Tag Archives: Pakistan

IMU – “Der Muster Muslim” – Abu Ibraheem al-Almani – und “Ali der Scharfschütze”

Seit Mitte Oktober hatte die Islamische Bewegung Usbekistans wieder einiges veröffentlicht. So die Englische Übersetzung eines Märtyrervideos, die usbekisch/russische Übersetzung von “Frohe Bothschaft aus Pakistan – Teil 2”, eine Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani für den verstorbenen Anwar al-Awlaqi und ein Schreiben von Um Safiyya mit dem Titel “Einigkeit und Recht und Freiheit”.

Zunächst will ich mich kurz mit dem Märtyrervideo beschäftigen. Es wurde bereits im Sommer auf der Hompage der IMU in einer usbekischen Variante veröffentlicht. Es trägt den Titel “Ali der Scharfschütze” und sei ein weiterer Teil in der Serie über die Märtyrer der IMU. Diese wären ein ein Beispiel für ihren festen Glauben. Es hat eine Märtyreraktion der IMU auf die Bagram Airbase zum Inhalt, die am 19. Mai 2010 stattgefunden haben soll. Laut Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU sollen bei dem Angriff 20 Kämpfer der IMU beteiligt gewesen sein, von denen angeblich  jeder eine Sprenstoffweste trug. Die IMU könne keine Bilder des Angriffs zeigen, da die Medien das Ereignis ignoriert hätten. Der Angriff sei in Kooperation mit verschiedenen Jihad Gruppen organisiert worden.

Wie auch schon in den beiden Märtyrervideos zuvor, wird eine Person herausgehoben, mit der sich der Betrachter identifizieren soll. In diesem Fall Ali, der aus Tadjikistan stammt und 2009, ein Jahr vor dem Angriff auf Bagram, zur IMU stieß. Er sei einer der Anführer der Gruppe gewesen. Im Anschluss werden einige Videos eingespielt, die ihn im Kampfgebiet als Scharfschütze zeigen.

Bevor er nach Pakistan kam, habe er als einfachere Arbeiter in Russland gearbeitet. Dort sei er von einem Kollegen zum Jihad aufgerufen worden. Nachdem dieser aus Pakistan zurück kam, hätten sie ihn gefragt wo er gewesen sei und er antworte an einem Ort, der besser als Mekka sei. Sieh hörten seine Erzählungen über den Jihad in Pakistan voller Faszination, so dass sie ebenfalls die gleiche Erfahrung machen wollten. Er erzählt wie er dem ehemaligen Amir der IMU Muhammad Tahir Farouq den Treueid schwor und wie nahe er diesem stand. Im Anschluss wird lang und breit erläutert, dass er, obwohl er verheiratet war und Kinder hatte trotzdem ein Selbstmordattentat verüben wollte.

Nun will ich mich der Eulogie von Abu Ibraheem al-Almani auf Anwar al-Awlaqi widmen. Das Video wurde am vergangenen Wochenende auf der Hompage der IMU veröffentlicht. Es trägt den Titel “Der Muster Muslim” und soll somit der beispielhafte Rolle von Anwar al-Awlaqi für die Jihadisten verdeutlichen. Ebenso würde sie ihn das “Vorbild der Gelehrten” nenne und ihn hätte das Beste getroffen, was einen Muslim im Diesseits treffen können, nämlich den Märtyrertod.

Sie wären über den Märtyrertod von Anwar al-Awlaqi nicht erstaunt, denn er hätte sich für die Wahrheit eingesetzt und sei deswegen von den Ungläubigen getötet worden und Allah würde seine Liebling zu sich holen, so Abu Ibraheem al-Almani. Die Biografie von ihm, die mit der des Propheten Musa (Moses) verglichen wird, wäre ein Vorbild für alle Jugendlichen und besonders für diejenigen, die in der westlichen Welt leben würden, denn Anwar al-Awlaqi hätte es geschafft sich von der materiellen Welt zu lösen und sich auf den Weg Gottes zu begeben um den Jihad zu führen.

Abu Ibraheem spielt die Rolle des Todes von Usama b. Laden und Anwar al-Awlaqi herunter, denn nicht die beiden Personen hätten all die Mujahideen rekrutiert sondern die Ideologie des Jihads und auf dessen Weg würde eine neue Generation die Führung übernehmen.

Zum Schluss gibt er ein Hadith wider, in dem der Prophet Muhammad gesagt haben soll

“Die Leute des Jemen, sind die Leute der Weisheit und des Glaubens.”

Damit spielt er auf die jemenitische Herkunft, sowohl von Anwar al-Awlaqi als auch von Usama b. Laden an.

Im letzten Jahr hatte die Carnegei Endowment ein sehr gutes Event über Anwar al-Awlaqi. Die Audiodatei und das Transcript kann man sich auf ihrer Hompage herunter laden.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – Frohe Botschaft aus Pakistan – Teil 2

Die Islamische Bewegung Usbekistan hat am Freitag insgesamt drei neue Videos in den einschlägigen Foren und auf ihrer Homepage online gestellt. Mit einem davon werde ich mich näher auseinandersetzten. Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” sollte laut einem Schreiben der Isamischen Bewegung Usbekistans bereits Ende Juli online gestellt werden, nachdem sich angeblich die Produktion verzögerte, da sie Computer Probleme hatten – siehe ihr Statement “Fiese Harddisk”.

Allerdings wurde es nun so wie die beiden anderen auch erst am Freitag publiziert, kurz nach dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Einige Teile von dem hier zu besprechenden Video und “Ghazwa ul-Hind” ähneln sich stark. Es wurden zumindest die Bilder von ein und dem selben Überfall der Islamischen Bewegung Usbekistans auf einen Konvoi der pakistanischen Armee verwendet. In beiden Videos wird das Hauptaugenmerk auf ein Hadith des Propheten Muhammad gelegt. Nach dem Hadith sei der Kampf um das Gebiet, dass man damals mit al-Hind bezeichnete, ein größerer Verdienst, als der Kampf um andere Gebiete. Al-Hind umfasse das heutige Pakistan, Kashmir, Indien, Nepal, Buthan, Bangladesch, Sri Lanka und die Maledieven. Somit lässt sich damit gut um neue Rekruten für den Jihad in Pakistan werben.

Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” beginnt mit Bildern verschiedener Aktionen gegen die pakistanische Armee. Über diese Bilder werden Interviewschnipsel gelegt. So sagt am Anfang Hakeemullah Mehsud Anführer der TTP (Pakistanische Taliban), dass die demokratische Regierung Pakistans nach unislamischen Prinzipien regieren würde. Kommandeur Jihad Jarr bekräftigt seine Freude über die Gebiets gewinne der Mujahideen und ärgert sich, dass die Medien nicht darüber berichten bzw. die Erfolge vertuschen. Diese wären nur durch die Einheit der Muhajireen und den Ansar möglich gewesen. Die beiden Begriffe gehen auf die Zeit des Propheten Muhammad zurück. Mit den Muhajireen wurden diejenigen bezeichnet, die gemeinsam mit Muhammad nach Medina auswanderten (Hijra). Dort wurden sie von einem Teil der lokalen Bevölkerung Unterstützt, den sogenannten Helfern (arab. Ansar). Im jihadistischen Kontext werden die als Muhajireen bezeichnet, die aus ihren Heimatländern “auswandern” um aktiv am Jihad teilzunehmen und die Bevölkerung der jeweiligen Länder, die den Jihadisten helfen als Ansar.

