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IMU – Frohe Botschaft aus Pakistan – Teil 2

Die Islamische Bewegung Usbekistan hat am Freitag insgesamt drei neue Videos in den einschlägigen Foren und auf ihrer Homepage online gestellt. Mit einem davon werde ich mich näher auseinandersetzten. Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” sollte laut einem Schreiben der Isamischen Bewegung Usbekistans bereits Ende Juli online gestellt werden, nachdem sich angeblich die Produktion verzögerte, da sie Computer Probleme hatten – siehe ihr Statement “Fiese Harddisk”.

Allerdings wurde es nun so wie die beiden anderen auch erst am Freitag publiziert, kurz nach dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Einige Teile von dem hier zu besprechenden Video und “Ghazwa ul-Hind” ähneln sich stark. Es wurden zumindest die Bilder von ein und dem selben Überfall der Islamischen Bewegung Usbekistans auf einen Konvoi der pakistanischen Armee verwendet. In beiden Videos wird das Hauptaugenmerk auf ein Hadith des Propheten Muhammad gelegt. Nach dem Hadith sei der Kampf um das Gebiet, dass man damals mit al-Hind bezeichnete, ein größerer Verdienst, als der Kampf um andere Gebiete. Al-Hind umfasse das heutige Pakistan, Kashmir, Indien, Nepal, Buthan, Bangladesch, Sri Lanka und die Maledieven. Somit lässt sich damit gut um neue Rekruten für den Jihad in Pakistan werben.

Der zweite Teil von “Frohe Botschaft aus Pakistan” beginnt mit Bildern verschiedener Aktionen gegen die pakistanische Armee. Über diese Bilder werden Interviewschnipsel gelegt. So sagt am Anfang Hakeemullah Mehsud Anführer der TTP (Pakistanische Taliban), dass die demokratische Regierung Pakistans nach unislamischen Prinzipien regieren würde. Kommandeur Jihad Jarr bekräftigt seine Freude über die Gebiets gewinne der Mujahideen und ärgert sich, dass die Medien nicht darüber berichten bzw. die Erfolge vertuschen. Diese wären nur durch die Einheit der Muhajireen und den Ansar möglich gewesen. Die beiden Begriffe gehen auf die Zeit des Propheten Muhammad zurück. Mit den Muhajireen wurden diejenigen bezeichnet, die gemeinsam mit Muhammad nach Medina auswanderten (Hijra). Dort wurden sie von einem Teil der lokalen Bevölkerung Unterstützt, den sogenannten Helfern (arab. Ansar). Im jihadistischen Kontext werden die als Muhajireen bezeichnet, die aus ihren Heimatländern “auswandern” um aktiv am Jihad teilzunehmen und die Bevölkerung der jeweiligen Länder, die den Jihadisten helfen als Ansar.

Desweiteren lässt man am Anfang noch Quari Hussain zu Wort kommen, er ist ein Mitbegründer der TTP. Er beschwört die Mujahidden sich nicht von Medien einreden zu lassen, dass sie kurz vor einer Niederlage stehen würden. Denn zur Zeit würden sie nur Racheaktionen gegen die Pakistaner durchführen, aber in naher Zukunft würde der Jihad erst richtig anfangen und man werde ihn ins pakistanische Kernland tragen. Hier finden sich auch wieder Anspielungen auf al-Hind. Er zitiert einen Ausspruch Muhammads, nach dem ein Heer aus Khorasan kommen werde und al-Hind erobern würde.

Nach diesem Anfang beginnt der eigentliche Film “Frohe Botschaft aus Pakistan”. In Abschnitte eingeteilt wird dem Zuschauer erklärt warum der Jihad gegen Pakistan ebenso eine allgemeine Pflicht für jeden Muslim sei wie der in Afghanistan oder dem Irak. Zum einen werden Interviews geführt “mit einigen der Größen des Jihads in Pakistan” so wie sie es nennen und sie zeigen ihre Sicht der Geschichte der Ereignisse von 2002 bis zur Eskalation durch die Operation Kaloosha 2004 und wie dadurch ihrer Meinung nach der Jihad gegen Pakistan unabdingbar geworden wäre.

