuteilen ist das normalste der Welt. Ihr teilt ja auch die Welt auf zwischen Muslimen und Kuffar. Man nennt das Al Wala wal Bara. Hass und Liebe für Allah SWT. Ohne Al Wala wal Bara ist der Glaube nicht vollkommen, wenn überhaupt vorhanden. Al Wala wal Bara hindert den Moslem daran sich mit den Kuffar gegen die Muslime zu verbünden.”

Zum Schluss will ich noch ein Zitat bringen, wie der Autor zum Jihad steht.

“Ich selber will ja noch lange aktiv sein und würde mich davor hüten direkt zum Jihad aufzurufen, weil das eine Straftat darstellt (Aufruf zu einem fremden Wehrdienst.) Jedoch kann man erläutern, dass es Pflicht für jeden Moslem ist in den Jihad zu ziehen. Jeder Moslem soll nun die Konsequenzen aus diesem Hukm ziehen. Und ja Jihad ist eine sehr schöne Ibada und sehr segensreich. So siehts aus. Und man darf sich natürlich verteidigen wenn die Kuffar angreifen. Ihr Kuffar greift sogar präventiv an. Schämt euch gefälligst was, dass ihr der Ummah vorwerft, dass sie sich verteidigt.”

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