Desweiteren lässt man am Anfang noch Quari Hussain zu Wort kommen, er ist ein Mitbegründer der TTP. Er beschwört die Mujahidden sich nicht von Medien einreden zu lassen, dass sie kurz vor einer Niederlage stehen würden. Denn zur Zeit würden sie nur Racheaktionen gegen die Pakistaner durchführen, aber in naher Zukunft würde der Jihad erst richtig anfangen und man werde ihn ins pakistanische Kernland tragen. Hier finden sich auch wieder Anspielungen auf al-Hind. Er zitiert einen Ausspruch Muhammads, nach dem ein Heer aus Khorasan kommen werde und al-Hind erobern würde.

Nach diesem Anfang beginnt der eigentliche Film “Frohe Botschaft aus Pakistan”. In Abschnitte eingeteilt wird dem Zuschauer erklärt warum der Jihad gegen Pakistan ebenso eine allgemeine Pflicht für jeden Muslim sei wie der in Afghanistan oder dem Irak. Zum einen werden Interviews geführt “mit einigen der Größen des Jihads in Pakistan” so wie sie es nennen und sie zeigen ihre Sicht der Geschichte der Ereignisse von 2002 bis zur Eskalation durch die Operation Kaloosha 2004 und wie dadurch ihrer Meinung nach der Jihad gegen Pakistan unabdingbar geworden wäre.

Der erste Geschichtsteil fängt an in dem sie kurz zusammenfassen,über welche geschichtlichen Zusammenhänge sie die Zuschauer im 1 Teil der Serie informiert hätten. Zum Beispiel wie die Mujahideen der IMU auf ihrer Flucht aus Afghanistan nach Süd-Waziristan (Wana) gelangt seien. Die Ereigniss und der Kampf gegen die US-Truppen, die schließlich zur Flucht der IMU nach Pakistan führten, werden von ihrem ehemaligen Amir Muhammad Taher Farooq geschildert. Hakeemullah Mehsud lobt die IMU und deren Amir, dafür dass sie die letzte Schalcht gegen die Amerikaner in Afghanistan in Shaykot geschlagen hätten. Vor dieser hätten sie ihre Familien nach Wana geschickt um sie in Sicherheit zu wissen. Dort hätten die Familien versteckt leben müssen. Bei der Schlacht um Shykot wäre ca. 70 Anhänger der IMU gestorben. Wegen der großen Verluste wären der Rest der IMU dazu gezwungen gewesen sich ebenfalls nach Pakistan zurückzuziehen. Anfangs hätten sie nicht im Sinn gehabt gegen die pakistanische Armee zu kämpfen. Denn durch ihren Rückzug nach Wana wollten sie ihre Verletzten pflegen können und neue Kräfte sammeln um sich erneut ihrem Hauptfeind entgegenstellen zu können. Zu der damaligen Zeit seien das noch “die Amerikaner und Kreuzzügler in Afghanistan” gewesen. Sie hätten jedoch erkannt, dass es ihre Pflicht sei die einheimische Bevölkerung zum “wahren Islam” aufzurufen. Dieser beinhaltet nach dem Verständnis der IMU selbstverständlich auch den Jihad. Ihre Ideen wären bei den Ansar auf fruchtbaren Boden gefallen sagt Mounir Chouka (Abu Adam). In der Zeit von 2002, nachdem sie sich in Wana angesiedelt hatten bis 2004, nach ihrer erneuten Flucht, dieses mal von Wana nach Nord-Waziristan, hätten sie laut Aussagen von Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU, 40 große Operationen in Afghanistan durchgeführt.

Die Islamische Bewegung Usbekistans hätte in Pakistan aber nicht nur die Ansar vorgefunden, deren Hilfsbereitschaft wichtig für sie gewesen war, sondern auch einen Feind. Denn die pakistanische Regierung und die Armee wären ihnen feindlich gesinnt gewesen. Allerdings sei es der Glauben der Mujahideen, das sowohl Pakistan als auch die Stammesgebiete nur Gott gehören und somit sei es rechtens, dass sich die IMU mit ihren Familien dort niederließ um den Islam und die Sharia’ nach ihrem Verständnis auszuleben. Die pakistanische Regierung konnte und wollte solch ein Verhalten auf ihrem Territorium nicht dulden. So wollte sie, wie es das Video darstellt, die Mujahideen mit allen Mitteln vom Weg des Jihad abbringen. Die Armee führte angeblich 70 Razzien durch. Vor diesen hätten sich die Anhänger der IMU aus den Dörfern zurückgezogen, um einer Konfrontation mit der pakistanischen Armee zu entgehen. Diese Ereignisse schilder Mufti Abu Zarr Pakistani – der Sharia’ Beauftragte der IMU – in recht dramatischer Weise.

Der Wende im Verhalten der IMU gegenüber dem pakistanischem Staat sei nach einer Militär Aktion gewesen. Bei dieser hätte die pakistanische Armee eine Sitzung gestürmt und dabei unter anderem zwei bekannte Mujahideen getötet, Abu Muhammad al Turkistani und Abu Abdalrahman al-Kanadi. Zudem hätte die Regierung vermehrt Mujahideen festgenommen und sie an die USA ausgeliefert. Durch diesen stetig wachsenden Druck wäre die IMU zu einer Aktion gezwungen gewesen. So hätte die IMU zusammen mit den pakistanischen Ansar durch eine Shura beschlossen, dem pakistanischen Staat den Jihad zu erklären. Der Amir der IMU Muhammad Taher Tarooq hätte die Entscheidung auch öffentlich erklärt.

Der IMU fällt es nicht sonderlich schwer Argumente zu finden, die den Jihad gegen Pakistan legitimieren. So würde die pakistanische Bevölkerung darin gehindert den wahren islamischen Glauben zu lernen. Wenn überhaupt würden sie ihn nur aus Büchern kennen. Zu dem wäre die pakistanische Regierung sofort an die Seite der USA gesprungen, nachdem diese den Krieg in Afghanistan begonnen hätte. Abu Adam schildert einige militärische Aktionen Seitens der Pakistaner gegen die Mujahideen, bei denen sie, nach dessen Angaben, mehrere Märkte bombadiert hätten. Im Anschluß werden sehr drastische Bilder der angeblichen Opfer gezeigt. Er führt weiter aus, dass die Gewalt Pakistans gegen die Mujahideen nicht erst vor kurzem begonnen hätte, sondern bereits seit dem Jihad gegen die Soviets in vollem Gange sei. So hätte Pakistan angeblich bei der Ermordung Abdallah Azzams und bei der Verhaftung Abu Musab al-Suris geholfen und letzteren an die USA ausgeliefert. Darauf werden einige kurze Videos eingeblendet in denen man vermutlich pakistansiche Gefangene sieht wie sie misshandelt werden. Als einen weiteren Beweis für Pakistans Brutalität führen sie die Ereignisse der Stürmung der Lal Masjid  in Islamabad 2007 an.