Der erste Geschichtsteil fängt an in dem sie kurz zusammenfassen,über welche geschichtlichen Zusammenhänge sie die Zuschauer im 1 Teil der Serie informiert hätten. Zum Beispiel wie die Mujahideen der IMU auf ihrer Flucht aus Afghanistan nach Süd-Waziristan (Wana) gelangt seien. Die Ereigniss und der Kampf gegen die US-Truppen, die schließlich zur Flucht der IMU nach Pakistan führten, werden von ihrem ehemaligen Amir Muhammad Taher Farooq geschildert. Hakeemullah Mehsud lobt die IMU und deren Amir, dafür dass sie die letzte Schalcht gegen die Amerikaner in Afghanistan in Shaykot geschlagen hätten. Vor dieser hätten sie ihre Familien nach Wana geschickt um sie in Sicherheit zu wissen. Dort hätten die Familien versteckt leben müssen. Bei der Schlacht um Shykot wäre ca. 70 Anhänger der IMU gestorben. Wegen der großen Verluste wären der Rest der IMU dazu gezwungen gewesen sich ebenfalls nach Pakistan zurückzuziehen. Anfangs hätten sie nicht im Sinn gehabt gegen die pakistanische Armee zu kämpfen. Denn durch ihren Rückzug nach Wana wollten sie ihre Verletzten pflegen können und neue Kräfte sammeln um sich erneut ihrem Hauptfeind entgegenstellen zu können. Zu der damaligen Zeit seien das noch “die Amerikaner und Kreuzzügler in Afghanistan” gewesen. Sie hätten jedoch erkannt, dass es ihre Pflicht sei die einheimische Bevölkerung zum “wahren Islam” aufzurufen. Dieser beinhaltet nach dem Verständnis der IMU selbstverständlich auch den Jihad. Ihre Ideen wären bei den Ansar auf fruchtbaren Boden gefallen sagt Mounir Chouka (Abu Adam). In der Zeit von 2002, nachdem sie sich in Wana angesiedelt hatten bis 2004, nach ihrer erneuten Flucht, dieses mal von Wana nach Nord-Waziristan, hätten sie laut Aussagen von Abbas Mansour, einem Kommandeur der IMU, 40 große Operationen in Afghanistan durchgeführt.

Die Islamische Bewegung Usbekistans hätte in Pakistan aber nicht nur die Ansar vorgefunden, deren Hilfsbereitschaft wichtig für sie gewesen war, sondern auch einen Feind. Denn die pakistanische Regierung und die Armee wären ihnen feindlich gesinnt gewesen. Allerdings sei es der Glauben der Mujahideen, das sowohl Pakistan als auch die Stammesgebiete nur Gott gehören und somit sei es rechtens, dass sich die IMU mit ihren Familien dort niederließ um den Islam und die Sharia’ nach ihrem Verständnis auszuleben. Die pakistanische Regierung konnte und wollte solch ein Verhalten auf ihrem Territorium nicht dulden. So wollte sie, wie es das Video darstellt, die Mujahideen mit allen Mitteln vom Weg des Jihad abbringen. Die Armee führte angeblich 70 Razzien durch. Vor diesen hätten sich die Anhänger der IMU aus den Dörfern zurückgezogen, um einer Konfrontation mit der pakistanischen Armee zu entgehen. Diese Ereignisse schilder Mufti Abu Zarr Pakistani – der Sharia’ Beauftragte der IMU – in recht dramatischer Weise.

