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Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens – Teil II

Heute will ich mich mit zwei Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens beschäftigen. Die erste ist der Aufruf von Pierre Vogel zum Totengebet für b. Laden am kommenden Samstag. Die zweite Stellungnahme ist vom Ansar al-Mujahideen English Forum (AMEF).

In seinem ersten Aufruf, wollte Pierre Vogel eine Veranstaltung abhalten, die sich mit dem Verhältnis von Islam und Terrorismus beschäftigen sollte. Die Veranstaltung ist mit “Wie erlangt man den Weltfrieden” überschrieben. An deren Ende sollte dann noch das Totengebet für Usama b. Laden gesprochen werden. Denn sie würden ihn als eine “neutrale Person” betrachten, da es keine Beweise für eine Verstrickung von ihm zu den Anschlägen von 9/11 geben würde. Zu dem würden sie dem westlichen Grundsatz folgen, “im Zweifel für den Angeklagten”. Das Totengebet ist mittlerweile abgesagt, aber die Veranstaltung soll weiterhin stattfinden.

Die Video, die im Allgemeinen als Geständnis Usama b. Ladens gedeutet werden, lässt er nicht gelten. Denn diese seien willkürlich zusammengeschnitten, weshalb man der Kontext der Aussage nicht kennen würde, den er für sehr wichtig hält. Die Tonqualtität sei des weiteren sehr schlecht. Außerdem, so Pierre Vogel, würde sich Usama b. Laden dort nicht explizit zu den Anschlägen bekennen.

Pierre Vogel geht darauf ein, dass seiner Meinung nach der Islam, eine Religion des Friedens sei, das es die Wurzel s-l-m habe und daraus das Wort Friede (salam) komme. Er hält die Tötung für vollkommen illegitim, da er nicht verurteilt ist und für unangemessen.

Das Statement des AMEF ist wie folgt betitelt:

“Sheikh Osama Bin Laden between Jihad and Martydom for the sake of Allah”

Das Statement wurde gestern im Forum publiziert und nach den üblichen islamischen Formeln am Anfang, geht es darauf ein, dass es auch nach über 48 Stunden nach dem angeblichen Tod Usama b. Ladens noch kein offizielles Statement der Medienabteilung von al-Qaeda Central gebe. Auf dieses Statement würden aber die Anhänger der Mujahideen händeringend warten.

“The people who are waiting for the statement are divided into 2 groups. We have the Believers on one side and the  people of infidelity and apostasy on the other side. The first group is hoping for a denial statement and other is waiting for a confirmation.”

Wie diejenigen, die auf das Statement warten würden, sei auch die gesamte Welt zweigeteilt. Usama b. Laden habe gesagt, dass die Welt zwischen Gläubigen und Ungläubigen aufgeteilt sei. George W. Bush hätte dies auch gesagt, mit seiner Aussage:

“You are with us or with the Terrorist”

Bei der Nennung eines Muslim werden meist noch Eulogien an den Namen gehangen. In dieser Tradition, hat der Verfasser hinter den Namen von Bush geschrieben, dass “Allah ihn verfluchen möge”.

Der Verfasser will sich nicht mit den Gerüchten der Mainstream Medien auseinandersetzen sondern auf andere wichtige Fragen eingehen. Als erstes geht er auf den Tod des Propheten Muhammads und die Reaktion der Muslime ein. Er stellt die Frage ob die Gefährten des Propheten sich auf dem Absatz umgedreht hätten, aufgehört hätten den Islam zu verbreiten und ob sie ihre Hoffnung verloren hätten. Dies beantwortet er mit – nein. Die Gefährten hätte nach vorne geguckt und ihre Eroberungen weiter voran getrieben. Genau so müssten jetzt auch die Mujahideen reagieren. Sie sollten sich die Gefährten des Propheten zum Vorbild nehmen.

NO! NO! NO!
They continued in their Da’wa and Jihad. They eliminated infidelity and replaced it with Faith (by the permission of Allah).

In dem Zusammenhang geht er auf den Tod von Abu Mus’ab al-Zarqawi ein, der 2006 im Irak liquidiert wurde. Auch damals habe der Westen diese Nachricht gefeiert, aber dies hätte die Lage nicht geändert, denn so sei nach dessen Tod zum Beispiel der “Islamische Staat Irak” ausgerufen worden. Alles in allem, so der Verfasser, würden die Mujahideen von Tag zu Tag stärker.

Für den Fall, dass Usama b. Laden Tod sei, stellt der Verfasser fest, dass er sein weltliches Leben nicht für materialistische Dinge gegeben hätte, sondern um Gottes Willen. Dies habe er getan, da er als Märtyrer sterben wollte.

Danach richtet er sich an den Leser, die Unterstützer der Mujahideen:

“Our job is to bring the jihadist media to the next level. We have succeeded in propagating the words of the fields to the  borders of the countries. We are with hundreds or thousands of members. Let us work together and become one moving  body. We need to spend our time in seeking knowledge and acting upon it.”

Am Ende des Schreibens ist noch ein Gedicht, dass dazu Aufruft, sein weltliches Leben hinter sich zu lassen, um sich dem Jihad anzuschließen. Denn so würde Gott “die Tür zum Paradies öffnen”.

Auch in diesem Statement, sieht man wieder sehr gut die Unsicherheit vieler Jihadisten bzgl. des Todes von Usama b. Laden und das große Misstrauen, dass sie den westlichen Medien entgegenbringen. Aber es wird sehr schön deutlich, dass es für sie vollkommen unerheblich ist, ob er noch lebt oder nicht, den der Jihad sei eben eine Pflicht Gott gegenüber und diese müsse weiter befolgt werden.

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