Für die IMU steht ebenfalls fest, dass die pakistanische Regierung hinter der Ermordung von Nizamuddin Shamzai steht. Er hatte die Angriffe Pakistans auf die Muhajireen und die Ansar für unrechtmäßig gefunden und in einem Rechtsgutachten erlassen, dass für die pakistanischen Soldaten, die bei diesen Angriffen sterben, nicht das islamische Totengebet gesprochen werden dürfte. Als “letztes Verbrechen” Pakistans nennen sie einen Vorfall vom 19. Mai 2011, das sie höchst dramatisiert schildern.

Auf Grund all dessen hätten sich die Muhajireen und die Ansar dazu entschieden, gemeinsam den Jihad gegen Pakistan zu erklären. Dies hätte am 19. März 2003 stattgefunden und einige der Ansar schworen dem Amri der IMU die Treue. Ein Treuschwur aus dem Video lautet wie folgt:

“Uthman Adil: Wir leisten dir den Treueid, für das Erhöhen des Wortes Allahs und für den Tod auf Allahs Weg.”

Im Anschluss an die Bilder dieser Nacht, lässt man wieder den Anführer der TTP zu Wort kommen, der bestätigt, dass es der Verdienst der IMU gewesen sei den Jihad auch nach Pakistan zu bringen.

Damit endet der geschichtliche Teil, der vor allem dadurch interessant ist, dass die IMU die Ereignisse aus ihrer Sicht erzählt. Im weiteren Verlauf des Videos beschreiben sie die Lebenslauf von Abbas Mansour und Quari Hussain sowie deren Aufgaben in ihren jeweiligen Jihad Gruppen.

Im Anschluss daran kommt wieder Hakeemullah Mehsud zu Wort. Dessen Aussage finde ich ist eine der wohl interessantesten im ganzen Video. Insbesondere für uns westliche Beobachter. Denn er erklärt, dass die verschiedenen Organisationen nicht voneinander zu unterscheiden seien.

“Wie bereits gesagt, haben die TTP und die IMU eine starke Beziehung. Wenn ein fremder hier ankommt, kann er kaum einen Unterschied zwischen uns beiden Bewegungen erkennen. Er schafft es nicht zu unterscheiden wer zur TTP gehört und wer zur IMU. Und diese Namen die ihr kennt wie TTP und IMU, dass sind nur Namen zur Erkennung. Aber unsere Jama’a (Gemeinschaft) ist eine. […]”

Dann würd nochmal der angebliche Vorzug des Jihads von Pakistans mit dem bereits oben erwähnten Argument bekräftigt.

Das Video endet mit Bildern einer Operation der IMU gegen die pakistanische Armee. Diese sei im April 2011 “hochmütig durch das Gebiet Watcho Chora stolziert“. Bei dieser Aktion seien sie sehr erfolgreich gewesen.

Abu Adam führt noch aus, dass es für die Mujahideen nicht nur ein Kampf um ein Stück Land sei, sondern um einen Platz im Paradies gehe. Er bezeichnet den Tod eines Jihadisten als “die Krönung einer jeden Seele”.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – Hindernisse im Jihad – Abdul Fatah Ahmadi

Anfang Mai wurde die deutsche Übersetzung eines Schreibens des Vize-Amirs der Islamischen Bewegung Usbekistans im Internet veröffentlicht. Wie der Titel schon vermuten lässt, werden die möglichen Hindernisse behandelt, welchen einem Jihadist begegnen können, wenn er in den Jihad zieht. Alles in allem, macht er zehn mögliche Hindernisse aus. Am Ende des Schreibens schildert Abdul Fatah Ahmadi die Geschichte des eines tajikischen Jihadisten – Abdul Qayyoum at-Tadjeki – dieser sei “kürzlich […] Anfang 2009 zu ihnen gestoßen”. Er habe Anfang des Jahres eine Märtyreroperation unternommen und sei dabei gestorben.

Ein paar Tage später ist von der IMU, ebenfalls ein Märtyrervideo für Usama b. Laden veröffentlicht worden. Es ist hauptsächlich aus alten Bildern und Videos zusammengeschnitten und nur von mittelmäßiger bis schlechter Qualtität.

Das Schreiben beginnt mit zwei Koranversen (47,31 und 3,146), in denen der Gläubige dazu aufgerufen wird standhaft zu bleiben. Die Standhaftigkeit und die Geduld, seien wichtige Fähigkeiten, die jeder Mujahid haben sollte.

“Viele Geschwister, die es schaffen hier auf Ardul-Jihad [wörtl. Erde des Jihads; Gebiete, in denen der bewaffnete Jihad geführt wird] anzukommen, denken, dass die Prüfungen des Lebens aufhören, wenn sie im Jihad sind, dass sie am jüngsten Tag bereits von den Geretteten sind und dass die einzigen Hindernisse im Jihad, der Feind, eventueller Hunger und die geringen Mittel sind.  […] Die wahren Prüfungen fangen erst hier im Jihad an. Der Erste, mit dem das Höllenfeuer angezündet wird, ist ein Mujahed und nach Erfahrung sind die kleinsten Hindernisse im Jihad, der Feind, der Hunger und die geringen Mittel.”

Abdul Fatah Ahmadi legt allen möglichen Jihadisten die Lektüre, der Werke von Abdullah Azzam ans Herz, denn dieser hätte die Themen Hijrah und Jihad theologisch sehr gut behandelt und außerdem hätte er selber sieben Jahre aktiv am Jihad teilgenommen, weshalb er auch über die Hindernisse, die man auf dessen Weg überwinden müsse, geschrieben habe. Dies könnte zwar abschreckend auf viele Muslime wirken, aber als er im Kampfgebiet ankam, empfand er die Lektüre von Abdullah Azzam, “als optimales Reisegepäck für den Jihad.”

Da Abdul Fatah Ahmadi nun selber bereits seit 13 Jahren aktiv am Jihad teilnehme, wolle er seine Erfahrungen und Ratschläge weitergeben und speziell von seinen Erfahrungen vom Jihad in Pakistan berichten.

Das erste Hindernis, dass er ausmacht, sind unsere Geheimdienste (“Die Geheimdienste der Kuffar”). Obwohl die pakistanische Regierung, “gezwungen durch die Amerikaner” enormen Druck auf die Mujahideen in den pakistanischen Stammesgebieten ausgeübt hätte, müssten sie nicht mehr in Verstecken leben, sondern es sei zu einem “offiziellen Ort der Hijrah geworden”. Die Pakistaner, würden Aktionen gegen die Mujahideen nur vortäuschen und spielen, um die Videos, den Amerikanern als Beweis zu zeigen. Da es dem pakistanischen Geheimdienst nicht gelingen würde, brauchbare Informationen aus den Stammesgebieten zu bekommen, würden sie mittlerweile versuchen die Stammesführer mit Geld zu bestechen und sie so als Spione zu gewinnen.