Der Wende im Verhalten der IMU gegenüber dem pakistanischem Staat sei nach einer Militär Aktion gewesen. Bei dieser hätte die pakistanische Armee eine Sitzung gestürmt und dabei unter anderem zwei bekannte Mujahideen getötet, Abu Muhammad al Turkistani und Abu Abdalrahman al-Kanadi. Zudem hätte die Regierung vermehrt Mujahideen festgenommen und sie an die USA ausgeliefert. Durch diesen stetig wachsenden Druck wäre die IMU zu einer Aktion gezwungen gewesen. So hätte die IMU zusammen mit den pakistanischen Ansar durch eine Shura beschlossen, dem pakistanischen Staat den Jihad zu erklären. Der Amir der IMU Muhammad Taher Tarooq hätte die Entscheidung auch öffentlich erklärt.

Der IMU fällt es nicht sonderlich schwer Argumente zu finden, die den Jihad gegen Pakistan legitimieren. So würde die pakistanische Bevölkerung darin gehindert den wahren islamischen Glauben zu lernen. Wenn überhaupt würden sie ihn nur aus Büchern kennen. Zu dem wäre die pakistanische Regierung sofort an die Seite der USA gesprungen, nachdem diese den Krieg in Afghanistan begonnen hätte. Abu Adam schildert einige militärische Aktionen Seitens der Pakistaner gegen die Mujahideen, bei denen sie, nach dessen Angaben, mehrere Märkte bombadiert hätten. Im Anschluß werden sehr drastische Bilder der angeblichen Opfer gezeigt. Er führt weiter aus, dass die Gewalt Pakistans gegen die Mujahideen nicht erst vor kurzem begonnen hätte, sondern bereits seit dem Jihad gegen die Soviets in vollem Gange sei. So hätte Pakistan angeblich bei der Ermordung Abdallah Azzams und bei der Verhaftung Abu Musab al-Suris geholfen und letzteren an die USA ausgeliefert. Darauf werden einige kurze Videos eingeblendet in denen man vermutlich pakistansiche Gefangene sieht wie sie misshandelt werden. Als einen weiteren Beweis für Pakistans Brutalität führen sie die Ereignisse der Stürmung der Lal Masjid  in Islamabad 2007 an.

Für die IMU steht ebenfalls fest, dass die pakistanische Regierung hinter der Ermordung von Nizamuddin Shamzai steht. Er hatte die Angriffe Pakistans auf die Muhajireen und die Ansar für unrechtmäßig gefunden und in einem Rechtsgutachten erlassen, dass für die pakistanischen Soldaten, die bei diesen Angriffen sterben, nicht das islamische Totengebet gesprochen werden dürfte. Als “letztes Verbrechen” Pakistans nennen sie einen Vorfall vom 19. Mai 2011, das sie höchst dramatisiert schildern.

Auf Grund all dessen hätten sich die Muhajireen und die Ansar dazu entschieden, gemeinsam den Jihad gegen Pakistan zu erklären. Dies hätte am 19. März 2003 stattgefunden und einige der Ansar schworen dem Amri der IMU die Treue. Ein Treuschwur aus dem Video lautet wie folgt:

“Uthman Adil: Wir leisten dir den Treueid, für das Erhöhen des Wortes Allahs und für den Tod auf Allahs Weg.”

Im Anschluss an die Bilder dieser Nacht, lässt man wieder den Anführer der TTP zu Wort kommen, der bestätigt, dass es der Verdienst der IMU gewesen sei den Jihad auch nach Pakistan zu bringen.

Damit endet der geschichtliche Teil, der vor allem dadurch interessant ist, dass die IMU die Ereignisse aus ihrer Sicht erzählt. Im weiteren Verlauf des Videos beschreiben sie die Lebenslauf von Abbas Mansour und Quari Hussain sowie deren Aufgaben in ihren jeweiligen Jihad Gruppen.

Im Anschluss daran kommt wieder Hakeemullah Mehsud zu Wort. Dessen Aussage finde ich ist eine der wohl interessantesten im ganzen Video. Insbesondere für uns westliche Beobachter. Denn er erklärt, dass die verschiedenen Organisationen nicht voneinander zu unterscheiden seien.