“Da die IBU und die TTP (Tahreek Taliban Pakistan) den Jihad gegen Pakistan begannen und bifadlilläh bis zum heutigen Tage die größten Stärken in ihm darstellen, sind sie der größte Dorn im Auge der pakistanischen Regierung und dessen Geheimdienst, dem ISI.”

Die pakistanische Regierung hätte die Kämpfe zwischen ihren Truppen und der IMU sowie die daraus resultierende Unsicherheit vieler jihadistischer Gruppierungen ausgenutzt, um das Gerücht zu streuen, dass die IMU im Auftrag Indiens kämpfen würde.

“Der Jihad von Pakistan ist jedoch nicht nur eine Angelegenheit zwischen den Mujahedeen und der pakistanischen Regierung, sondern zwischen den Mujahedeen und der halben Welt. Denn alle sich vom Jihad bedrohend fühlenden  Staaten haben ihre Geheimdienste eingeschaltet und es herrscht ein Stau beim Abhören der Telefongespräche und Abfangen der Emails und ein bissiger Kampf beim Austausch der Informationen zwischen den verschiedenen Geheimdiensten.”

Das zweite Hindernis seien die Spione, die sich jederzeit unter die Gläubigen mischen würden. Dieses Phänomen hätte es bereits zur Zeit des Propheten Muhammad, nach dessen Auswanderung nach Medina gegeben. Zu dem würden die Drohnen, die 24 Stunden über ihren Köpfen kreisen würden, die Lage noch verschlechtern. Sie hätten noch keine Lösung dafür gefunden, aber dafür wäre es gelungen mehrere Spione festzunehmen. Gegen sie wäre öffentlich ein Urteil gemäß der Scharia’ vollzogen wurden, was wohl heißt, dass sie auf brutalste Weise hingerichtet wurden.

“Die Spionflugzeuge, welche mittlerweile 24 Stunden über unseren Köpfen kreisen, stellen neben dem Jihad in Afghanistan, im Irak und neuerdings auch im Jemen, schon seit ca. vier Jahren hier in Pakistan eine große Bedrohung dar.
In einem unserer Ingenieurzentren gibt es durch Allahs Beistand neue technische Fortschritte und der Tag rückt näher, an  dem wir euch inscha‘Allah die freudige Nachricht verkünden, dass wir den Drohnen ein Ende gesetzt haben. Bis dahin  bleibt uns nur das Bittgebet, die Standhaftigkeit und militärische Antworten auf jede ihrer Drohnen.

Als drittes Hindernis, benennt Abdul Fatah Ahmadi unsere Medien (“Die Medien der Kuffar”). Diese würden Lügen über die Mujahideen verbreiten und deren Erfolge vertuschen – ich muss zum Teil schmunzeln, wenn ich Meldungen der afghanischen Taliban lese, in denen sie verlautbaren lassen, sie hätten wieder 40 ISAF Soladten getötet und 4 gepanzerte Jeeps zerstört.

“So zerfiel beispielsweise die Emara in Afghanistan nicht durch einen militärischen Erfolg der Kreuzzügler, sondern durch einen Medienstreich. Nach einer nur relativ kurzen Zeit, nachdem die Kreuzzügler in Afghanistan einmarschierten, hieß es im Radio, dass Kabul von den Amerikanern eingenommen wurde. Auf Grund dieser Information verlagerten die Mujahedeen im 500 km erntfernten Kandahar ihre Basen und gingen ensprechende Schritte. Die Ereignisse in Afghanistan spitzten sich laut Medienberichten so zu, dass viele Mujahedeen sich in die Berge zurückzogen und somit die Armeen der Ungläubigen es leichter hatten militärisch vorzugehen.”

Außerdem würden sie Zwietracht unter den einzelnen jihadistischen Gemeinschaften sähen, in dem sie falsche Meldungen herausgeben würden, dass der eine den anderen verraten hätte usw.

Das vierte Hindernis sei die Naivität und die Unerfahrenheit von vielen Jugendlichen, die sich ihnen anschließen würden. In den letzten vier Jahren hätte sich viele Menschen aus allen Teilen der Welt dem Jihad angeschlossen, die meisten von diesen seien Jungendliche gewesen und fast wöchentlich würden Neuankömmlinge eintreffen. Sie seien noch alle anfällig für die oben genannten Probleme und würden den westlichen Spionen einen Einblick in die jeweiligen Gruppen bieten, da sie die Sicherheitsvorkehrungen nur halbherzig befolgen würden.

Als fünftes Hindernis macht er die “Undankbarkeit und Ungeduld in den eigenen Reihen” aus. Hier seien ebenfalls wieder die Jugendlichen besonders anfällig. Die Gefahr bestehe, so Abdul Fatah Ahmadi, vor allem darin, dass die “ungeduldigen Heimkehrer” nur schlecht über den Jihad in Afghanistan reden würden bzw. erzählen würden wie anstrengend und nicht durchführbar die Aufgaben seien. Die Abkehr vom Jihad bezeichnet er als “Fahnenflucht”.

Das sechste Hindernis seien “undisziplinierte Geschwistern” oder wie er sie lieber nennen möchte – “Chaoten”. Als Beispiel führt er eine Situation an, als jemand aus der Gruppe, die er im Kampf befehligte, seine Wache nicht richtige verrichtet hätte und er ihn darauf hingewiesen hätte. Dieser aber keinerlei Einsicht gezeigt hätte.

“Ja tatsächlich, er sagte dass wir keine Soldaten seien und dass wir keine strickten Regeln bräuchten wie die dort hinten und  zeigte auf die Soldaten der Kuffar. Einer der Anwesenden war entsetzt und sagte zu ihm, dass wir sehr wohl Soldaten seien und zwar die Soldaten Allahs. Er fügte hinzu, dass die Soldaten der Kuffar auf Grund von Geld kämpfen, wir jedoch für die Wahrheit, was bedeutet, dass wir noch disziplinierter und engagierter sein müssen als sie.”

Mittlerweile würden immer mehr Jihadisten dieses aufmüpfige Verhalten an den Tag legen. Sie würden keine Befehle befolgen und würden ihre Freiheiten völlig ausleben wollen. Zu dem wüssten sie nicht die Stellung eines Amirs richtig einzuordnen.

“Im Islam hat alles seinen Platz und seine Ordnung. Diese Geschwister haben nicht verstanden, dass sie sich einer islamischen Armee angschlossen haben, die Regeln hat. Wenn eine dieser Regeln oder einer der Befehle nicht befolgt werden, schwindet der Segen in unseren Reihen und der Sieg verzögert sich.”

Das achte Hindernis sei, dass einige Neuankömmlinge und einige der “Chaoten” würden neue Gruppen gründen und sich somit außerhalb der von den verschiedenen Gruppierungen geschaffen Ordnung bewegen. Denn sie müssten sich nur einer der bereits existierenden Gruppen anschließen.

“Mit dieser Ordnung vertrieben sie bereits die Russen, lassen die Amerikaner und die NATO derzeit die Hölle auf Erden kosten und begannen auch den Jihad in Pakistan und Tadjekistan. Der neue Mujahed braucht sich nur noch einzuordnen.”