“Wie bereits gesagt, haben die TTP und die IMU eine starke Beziehung. Wenn ein fremder hier ankommt, kann er kaum einen Unterschied zwischen uns beiden Bewegungen erkennen. Er schafft es nicht zu unterscheiden wer zur TTP gehört und wer zur IMU. Und diese Namen die ihr kennt wie TTP und IMU, dass sind nur Namen zur Erkennung. Aber unsere Jama’a (Gemeinschaft) ist eine. […]”

Dann würd nochmal der angebliche Vorzug des Jihads von Pakistans mit dem bereits oben erwähnten Argument bekräftigt.

Das Video endet mit Bildern einer Operation der IMU gegen die pakistanische Armee. Diese sei im April 2011 “hochmütig durch das Gebiet Watcho Chora stolziert“. Bei dieser Aktion seien sie sehr erfolgreich gewesen.

Abu Adam führt noch aus, dass es für die Mujahideen nicht nur ein Kampf um ein Stück Land sei, sondern um einen Platz im Paradies gehe. Er bezeichnet den Tod eines Jihadisten als “die Krönung einer jeden Seele”.

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Deutschsprachige Stellungnahmen zum Tode Usama b. Ladens

Ich will einige Statements zum Tode Usama b. Ladens wiedergeben, die ich auf deutschsprachigen Blogs und in Foren gefunden habe, die man als salafistisch bzw. jihadistsich bezeichnen kann.

Ein einhelliger Tenor bei allem was ich bis jetzt gelesen habe, ist dass die meisten den Tod von Usama b. Laden noch nicht glauben oder wahrhaben wollen und diese Nachricht erst ernst nehmen würden, wenn sie von “muslimischen Brüdern bestätigt wird”. Ebenso wird das Bild, das gestern in den Medien kursierte und das den toten Usama b. Laden zeigen soll, nur mit Spott und Hohn bedacht und als schlecht Fälschung tituliert. Es wurden recht schnell auf YouTube Videos hochgeladen, die beweisen wollten, dass das Foto gefälscht ist. Aus den Diskussionen um das Foto entwickelten sich dann die “üblichen” Verschwörungstheorien, die immer auftauchen, wenn es um al-Qaeda und die USA geht.

“Solange es nicht von den Muslimin bestätigt wurde ist es eh nur leeres Gerede. Und das Bild ist echt schlecht gemacht worden”

Des weiteren wird in den Foren darüber diskutiert, inwieweit Usama b. Laden durch seinen Tod zu einem Mythos wurde. oder wird  Manche vertreten die Meinung, dass der Mythos b. Ladens, nach dessen Tod, jetzt noch größer wird und als Magnet dienen könnte, um neue Jihadisten zu rekrutieren.

“Mit der Shahada von Osama bin Laden erschaffen die demokratistischen Terroristen lediglich ein Mythos der wesentlich effektiver weiterleben kann. Er (rahimullah) ist in Wirklichkeit vollkommen uninteressant. Die US-Terroristen haben nicht Osama bin Laden Shahid gemacht, sondern die Vorstellung in ihrem Bewusstsein. Die Demokratisten denken das sie damit ein Sieg errungen hätten. Das zeigt nur die Unwissenheit, sowohl des Volkes als auch der Regierung. Denn eine Schlacht zu gewinnen bedeutet nicht den Krieg gewonnen zu haben.”

Das die USA die Leiche Usama b. Ladens im Meer beerdigt hätten, um eine mögliche Pilgerstätte für Jihadisten bzw. Islamisten zu verhindern, wird lächelnd mit der Frage kommentiert, ob sie denn nicht wüssten, dass die Verehrung von Verstorbenen und das Pilgern zu deren Gräbern in der Salafiyya nicht erlaubt wären. Dies ist zwar richtig und die meisten Jihadisten sind auch sehr rigoros in der Einhaltung der Vorschriften, aber dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass ein mögliches Grabmal Usama b. Ladens zu einer Pilgerstätte geworden wäre, denn bereits zu Lebzeiten, hatte ich in manchen Videos, das Gefühl, dass ihm eine so große Verehrung entgegen gebracht wurde, dass ich mich wunderte, wie dieses Verhalten mit den strengen Regeln der Salafiyya zu vereinbaren sei.

Auf einem Blog, der regelmäßig jihadistisches Material publiziert, wurde erst nur relativ kurz darauf hingewiesen, das b. Laden gestorben sein soll und es werden westlichen Nachrichtenportale als Quelle angegeben. Kurz darauf wird in einem neuen Blogpost auf ein Statement der Tehrik e Taliban Pakistan (TTP) hingewiesen, die behaupten das er noch leben würde. Dieser Post ist dementsprechend betitelt:

“Unser geliebter Sheikh ist nicht gefallen!”

Die Stellungnahme der TTP wird auch direkt als Beweisdafür genannt, das er noch Leben würde.

“Die Kuffar können nur noch symbolische Erfolge vorweisen. Militärisch sind die geschlagen, ähnlich wie die Russen in Tschetschenien. So oft haben die Russen behauptet, dass Doku Umarov gefallen ist und er meldete sich immer wieder zurück.”

Im Kommentarbereich entspinnt sich eine Diskussion, die dem Muster folgt, das ich oben beschrieben habe. Auf einen Kommentar möchte ich näher eingehen. Er wurde vom Benutzer jundullah2010 verfasst. Er ist davon überzeugt, dass Usama b. Laden nicht Tod ist und er sich in den nächsten Tagen mit einer Videobotschaft melden werde,

“um die “Freude” der Kuffar zu dementieren”

Für jundullah2010 steht fest, dass die USA die Lüge über den Tod von b. Laden nur verbreiten, weil sie sich demnächst aus Afghanistan und dem Irak vollkommen zurückziehen wollen und es so nicht wie eine Niederlage aussehen würde. Außerdem versteht er die Hoffnung des Westens nicht, dass mit dem Tod b. Ladens, der Terror aufhöre, denn der Jihad hänge nicht von einer einzelnen Person ab, sonder sei eben eine Pflicht für jeden Muslim.

“Egal wie das Ende dieses großen Mannes (Shayk Osama) sein wird. Der Jihad hängt nicht von einem Mann oder Organisation ab, sondern ist die Pflicht Allah gegenüber und Allah ist DER LEBENDIGE-BESTÄNDIGE, und deshalb wird er (Jihad) unvermindert weiter geführt bis zum Tag der Auferstehung -alhamdulillah !!”

Gestern wurde auf demselben Blog noch ein Statement zum Tode Usama b. Ladens veröffentlicht.

“Seitdem diese, durch die Mudschahidien nicht-bestätigte Botschaft an die Öffentlichkeit gelangt ist, verbreiten sich sehr viele Gerüchte.

Die Vorgehensweise der ungläubigen Ratten, wenn sie denn überhaupt unseren geliebten Sheikh zum Märtyrer gemacht haben sollten, werfen einige Fragen auf.”

Es wird die Frage aufgeworfen, warum er so schnell bestattet wurde, aber zugleich weisen sie darauf hin, dass sie nicht in irgendwelche Verschwörungstheorien abschweifen wollen und erst einmal auf Stellungnahmen der Mujahideen warten würden. Außerdem weisen sie daraufhin, dass wenn er gestorben sei, er nur mit Gottes Willen den Märtyrertod hätte sterben können – hier sieht man den Glauben an die Prädestination, der in der Salafiyya weit verbreitet ist. Zu dem sei der Märtyrertod, der Tod den sich jeder Muslim wünschen würde. Im weiteren Verlauf, wird kurz geschildert, dass sich Usama b. Laden seit seiner “frühen Jugend” den Islam auf dem Schlachtfeld verteidigt hätte.