Das neunte Hindernis benennt er “Der Shaytan [Satan] und die Märkte”Abdul Fatah Ahmadi sagt, der Satan sei zwar besiegt, wenn der einzelne in den Jihad ziehe, aber er lasse nicht locker, um jeden Jihadisten von seinem Weg abzubringen. So würde der Satan einzelnen Jihadisten einflüstern, das man viel dringender an anderer Stelle den Jihad weiterführen oder in sein Heimatland zurückkehren solle um Geld zu sammeln. Allein schon durch die Gedankenspiele, würde der Jihadist seine Gruppe im Stich lassen, denn er könne seinen Pflichten so nicht mehr richtig nachkommen.

Da die Lebenssituation der Mujahideen mittlerweile in den pakistanischen Stammesgebieten sehr gut sein soll und sie diese größtenteils kontrollieren würden, eröffneten immer mehr Märkte mit allen möglichen Waren.

“Gerade in den letzten zwei Jahren wurden diese Geschäfte, Märkte und Produkte so ausgebaut, dass man fast sagen kann,  dass dem Lebensstandard eines Mujaheds aus Europa vorgesorgt wurde und es ihm an nichts fehlt. Markenprodukte sind hier keine Seltenheit. Lebensmittel, Kleidung, Möbel, Waffen- und Militärausstattungen sowie elektronische Geräte wie Laptops  und Küchengeräte sind die Produkte vieler Geschäfte auf diesen Märkten.”

Der Besuch von Märkten sei zwar im Islam nicht verboten, aber dennoch rät er davon ab sie zu besuchen, außer es sie seien nicht zu umgehen, wenn man Sachen für den Jihad besorge. Denn die Märkte seien ein Ort der Fitna und würden ein hohes Sicherheitsrisiko für den einzelnen und dessen gesamte Gruppe darstellen.

Als das nächste, das neunte Hindernis, macht er “Die zwei großen Versuchungen: Geld und Ansehen” aus. Diese beiden Punkte seien bereits von Abdullah Azzam besonders hervorgehoben worden. Der Mujahed müsse sich bewusst sein, dass die Bewunderung und Liebe, die ihm vom pakistanischen und afghanischen Volk entgegen gebracht wird, eigentlich nicht seiner Person gelte, sondern der Sache der er diene, also dem Islam. Dies könne ebenfalls wieder zu Fitna führen.

Zwar lasse man, wenn man in den Jihad zieht, alles Diesseitige (dunya) zurück, aber diese komme sehr oft zurück, wenn man sich bei den Mujahideen eingelebt habe und die Trainingslager absolviert hätte. So komme auch er Drang nach Geld zurück. Einige würden sich vom Geld ablenken lassen, denn solange sie sich Ausrüstung kaufen würden, um den Jihad voran zubringen, sei nichts dagegen einzuwenden. Das schlimmste sei aber, wenn sich einige Mujahideen Geld von Verwandten schicken lassen würden, die den Jihad nicht befürworten oder sogar Ungläubigen seien. Denn dies würde “die Ehre der Mujahideen senken”. Durch das auftun eigener Geldquellen, würden sich einige dazu veranlasst sehen, von ihren Gruppierungen zu entfernen und neue Gruppen zu gründen.

“Und leider muss ich auch die schlimmste Gier nach Geld erwähnen. Traurig aber wahr, erlebten wir ehmalige Mujahedeen, die hohe Geldsummen von den Kuffar und Murtaddeen annahmen und als Gegenleistung ihren Jihad nach den Interessen des  Feindes führten und manche verrieten sogar den Jihad und die Mujahedeen und verkauften für vergängliche Summen ihre Religion.”

Ihr verstorbener Amir Muhammad Taher Faruq hätte auch ein solches Angebot, vom pakistanischen Geheimdienst, bekommen, dies aber abgelehnt.

“Wir Muslime lassen unseren Weg nicht von den Ungläubigen lenken!”

”Soll ich euch etwa diejenigen ausliefern, die mir zum Siege verhelfen!”

Als zehntes und letztes Hindernis, sieht er die Rükkehrer an. Denn viele von ihnen würden auf dem Weg in ihre Heimatländer gefangen genommen und würden alles ausplaudern, was sie über die Mujahideen wüssten. Oder sie würden, wie bereits oben erwähnt,

“sie kommen wieder in ihre Heimat zurück und erzählen Lügen und falsche Dinge, die sie auf Grund ihres begrenzten Verständnisses für richtig halten. So rate ich jedem da draußen, niemals die Informationen von einem Rückkehrer zu glauben.”

1 Comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Es lebe bin Laden” & “Fiese Harddisk” – Medienabteilung “Jundullah”

Heute Morgen hat die Islamische Bewegung Usbekistans zwei neue Statements und ein neues Nascheed veröffentlicht. Auffällig bei den beiden Statements ist, dass als Autor die ‘Medienabteilung “Jundullah”‘ genannt wird. Denn bei allen bisherigen Statements der IMU, konnte man immer einen Autor erkennen.

Das erste Statement geht am Anfang noch mal kurz auf das Problem der Glaubwürdigkeit der Nachrichten über den Tode Usama b. Ladens ein.

“Auf der ganzen Welt und zu jeder Stunde kamen Berichte über ihn im Fernsehen und im Radio, doch wußten die Menschen  und auch die Muslime leider nicht was man von dem ganzen glauben soll und was nicht. Fakt ist, dass unser bester Mann  und der Sheikh aller Mujahedeen nicht mehr unter uns ist.”

So hätten sie es als ihre “persönliche Pflicht empfunden ein Nascheed für ihren Helden zu schreiben.” An Hand einiger Textstellen, kann man sehr gut sehen, in welche Richtung der gesamte Nascheed geht.

“Der Abschied fällt uns schwer und wir vermissen dich.
Eine Seele steigt empor, es ist bin Laden.
Die Engel freuen sich und der Himmel öffnet sich,
welch wunderschöner Duft, es ist bin Laden

Wer brachte uns die Ehre und den Stolz zurück?
Die Antwort ist, Ussama bin Laden!

Egal wo auf der Welt du den Mujahed fragst: “Wer ist dein
Sheikh?“
Die Antwort ist: “Mein Sheikh das ist bin Laden!“

[…]

Wer ist an erster Stelle Amerikas Most Wanted List?
Die Spitze führt Ussama bin Laden!

Wer hat auf einen Schlag die Flagge in New York gehist?
Es war unser Ussama bin Laden!

Du, der in unserer Zeit der Held der Helden bist.
Sheikh ibn Muhammad bin Laden.

Edel ist der Weg, den du gegangen bist.
Wir lieben dich, Ussama bin Laden!
Wir lieben dich, Ussama bin Laden!”

Das Zweite heute Morgen veröffentlichte Statement wurde mit “Fiese Harddisk” betitelt. Dieses ist eigentlich nur eine Information, an “ihre Geschwister”, dass es zu Verzögerungen, bei der Veröffentlichung des zweiten und dritten Teils ihrer Videos zur Serie “Frohe Botschaft aus Pakistan” kommt. Denn die Festplatte, auf der die beiden Videos abgespeichert waren, sei irreperabel beschädigt worden.