“Der edle Sheikh ist ein Sieger, für uns ist es eine frohe Botschaft wenn er als Märtyrer gefallen sein sollte, und ebenso,  falls er noch am Leben sein sollte. Sobald es neue Nachrichten seitens der Al-Qaida Geschwister gibt, werden wir diese hier veröffentlichen, mit der Erlaubnis Allahs dem Erhabenen.

Die Mudschahidien werden kommen und gehen, doch der Jihad und Kampf wird inschallah bis zum jüngsten Tag bestehen bleiben.”

Auf einer weiteren Seite, wird ein Blogpost mit folgenden Worten betitelt:

“Die Osama Lüge um das Gesicht zu bewahren”

Für den Verfasser steht fest, dass die USA nach “zehn Jahren sinnlosem Krieg” diesen Erfolg bräuchten.

“Man hätte Osama Bin Laden in einem Anwesen im pakistanischen Grenzgebiet gefasst? Der Mann, der seine Familie, seine Milliarden und sein gesamtes Hab und Gut hinter sich gelassen hat, um in den Bergen Afghanistans mit verärmten Bauern gegen die Sowjets zu kämpfen? Dieser Mann soll sich in einer Villa mit Sicherheitskräften aufgehalten haben?”

Auffallend ist, dass viele Forenmitglieder und Kommentarschreiber den Tod von Usama b. Laden nicht wahrhaben wollen und die Nachricht auch nicht glauben können. Dabei berufen sie sich meistens auf die Stellungnahme der TTP. Die so genannten Internet Klerikalen hingegen scheinen die Nachricht zu akzeptieren und sprechen Beileidsbekundungen aus.

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IMU – Neujahr in Waziristan – Abu Adam al-Almani

Gestern Abend ist auf mehreren einschlägigen Foren und Blogs – unter anderem im AMEF und auf dem Blog der Islambruderschaft – ein Schreiben mit dem Titel “Neujahr in Waziristan” veröffentlicht worden. Als dessen Autor wird Abu Adam al-Almani genannt, der Mitglied der Islamischen Bewegung Usbekistans (IMU) ist.

Das Schreiben beginnt zunächst mit den üblichen religiösen Floskeln um danach den angeblich großen Zustrom neuer Mujahideen zu loben, die trotz der verstärkten Sicherheitsbemühungen der deutschen Behörden nach Pakistan reisen konnten.

Daraus lässt sich schließen, dass die Wege zum Jihad weiterhin offen sind und die deutsche Regierung sich einer wahrhaftigen Niya und der Waffe des Bittgebetes nicht in den Weg stellen kann. Doch nicht nur die Wege zum Jihad sind weiterhin offen, sondern auch die Tore zur Shahada, die sich in letzter Zeit vielen Geschwistern, darunter mehreren deutschen Mujahedeen öffneten.”

Da immer mehr Mujahideen sterben, kann Abu Adam dieses Thema natürlich nicht auslassen, wobei man im Text einen sehr starken prädestinatorischen Glauben ausmachen kann, dies ist allerdings nicht weiter ungewöhnlich. In diesem Zusammenhang fand ich einen weiteren Punkt interessant, nämlich den, dass er die Mujahideen und hier insbesondere die deutschen, mit den Sahaba (Genossen des Propheten) vergleicht, den auch diese wären im Kampf für den Islam, in Ländern, weit von ihren Heimtländern entfrent, gefallen. Als Beispiel hiefür führt er den Hamburger Mujahideen Abu Askar an.

Und nun liegt er da, ein Hamburger Mujahed begraben in Waziristan. Es erinnert irgendwie an unsere tugendhaften Vorfahren die Sahaba, die zum größten Teil an anderen Teilen der Welt begraben wurden und dies eines der Zeichen ihrer Wahrhaftigkeit war.

Als nächsten Getöteten Mijahideen nennt er Abu Talha al-Almani, der den meisten wahrscheinlich als Bekkay Harrach bekannt ist, da er mit diesem Namen auch in den deutschen Nachrichten erschien, vor allem nach seinem Drohvideo vor der Bundestagswahl. Laut dem Schreiben soll Bekkay Harrach bei einem gemeinsamen Angriff von al-Qaeda, IMU und den pakistanischen Taliban (TTP), den er befehligt, auf den Luftwaffenstützpunkt Bagram ums Leben gekommen sein (hier). Bagram bezeichnet Abu Adam als den 53. Staat der Vereinigten Staaten. Es sollen wohl auch demnächsten Videos von diesem Angriff im Internet erscheinen.

Da die IMU angeblich sehr viele E_Mails erhalten hätte, in denen nach den “wirklichen” Umständen des Jihads in Stammesgebieten gefragt wurde, geht Abu Adam nun auf diese Frage ein aber nicht ohne vorher alle westlichen Medien der Lüge zu bezichtigen. Diese Lüge, meint zunächst nur die Ereignisse in Afghanistan und Pakistan, allerdings, sagt Abu Adam danach, dürfe man sich nicht wundern, dass die westlichen Medien Lügen darüber verbreiten würden, schließlich würden sie ja auch über ihren Schöpfer lügen.

“Also zusammengefasst: Die Muslime entnehmen ihre Informationen vom Feind. Und dies ist islamisch gesehen nicht erlaubt. Während ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge herrscht, entnehmen die meisten Muslime ihre Informationen von der Partei der Lüge. […] Denn sie machten noch zuvor etwas viel schlimmeres; etwas was noch gewaltiger ist als dies. Und zwar lügen sie über ihren Schöpfer. Sie lügen über Allah. […] Liebe Geschwister erwartet also von den Medien der Ungläubigen nicht, dass ihr über sie an die Wahrheit gelangt. Sie sind die Stimmen der Satane, die zu den Toren der Hölle rufen. Sie rufen zu Schirk und Unheil. Sie geben sich als neutral aus, doch würden sie niemals die Wahrheit über die Gefährten der Tugend berichten, noch die Verbrechen der Übertreter aufdecken.

Im Anschluss an die Medienhetze schildert er die schwierig Lage in den pakistanischen Stammesgebieten. Er beschreibt, wie die Mujahideen gegen die pakistanische Armee kämpft und wie diese zurückschlägt. Ebenso geht er auf die stetig steigenden Drohenenangriffe ein.

“Vom Beginn des Jahres 2009 bis zum Frühjahr schaffte der Feind es viele unserer Geschwister mit Hilfe der Drohnen zu töten, was für uns Muslime, dessen fester Bestandteil des Glaubens der Glaube an die Bestimmung Allahs ist, nichts weiteres war, als die feste Bestimmung der Shahada dieser Geschwister zu einem unumgänglichen Zeitpunkt. Möge Allah (t.) die Shahada von ihnen allen akzeptieren. Und da mittlerweile viele Muslime weltweit dem Rufe des Jihades gefolgt sind, kamen hier mindestens genauso viele Geschwister an, wie gestorben sind.”

Die Hauptfront des Jihads in Pakistan sieht Abu Adam in Süd-Waziristan, genauer gesagt in Süd-West-Waziristan, Süd-Ost-Waziristan und Urugsay. Dabei übernehmen die Mujahideen immer mehr die Taktik eines Guerillia-Kriegs, wobei sie vornehmlich Sniperattacken durchführen – dies kennen wir schon aus älteren Video der IMU.

Am Ende bezeichnet Abu Adam das letzte Jahr in den pakistanischen Stammesgebieten als ein erfolgreiches für den Jihad. Zum Beweis sind am Ende des Schreibens, Tabellen über die durchgeführten und erfolgreichen Aktionen.

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Falls ihr euch das Schreiben durchlesen wollt, so könnt ihr das auf Aaron Zelins Blog machen

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