“Liebe Geschwister, wir kommen gleich zum Wesentlichen und müssen euch mitteilen, dass es beim Projekt “Frohe Botschaft aus Pakistan Teil 2 & 3“ zu einer kleinen Verspätung kommt. Der zweite Teil war so gut wie fertig für den Upload, doch es  passierte ein kleines Unglück […] Die Harddisk, auf der das Projekt und  sämtliche Daten gespeichert waren, ging auf Grund von Erschütterung oder wegen eines Viruses kaputt. Trotz aller  Bemühungen, wie z.B. dem Engagieren eines Hardwarespezialisten aus dem Inland, konnten die Daten nicht gerettet werden.”

Doch seien alle Daten im “Großarchiv von Studio Jundullah” zur Sicherheit noch ein zweites mal gespeichert, so dass sie bereits damit begonnen hätten, die beiden Teile neu zu produzieren. Durch dieses Malheur wären sie aber jetzt in der Lage noch aktuelle Bilder mit zu verwenden. Der zweite Teil solle in der letzten Juli Woche erscheinen.

Sie nehmen dieses Ereigniss zum Anlass, um am Ende des Schreibens, kurz zu erklären, wie die Medienarbeit der Mujahideen abläuft.

Die Medien-Sudios befinden sich nicht wie viele denken im Inland, sondern mitten in den Bergen, man könnte auch sagen,  mitten auf dem Schlachtfeld. Und dementsprechend sind die Umstände. Ohne Strom und mit Hilfe von Solarsystemen,  Benzin-Generatoren und Autobatterien geben die Mujahedeen hier ihr Bestes, um die Geschwister weltweit anzuspornen und  auf dem Laufenden zu halten. In den Stammesgebieten gibt es zur Zeit drei Hauptfronten, in denen gekämpft wird.”

Mittlerweile würde an allen drei Fronten, keine drei Tage vergehen, ohne das eine Operation (Gefecht) durchgeführt würde. Jede einzelne dieser Operationen würde mit Video-Kameras aufgezeichnet, sodass das “Archiv von Jundullah förmlich am explodieren sei”. Die Mitarbeiter der Medienabteilung würden sich ebenfalls an den Kämpfen beteiligen. Da sie sich aber der großen Bedeutung der Verbreitung ihrer Videos usw. bewusst seien, würden sie die Medienarbeit “keine Sekunde vernachlässigen”.

Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

IMU – “Es lebe bin Laden” – Abdul Fattah Ahmadi

Vor ein paar Tagen ist die deutsche Übersetzung eines Schreibens, bezüglich des Todes von Usama b. Laden, des Vize Amirs der Islamischen Bewegung Usbekistans im Internet aufgetaucht. Es wurde mit “Es lebe bin Laden” betitelt.

Nach den religiösen Floskeln, beginnt Abdul Fattah Ahmadi das Schreiben, damit, die besondere Rolle Usama b. Ladens im Kampf der Mujahideen, zu erst gegen die Sowejts und dann gegen die USA zu preisen.

“Sheikh Usama bin Laden und seine Mujahedeen spielten eine große Rolle beim Sieg gegen das rote Imperium, die Sowjet-Union. Und später war es Usama bin Laden, der die Flagge des Jihad gegen den Pharaonen unsererer Zeit, die USA, hochragen ließ.”

Durch die westlichen Medien und ebenfalls durch “Autoritätspersonen der al-Qaeda” sei in letzter Zeit das Gerücht verbreitet worden, dass b. Laden schon seit längerem, auf seinem Anwesen in Abottabad gelebt hätte und dort auch getötet worden wäre. Diese Vorstellung lehnt Abdul Fattah Ahmadi allerdings entschieden ab.

“Wir glauben, dass der Anführer der Mujahedeen, genauso wie andere Anführer des Islams, bereits viele Jahre vorher auf dem Schlachtfeld gestorben ist.”

Denn das von al-Qaeda veröffentlichte Statement, bezüglich des Todes b. Ladens, beinhalte weder ein Datum des Todes, noch werde darin bestätigt, dass er in Abottabad gestorben sei.

“Der Fakt, dass es von ihm seit einigen Jahren in den Medien keine offiziellen Stellungnahmen mehr gab, die die Ereignisse der islamischen Ummah behandeln, lässt vermuten, dass er bereits zuvor diese vergängliche Welt verlassen hat.”

Dennoch würde die Islamische Bewegung Usbekistans die Stellungnahme “ihrer Brüder von al-Qaeda” respektieren. Außerdem wären die USA, laut Abdul Fattah Ahmadi, nicht in der Lage gewesen, b. Laden innerhalb der pakistanischen Grenzen zu liquidieren, ohne das Einverständnis und die Hilfe der pakistanischen Regierung. Aber dies ist für ihn nur eine hypothetische Annahme, da er ja davon überzeugt ist, dass b. Laden bereits seit längerem Tod ist.

“Und dies wäre ein weiterer Beleg dafür, dass wir richtig damit lagen die jihadische Revolution gegen Pakistan, den Dienern Amerikas, zu beginnen, zeitgleich zum Jihad in Afghanistan gegen die Anführer des Unglaubens, den USA, gegen die NATO  und die abtrünnige Regierung Karzais.”

Der Märtyrertod ihrer Anführer, würde sie nur in ihrer Überzeugung stärken, denn Jihad weiterzuführen. Zu dem glaubt er, dass die USA, Israel und die NATO Streitkräfte, “schon bald zur Gerechtigkeit gezogen und für alle Verbrechen bestraft” werden.

Zum Schluss, ruft er alle Muslime dazu auf, dem Jihad, gegen die pakistanische Regierung und die USA, zu unterstützten und zu führen.

“[…] den Jihad gegen die USA und die blutdurstige abtrünnige pakistanische Regierung zu führen, die einen großen Beitrag  leistete beim Sturz der islamischen Emara in Afghanistan, bei dem das Blut der Söhne des Islams floss und viele von ihnen für einen geringen Preis als Gefangene ausgeliefert wurden. Und allein die pakistanische Regierung ist verantwortlich für das Massaker an tausenden von muslimischen Frauen im Lal-Mesjed.”

Im letzten Satz, versichert Abdul Fattah Ahmadi allen jihadistischen Gruppen, die gegen die pakistansiche Regierung kämpfen den Beistand der Islamischen Bewegung Usbeksitans.


Leave a comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans

Deutschsprachige Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens

Ich will einige Statements zum Tode Usama b. Ladens wiedergeben, die ich auf deutschsprachigen Blogs und in Foren gefunden habe, die man als salafistisch bzw. jihadistsich bezeichnen kann.

Ein einhelliger Tenor bei allem was ich bis jetzt gelesen habe, ist dass die meisten den Tod von Usama b. Laden noch nicht glauben oder wahrhaben wollen und diese Nachricht erst ernst nehmen würden, wenn sie von “muslimischen Brüdern bestätigt wird”. Ebenso wird das Bild, das gestern in den Medien kursierte und das den toten Usama b. Laden zeigen soll, nur mit Spott und Hohn bedacht und als schlecht Fälschung tituliert. Es wurden recht schnell auf YouTube Videos hochgeladen, die beweisen wollten, dass das Foto gefälscht ist. Aus den Diskussionen um das Foto entwickelten sich dann die “üblichen” Verschwörungstheorien, die immer auftauchen, wenn es um al-Qaeda und die USA geht.

“Solange es nicht von den Muslimin bestätigt wurde ist es eh nur leeres Gerede. Und das Bild ist echt schlecht gemacht worden”

Des weiteren wird in den Foren darüber diskutiert, inwieweit Usama b. Laden durch seinen Tod zu einem Mythos wurde. oder wird  Manche vertreten die Meinung, dass der Mythos b. Ladens, nach dessen Tod, jetzt noch größer wird und als Magnet dienen könnte, um neue Jihadisten zu rekrutieren.

“Mit der Shahada von Osama bin Laden erschaffen die demokratistischen Terroristen lediglich ein Mythos der wesentlich effektiver weiterleben kann. Er (rahimullah) ist in Wirklichkeit vollkommen uninteressant. Die US-Terroristen haben nicht Osama bin Laden Shahid gemacht, sondern die Vorstellung in ihrem Bewusstsein. Die Demokratisten denken das sie damit ein Sieg errungen hätten. Das zeigt nur die Unwissenheit, sowohl des Volkes als auch der Regierung. Denn eine Schlacht zu gewinnen bedeutet nicht den Krieg gewonnen zu haben.”

Das die USA die Leiche Usama b. Ladens im Meer beerdigt hätten, um eine mögliche Pilgerstätte für Jihadisten bzw. Islamisten zu verhindern, wird lächelnd mit der Frage kommentiert, ob sie denn nicht wüssten, dass die Verehrung von Verstorbenen und das Pilgern zu deren Gräbern in der Salafiyya nicht erlaubt wären. Dies ist zwar richtig und die meisten Jihadisten sind auch sehr rigoros in der Einhaltung der Vorschriften, aber dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass ein mögliches Grabmal Usama b. Ladens zu einer Pilgerstätte geworden wäre, denn bereits zu Lebzeiten, hatte ich in manchen Videos, das Gefühl, dass ihm eine so große Verehrung entgegen gebracht wurde, dass ich mich wunderte, wie dieses Verhalten mit den strengen Regeln der Salafiyya zu vereinbaren sei.

Auf einem Blog, der regelmäßig jihadistisches Material publiziert, wurde erst nur relativ kurz darauf hingewiesen, das b. Laden gestorben sein soll und es werden westlichen Nachrichtenportale als Quelle angegeben. Kurz darauf wird in einem neuen Blogpost auf ein Statement der Tehrik e Taliban Pakistan (TTP) hingewiesen, die behaupten das er noch leben würde. Dieser Post ist dementsprechend betitelt:

“Unser geliebter Sheikh ist nicht gefallen!”

Die Stellungnahme der TTP wird auch direkt als Beweisdafür genannt, das er noch Leben würde.

“Die Kuffar können nur noch symbolische Erfolge vorweisen. Militärisch sind die geschlagen, ähnlich wie die Russen in Tschetschenien. So oft haben die Russen behauptet, dass Doku Umarov gefallen ist und er meldete sich immer wieder zurück.”

Im Kommentarbereich entspinnt sich eine Diskussion, die dem Muster folgt, das ich oben beschrieben habe. Auf einen Kommentar möchte ich näher eingehen. Er wurde vom Benutzer jundullah2010 verfasst. Er ist davon überzeugt, dass Usama b. Laden nicht Tod ist und er sich in den nächsten Tagen mit einer Videobotschaft melden werde,

“um die “Freude” der Kuffar zu dementieren”

Für jundullah2010 steht fest, dass die USA die Lüge über den Tod von b. Laden nur verbreiten, weil sie sich demnächst aus Afghanistan und dem Irak vollkommen zurückziehen wollen und es so nicht wie eine Niederlage aussehen würde. Außerdem versteht er die Hoffnung des Westens nicht, dass mit dem Tod b. Ladens, der Terror aufhöre, denn der Jihad hänge nicht von einer einzelnen Person ab, sonder sei eben eine Pflicht für jeden Muslim.

“Egal wie das Ende dieses großen Mannes (Shayk Osama) sein wird. Der Jihad hängt nicht von einem Mann oder Organisation ab, sondern ist die Pflicht Allah gegenüber und Allah ist DER LEBENDIGE-BESTÄNDIGE, und deshalb wird er (Jihad) unvermindert weiter geführt bis zum Tag der Auferstehung -alhamdulillah !!”

Gestern wurde auf demselben Blog noch ein Statement zum Tode Usama b. Ladens veröffentlicht.

“Seitdem diese, durch die Mudschahidien nicht-bestätigte Botschaft an die Öffentlichkeit gelangt ist, verbreiten sich sehr viele Gerüchte.

Die Vorgehensweise der ungläubigen Ratten, wenn sie denn überhaupt unseren geliebten Sheikh zum Märtyrer gemacht haben sollten, werfen einige Fragen auf.”

Es wird die Frage aufgeworfen, warum er so schnell bestattet wurde, aber zugleich weisen sie darauf hin, dass sie nicht in irgendwelche Verschwörungstheorien abschweifen wollen und erst einmal auf Stellungnahmen der Mujahideen warten würden. Außerdem weisen sie daraufhin, dass wenn er gestorben sei, er nur mit Gottes Willen den Märtyrertod hätte sterben können – hier sieht man den Glauben an die Prädestination, der in der Salafiyya weit verbreitet ist. Zu dem sei der Märtyrertod, der Tod den sich jeder Muslim wünschen würde. Im weiteren Verlauf, wird kurz geschildert, dass sich Usama b. Laden seit seiner “frühen Jugend” den Islam auf dem Schlachtfeld verteidigt hätte.

“Der edle Sheikh ist ein Sieger, für uns ist es eine frohe Botschaft wenn er als Märtyrer gefallen sein sollte, und ebenso,  falls er noch am Leben sein sollte. Sobald es neue Nachrichten seitens der Al-Qaida Geschwister gibt, werden wir diese hier veröffentlichen, mit der Erlaubnis Allahs dem Erhabenen.

Die Mudschahidien werden kommen und gehen, doch der Jihad und Kampf wird inschallah bis zum jüngsten Tag bestehen bleiben.”

Auf einer weiteren Seite, wird ein Blogpost mit folgenden Worten betitelt:

“Die Osama Lüge um das Gesicht zu bewahren”

Für den Verfasser steht fest, dass die USA nach “zehn Jahren sinnlosem Krieg” diesen Erfolg bräuchten.

“Man hätte Osama Bin Laden in einem Anwesen im pakistanischen Grenzgebiet gefasst? Der Mann, der seine Familie, seine Milliarden und sein gesamtes Hab und Gut hinter sich gelassen hat, um in den Bergen Afghanistans mit verärmten Bauern gegen die Sowjets zu kämpfen? Dieser Mann soll sich in einer Villa mit Sicherheitskräften aufgehalten haben?”

Auffallend ist, dass viele Forenmitglieder und Kommentarschreiber den Tod von Usama b. Laden nicht wahrhaben wollen und die Nachricht auch nicht glauben können. Dabei berufen sie sich meistens auf die Stellungnahme der TTP. Die so genannten Internet Klerikalen hingegen scheinen die Nachricht zu akzeptieren und sprechen Beileidsbekundungen aus.

Leave a comment

Filed under Uncategorized

IMU – “Der Shaheed aus dem Bundeswehrlager” – Abu Adam al-Almani

In den letzten Tagen sind zwei neue Schreiben der IMU in diversen deutschsprachigen jihadistischen Internetforen aufgetaucht. Als deren Autor wird jeweils Abu Adam al-Almani genannt. Das Schreiben, auf das ich jetzt eingehen werde, ist auf den März 2011 datiert und beschreibt die Geschichte eines jungen Afghanen – Harun al-Afghani -, der in einem Bundeswehrcamp als Übersetzer tätig war, nach zweieinhalb Jahren allerdings einen Gesinnungswandel hatte und sich einer jihadistischen Gruppierung anschloß, dann im selben Camp wie die Chouka Brüder, in Waziristan, war, dort ausgebildet wurde, für den Kampf gegen die Isaf Truppen in Afghansitan und angeblich bei einem Gefecht im Nordosten Afghansitans zu Tode kam.

Abu Adam beginnt den Text mit einer rhetorischen Frage, ob sich der Leser noch an seine Anfangszeit im Islam erinnern könne. Als man noch dachte, der Islam würde Märtyreroperationen verbieten und das der Jihad ein Phänomen der Vergangenheit gewesen sei. Zum einen Tut er dies um zu erklären, wie Harun al-Afghani bei der Bundeswehr als Übersetzer anfangen konnte und bestimmt versucht er darüber auch einigen Lesern, seine militante Leseart des Islams näherzubringen. So betont Abu Adam, dass die Geschichte von Harun al-Afghani eine besondere sei, weil er sich erst spät den Mujahideen anschloss.

“So höre der folgenden Geschhichte gut zu, denn sie wird dir keineswegs fremd erscheinen. Es ist die Geschichte des Shaheed aus dem Bundeswehrlager, Harun al-Afghani, ein junger Mann, der den Berg des Islams hinaufstieg und an der Bergspitze mit der Shahada gekrön wurde. Meine lieben Geschwister, Haruns Geschichte ist eine sehr interessante, denn Harun kam erst sehr spät in die Reihen der Mujahedeen und Harun verstand erst sehr spät die wahre Bedeutung des Islams und wer die wahren Gläubigen sind. Obwohl er seit seiner Geburt in Afghanistan lebte und viele seiner Verwandten im afghanischen Krieg von Ungläubigen getötet wurden, verstand er anfangs nicht die islamischen Hintergründe der Mujahideen. […] dachte er viele Jahre, dass die Mujahideen der Taliban und der Muhajereen [Auswanderer – Jihadisten aus anderen Ländern] eine falsche, hinterlistige Absicht haben und die Macht an sich reißen wollen, um die Menschen zu unterdrücken.”

Vor ca. dreieinhalb Jahren habe sich Harun al-Afghani bei der Bundeswehr als Übersetzer beworben und sei dort auch wegen seiner guten Englischkentnisse genommen worden. Er arbeitete als Ortskraft im Bundeswehrcamp in Kunduz und soll sogar wegen der guten Bezahlung sein Studium abgebrochen haben, leider wird nicht erwähnt was er studierte. Nachdem er einige Zeit dort arbeitete, soll er befördert worden sein und somit die Erlaubnis bekommen haben, sich frei im Bundeswehrlager zu bewegen. Er soll auch zum Teil seine Freizeit im Bundeswehrcamp verbracht haben, u.a. in der Kasernenkneipe. So soll er langsam bemerkt haben, dass diese Lebensweise nicht mit dem Islam (der Mujahideen) vereinbar sei. Ein weiteres prägendes Ereignis sei das Bombardement der zwei Tanklaster am 4 September 2009 gewesen.

“Harun sah Bilder der deutschen Spionageflugzeuge von Nahaufnahmen der Innenhöfe, in denen sich seine muslimischen Schwestern befanden. Er musste mit ansehen, wie die Bundeswehr in seiner Heimat gemischte Schulen für Jungen und Mädchen errichtete und die Bürger zum westlichen System aufruft. […] So erkannte er langsam die wahren Hintergründe des Einsatzes der Bundeswehr.”

Während dieses Prozesses soll er in einer Moschee in Kunduz Hadschi Omar, einen radikalen Prediger, kennengelernt haben. Nach dessen Predigten habe Harun al-Afghani den persönlichen Kontakt zu ihm gesucht, um mit ihm einige seiner Fragen zu erörtern. Hadschi Omar, habe Harun al-Afghani überzeugen können, dass er für eine Besetzungsmacht arbeite und er sich den Mujahideen anschließen müsse, da diese eben für die Befreiung des Langes kämpfen würden.

Er soll sich eine Waffe und ein Motorrad gekauft haben und sich auf den Weg zu den Mujahideen gemacht haben, um sich ausbilden zu lassen. Nach kurzer Zeit soll er nach Waziristan geschickt worden sein, für ein “Spezialtraining”.  Dabei habe er die beiden Chouka Brüder kennengelernt.

” Er war ein ganz besonderer Mensch. Irgendwie glich er einem Paradiesbewohner, der sich noch unter uns befand, wa la uzakki 3ala Allahi ahad. Ein sanftes Lächeln, eine ruhige Art zu reden und langsame und bescheidende Bewegungen, die auf eine innere Ruhe hindeuten. Viele Gebete und lange Koranrezitationen füllten seine Tage und Nächte.”

Nachdem er sein Training absolviert hatte, kehrte er in den Norden Afghanistans zurück und soll sich dort einer Märtyrergruppe angeschlossen haben. Sie planten eine Operation aber nachdem Isaf Truppen, in der Nähe ihres Quartiers ein Dorf “angriffen” und durchsuchten, entschlossen sie sich dorthin zu eilen um gegen die amerikanischen Truppen zu kämpfen. Bei diesem Gefecht starb Harun al-Afghani.

” Die Shahada (Märtyrertod) fisabililläh ist das Glaubensbekenntnis, das mit dem eigenen Blut ausgedrückt wird. Der Shaheed beweist Allah, dass nicht nur seine Zunge, sondern jedes einzelne seiner Körperglieder und sogar das Blut, das durch seine Adern fließt, bezeugt, dass niemand das Recht hat angebetet zu werden außer Allah.”

Über das zweite Schreiben, das sich mit dem Prozess gegen Filiz Gelowicz beschäftigt, werde ich in den nächsten Tagen etwas schreiben.

1 Comment

Filed under Islamische Bewegung Usbekistans